Asmussen warnt vor blindem Vertrauen in Ratingagenturen

Angesichts der jüngsten Herabstufungen warnt das neue EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen vor einem blinden Vertrauen in die Arbeit der Ratingagenturen. Der "Bild-Zeitung" (Mittwochausgabe) sagte Asmussen: "Da es nur einige wenige große Ratingagenturen gibt, besteht die Gefahr, dass der Markt für Ratings nicht störungsfrei funktioniert, weil nur wenig Wettbewerb herrscht und die Agenturen mächtig sind. Die Krise hat außerdem gezeigt, dass di

Bundespräsident Wulff sagt Besuch auf Weltwirtschaftsforum ab

Bundespräsident Christian Wulff hat einen geplanten Besuch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos abgesagt. Das berichtet die "Bild-Zeitung" (Mittwochausgabe). Das Präsidialamt verwies auf "terminliche Gründe". Wulff wollte am Eröffnungstag des hochkarätig besetzten Treffens in Davos unter anderem mit Spitzenvertretern deutscher Industrieunternehmen zusammentreffen.

EU leitet Verfahren gegen Ungarn ein

Die EU-Kommission hat am Dienstag ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn eingeleitet. Hintergrund sind die jüngsten Verfassungsänderungen in Ungarn sowie ein neues Notenbankgesetz, die nach Ansicht der EU-Kommission gleich dreifach gegen geltendes EU-Recht verstoßen. Seit Dezember hatte die EU die ungarische Regierung um Ministerpräsident Viktor Orban wegen Zweifel an der Unabhängigkeit der Zentralbank, der Justiz und der Datenschutzbehörde kritisiert. Wie K

FDP-Politiker Spatz: EU-Verfahren gegen Ungarn Warnschuss und Chance zugleich

Die Einleitung eines Vertragsverletzungsverfahrens gegen Ungarn durch die EU-Kommission ist nach Ansicht von FDP-Politiker und Ungarn-Experte Joachim Spatz Warnschuss und Chance zugleich. Wie Spatz am Dienstag in Berlin erklärte, habe die Europäische Kommission "unmissverständlich ihre erheblichen Bedenken an der jüngsten Verfassungsreform und deren Auswirkungen auf die Unabhängigkeit der Zentralbank, den Status der Justiz und die Stellung der Datenschutzbehörd

Bericht: Lufthansa beendet Fracht-Jointventure Jade

Die Lufthansa beendet einem Zeitungsbericht zufolge Jade, das Fracht-Joint-Venture mit der chinesischen Fluggesellschaft Shenzen Airlines. Nach Informationen des "Handelsblatts" (Mittwochausgabe) informierte Lufthansa Cargo seine Frachtkunden zu Wochenbeginn darüber, dass mit den Jade-Frachtern "bis auf weiteres" keine Flüge mehr durchgeführt werden. Jade hatte die Flotte wegen der Nachfrageschwäche um die Weihnachtstage herum vorübergehend am Boden g

Kommunalversorger MVV baut Windparks lieber an Land

Die Mannheimer MVV Energie, der einzige börsennotierte Stadtwerke-Konzern Deutschlands, hält Offshore-Windparks für Kommunalversorger für unrentabel und zu riskant – und setzt lieber auf Windenergie an Land. "Offshore-Windparks sind für uns angesichts der hohen Kosten in Verbindung mit den technischen Risiken derzeit nicht attraktiv", sagte Vorstandschef Georg Müller im Gespräch mit dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). "Jedes Projekt

NRW-Innenminister Jäger richtet schwere Vorwürfe an Bundesregierung wegen unaufgeklärter Straftaten

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat an die Bundesregierung schwere Vorwürfe wegen zahlreicher unaufgeklärter Straftaten wie Mord, Kindesmissbrauch und terroristische Aktivitäten gerichtet. In einem Gespräch mit der WAZ-Mediengruppe sagte Jäger, es seien 172 Fälle von Kinderpornografie allein aus dem Jahr 2010 unaufgeklärt geblieben. Wegen fehlender Telekommunikations-Daten hätten diese Täter nicht ermittelt werden k

DAX schließt mit deutlichen Gewinnen

Der DAX hat den elektronischen Handel in Frankfurt am Main am Dienstag mit deutlichen Gewinnen beendet. Zum Ende des Xetra-Handels wurde das Börsenbarometer mit 6.332,93 Punkten berechnet. Das entspricht einem Plus von 1,82 Prozent im Vergleich zum Vortag. Am oberen Ende der Kursliste waren die Anteilsscheine von Heidelbergcement, Daimler und Metro zu finden. Am Ende der Liste standen die Aktien von Commerzbank, Deutsche Börse und der Münchener Rückversicherung.

Ex-Premierminister Ungarns erhebt schwere Vorwürfe gegen Regierung Orban

Der ehemalige Ministerpräsident Ungarns, Gordon Bajnai, hat gegen die aktuelle ungarische Regierung um Ministerpräsident Viktor Orban schwere Vorwürfe erhoben. In einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) schreibt Bajnai, Ungarn befinde sich in einer wesentlich kritischeren Lage als im Jahr 2008, als die erste Krisenwelle das Land traf. Die wichtigste Ursache für den Rückfall in die Krise liegt laut Bajnai zudem in einer "inkompetente

FDP-Politiker Solms: Etablierung europäischer Rating-Agenturen prüfen

Der FDP-Politiker Hermann Otto Solms hat sich in die Diskussion um die Macht der Ratingagenturen eingeschaltet und die Bundesregierung dazu aufgefordert, zu prüfen, wie innerhalb Europas eine oder mehrere Rating-Agenturen entstehen könnten. Solms erklärte am Dienstag in Berlin, dass ein Modell vorstellbar wäre, "das ähnlich der Stiftung Warentest staatsfern und frei von privaten Interessenkonflikten agiert." Der FDP-Politiker verspricht sich durch die Etablieru