TÃ?V-Verband fordert flÃ?chendeckende intelligente Verkehrssteuerung

+++ Digitale Technologien fÃ?r die Verbesserung der Verkehrssicherheit nutzen +++ Technische Sicherheit muss mit der Digitalisierung Schritt halten +++ Schutz schwÃ?cherer Verkehrsteilnehmer:innen in den Fokus rÃ?cken +++ TÃ?V-Verband verÃ?ffentlicht Positionspapier +++

Der TÃ?V-Verband hat den Aufbau einer mÃ?glichst flÃ?chendeckenden intelligenten Verkehrssteuerung in Deutschland gefordert. “Eine intelligente Steuerung der VerkehrsstrÃ?me auf unseren StraÃ?en erhÃ?ht die Verkehrssicherheit, reduziert Staus und mindert negative UmwelteinflÃ?sse wie LÃ?rm und Abgase”, sagte Dr. Joachim BÃ?hler, GeschÃ?ftsfÃ?hrer des TÃ?V-Verbands (VdTÃ?V). Voraussetzung dafÃ?r sei eine gut ausgebaute digitale Infrastruktur entlang der Verkehrswege, insbesondere an Autobahnen, LandstraÃ?en und wichtigen innerstÃ?dtischen Verbindungen. BÃ?hler: “Der Aufbau einer flÃ?chendeckenden digitalen Verkehrsinfrastruktur kÃ?nnte im Rahmen des aktuellen Konjunkturprogramms finanziert werden und damit einen Beitrag zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Pandemie leisten.” Bei einer intelligenten Steuerung des Verkehrs werden aktuelle Verkehrsdaten im Minutentakt erfasst und in Echtzeit ausgewertet. Mit Hilfe moderner Datenanalysen kÃ?nnten mÃ?gliche Gefahrenstellen frÃ?hzeitig erkannt und entschÃ?rft werden. “Die Digitalisierung leistet einen wichtigen Beitrag fÃ?r die Verkehrssicherheit und eine nachhaltige MobilitÃ?t”, betonte BÃ?hler.

Neben der gezielten Nutzung digitaler Technologien fordert der TÃ?V-Verband in einem aktuellen Positionspapier zusÃ?tzliche MaÃ?nahmen gegen gefÃ?hrliches Fahrverhalten und den konsequenten Schutz schwÃ?cherer Verkehrsteilnehmer:innen wie Radfahrer:innen, Ã?lterer Menschen und Kinder. “Wir mÃ?ssen in diesem Jahrzehnt alle Potenziale ausschÃ?pfen, um die Zahl der GetÃ?teten und Schwerverletzten weiter in Richtung Null zu senken”, sagte BÃ?hler. Trotz eines positiven Trends bei den Unfallzahlen sind seit dem Jahr 2010 in Deutschland mehr als 34.000 Menschen im StraÃ?enverkehr tÃ?dlich verunglÃ?ckt, rund 600.000 wurden schwer verletzt. Die Bundesregierung hat angekÃ?ndigt, fÃ?r die neue Dekade ein neues Verkehrssicherheitsprogramm 2021-2030 vorzulegen. Mit seinem Positionspapier leistet der TÃ?V-Verband dazu einen Beitrag.

Nach den Ergebnissen der reprÃ?sentativen “TÃ?V Mobility Studie 2020” ist die persÃ?nliche Sicherheit fÃ?r die BundesbÃ?rger:innen das wichtigste Kriterium in Bezug auf ihre individuelle MobilitÃ?t (50 Prozent). Erst danach folgen die Faktoren FlexibilitÃ?t bzw. UnabhÃ?ngigkeit (42 Prozent) und mÃ?glichst geringe Kosten (33 Prozent). Laut der Umfrage sind nach Ansicht der Befragten die drei drÃ?ngendsten MaÃ?nahmen fÃ?r eine Verbesserung der Verkehrssicherheit der Ausbau des Ã?ffentlichen Personennahverkehrs (33 Prozent), eine bessere Sicherung des Radverkehrs (32 Prozent) und die EinfÃ?hrung oder Ausweitung von Tempolimits (25 Prozent). Dicht dahinter folgen strengere Strafen bei VerkehrsverstÃ?Ã?en (24 Prozent) und zusÃ?tzliche MaÃ?nahmen gegen Alkoholmissbrauch im StraÃ?enverkehr (22 Prozent). FÃ?r die Studie wurden 1.000 Personen ab 16 Jahren befragt.

Digitalisierung spielt SchlÃ?sselrolle fÃ?r Verkehrssicherheit

Aus Sicht des TÃ?V-Verbands sind digitale Technologien ein SchlÃ?ssel fÃ?r die Verbesserung der Verkehrssicherheit. “Viele Gefahren des StraÃ?enverkehrs lassen sich mit intelligenten technischen LÃ?sungen vollstÃ?ndig vermeiden oder zumindest stark reduzieren”, sagte BÃ?hler. Digitale Technik mache es mÃ?glich, Fahrzeuge, Personen und ihre Umgebung miteinander zu vernetzen. Verkehrsteilnehmer:innen kÃ?nnen individuell Ã?ber Verbindungen, Staus und StÃ?rungen informiert werden und der StraÃ?enverkehr kann effizienter und sicherer gelenkt werden. Datenanalysen mit KÃ?nstlicher Intelligenz helfen dabei, mÃ?gliche Gefahrenstellen frÃ?hzeitig zu identifizieren und zu entschÃ?rfen. Zentrale Voraussetzung fÃ?r vernetzte Fahrzeugtechnik, intelligente StraÃ?eninfrastruktur und smarte Verkehrslenkung ist der zÃ?gige Ausbau der digitalen Infrastrukturen mit modernen Breitbandnetzen entlang der Verkehrswege. BÃ?hler: “Deutschland muss die MÃ?glichkeiten digitaler Technologien und KÃ?nstlicher Intelligenz fÃ?r die Verkehrssicherheit bestmÃ?glich ausschÃ?pfen. Ohne sie wird die Realisierung der –Vision Zero– nicht mÃ?glich sein.”

DarÃ?ber hinaus mÃ?ssen die technischen SicherheitsprÃ?fungen mit der Digitalisierung der Fahrzeuge und der Infrastruktur Schritt halten. “Sicherheitskritische Systeme mit KÃ?nstlicher Intelligenz mÃ?ssen im Rahmen der Typgenehmigung von unabhÃ?ngigen Stellen geprÃ?ft werden, bevor die Fahrzeuge auf den Markt kommen”, betonte BÃ?hler. Software-Updates mit Einfluss auf sicherheitsrelevante Eigenschaften der Fahrzeuge mÃ?ssten auch im laufenden Betrieb Ã?berwacht werden. GeklÃ?rt werden muss zudem, unter welchen Voraussetzungen PrÃ?forganisationen und andere Interessengruppen wie Versicherer auf Fahrzeugdaten zugreifen kÃ?nnen. Der TÃ?V-Verband schlÃ?gt dafÃ?r die Einrichtung neutraler TrustCenter vor, die im Namen der zustÃ?ndigen BehÃ?rden die Zugriffrechte datenschutzkonform verwalten.

Hoher Handlungsbedarf bei gefÃ?hrlichem Fahrverhalten

Der TÃ?V-Verband fordert ein entschiedeneres Vorgehen gegen gefÃ?hrliches Fahrverhalten. Als VerkehrsgefÃ?hrder:innen gelten Fahrer:innen, die bewusst VerkehrsverstÃ?Ã?e begehen oder die sich unter Alkohol- oder Drogeneinfluss hinters Steuer setzen. Verpflichtende Fahreignungsseminare und Medizinisch-Psychologische Untersuchungen (MPU) unterstÃ?tzen auffÃ?llig gewordene Autofahrer:innen dabei, ihr Fahrverhalten zu Ã?ndern. Der TÃ?V-Verband fordert verpflichtende Fahreignungsseminare fÃ?r Personen, die wegen VerkehrsverstÃ?Ã?en bereits 6 oder 7 Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg gesammelt haben. Bei einer erfolgreichen Teilnahme kÃ?nnten sie ihren Punktestand reduzieren.

Schutz schwÃ?cherer Verkehrsteilnehmer:innen nicht verhandelbar

Kinder, Ã?ltere Menschen, FuÃ?gÃ?nger:innen und Radfahrer:innen sind im stetig anwachsenden Fahrzeugverkehr groÃ?en Gefahren ausgesetzt. Fokus des Verkehrssicherheitsprogramms 2021-2030 muss daher der wirksame und vorausschauende Schutz schwÃ?cherer Verkehrsteilnehmer:innen sein. Die Verkehrsplanung muss sich am Leitbild “Vision Zero” ausrichten und StraÃ?enverkehr muss so sicher und fehlerverzeihend gestaltet werden, dass schwere oder gar tÃ?dliche UnfÃ?lle vermieden werden. Eine sichere und selbsterklÃ?rende Infrastruktur mit sicheren QuerungsmÃ?glichkeiten hilft allen Menschen, unabhÃ?ngig vom Alter. Der Ausbau der Infrastruktur mit einem durchgÃ?ngigen Radverkehrsnetz, das flÃ?chendeckend und in hoher QualitÃ?t vorhanden ist, schafft direkte Verbindungen und fÃ?rdert so einen leichten, sicheren und flÃ?ssigen Radverkehr.

Die vom TÃ?V-Verband geforderten MaÃ?nahmen stehen fÃ?r einen ganzheitlichen Ansatz der Verkehrssicherheitsarbeit und berÃ?cksichtigen die Modernisierung der Infrastruktur, die technische Sicherheit von Fahrzeugen und das Verhalten der Verkerhsteilnehmer:innen. BÃ?hler: “Die Verbesserung der Verkehrssicherheit ist eine gesellschaftliche Querschnittsaufgabe, die eine koordinierte Zusammenarbeit von EU, Bund, LÃ?ndern und Kommunen erfordert. Es bedarf gemeinsamer Anstrengungen aller Akteure, um das Leben und die Gesundheit der Verkehrsteilnehmer besser zu schÃ?tzen.”

Die Empfehlungen des TÃ?V-Verbands fÃ?r ein neues Verkehrssicherheitsprogramm 2021-2030 sind abrufbar unter: http://www.vdtuev.de/news/position-verkehrssicherheitsprogramm

Methodik-Hinweis: Grundlage der Angaben ist eine reprÃ?sentative Umfrage der Ipsos GmbH im Auftrag des TÃ?V-Verbands unter 1.000 Personen zwischen 16 und 75 Jahren. Die vollstÃ?ndigen Ergebnisse der “TÃ?V Mobility Studie 2020” stehen zum Download bereit unter: http://www.vdtuev.de/news/mobility-studie/

Ã?ber den TÃ?V-Verband: Der Verband der TÃ?V e.V. (VdTÃ?V) vertritt die politischen und fachlichen Interessen seiner Mitglieder gegenÃ?ber Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Ã?ffentlichkeit. Der Verband setzt sich fÃ?r technische und digitale Sicherheit bei Produkten, Anlagen und Dienstleistungen durch unabhÃ?ngige PrÃ?fungen und qualifizierte Weiterbildung ein. Mit seinen Mitgliedern verfolgt der TÃ?V-Verband das Ziel, das hohe Niveau der technischen Sicherheit in unserer Gesellschaft zu wahren und Vertrauen fÃ?r die digitale Welt zu schaffen.

Pressekontakt:

Maurice Shahd
Pressesprecher
Verband der TÃ?V e.V. (VdTÃ?V)
FriedrichstraÃ?e 136 | 10117 Berlin
T 030 760095-320, E presse@vdtuev.de http://www.vdtuev.de |
http://www.twitter.com/vdtuev_news

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/65031/4614149
OTS: VdTÃ?V Verband der TÃ?V e.V.

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