DIW-Chef: Weitere Zinssenkung durch EZB nicht effektiv

Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hält eine weitere Zinssenkung vonseiten der Europäischen Zentralbank (EZB) für nicht effektiv. "Der Effekt auf die Refinanzierungsbedingungen der Banken und die Liquidität wäre sehr gering", sagte Fratzscher im Interview mit dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). "Das Problem, dass die Geldpolitik viele Unternehmen in den Krisenländern nicht erreicht, l

Linken-Spitze distanziert sich von Lafontaines Euro-Vorstoß

Ein Vorstoß des früheren Vorsitzenden der Linkspartei, Oskar Lafontaine, für eine Abschaffung des Euro stößt in der Linkspartei auf Kritik. Als "einzelnen Diskussionsbeitrag" bezeichnete Parteichefin Katja Kipping den Vorstoß und forderte eine klare Abgrenzung von der Alternative für Deutschland (AfD), die eine Abschaffung des Euro verlangt. "Was im Entwurf des Wahlprogramms steht, werden wir nicht über den Haufen werfen", sagte Kipp

Air-Berlin-Chefaufseher Körber fordert mehr Ehrlichkeit von Topmanagern

Hans-Joachim Körber, der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Metro und heutige Aufsichtsratschef von Air Berlin, geht mit vielen seiner Kollegen aus den Führungsetagen hart ins Gericht. "Man ist ja immer wieder erstaunt, dass bisweilen auch Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, nicht selbst oder nur mit Hilfe von Beratern in der Lage sind, Angriffsflächen zu identifizieren und zu vermeiden," sagte Körber dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Da

Deutsche streiken deutlich mehr

Die Streikneigung in Deutschland nimmt seit der Finanzmarktkrise deutlich zu. Das belegen neue Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA), die der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z./Donnerstagausgabe) vorliegen. Nach der Jahresstatistik 2012 hat sich die Zahl der insgesamt an Streiks beteiligten Arbeitnehmer schon im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Insgesamt zählte die BA für das vergangene Jahr 35.702 Arbeitnehmer, die an Ausständen beteiligt waren. 2011 waren es 14.

Solarworld hofft auf Hilfe aus Katar

Das hoch verschuldete Unternehmen Solarworld sucht einen strategischen Investor. Es verdichten sich die Hinweise, dass das Emirat Katar von der arabischen Halbinsel eine entscheidende Rolle dabei spielen könnte. "Qatar Solar Technologies beobachtet unsere Aktivitäten mit großem Interesse", bestätigte Solarworld-Chef Frank Asbeck dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Der Kontakt zu dem Joint Venture in Katar ist eng. "Wir befinden uns mit Qatar Sola

Bericht: Telekom-Datenbremse soll auch für Altkunden kommen

Anders als bislang bekannt, wird die geplante Geschwindigkeitsbremse der Telekom langfristig wohl alle Breitbandkunden des Konzerns treffen. Spätestens in fünf Jahren wird sie Bestandteil aller Verträge sein, berichtet die "Welt". Ob es allerdings bei den angekündigten Obergrenzen bleibt, ist fraglich. "Wer weiß, wie die Datengrenzen 2018 aussehen werden? Wir leben in einer sehr dynamischen Branche", sagte der Deutschland-Chef der Telekom, Niek Jan v

Union begrüßt neue Verhandlungen über Steuerabkommen mit der Schweiz

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt die Bereitschaft der Schweiz, erneut über ein Steuerabkommen mit Deutschland zu verhandeln. "Es ist gut, dass wieder Bewegung in das Thema Steuerhinterziehung gekommen ist", sagte der parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller, dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Er forderte SPD und Grüne auf, ihre ablehnende Haltung aufzugeben. "Auch Rot-Grün muss einsehen, dass

Brüderle besorgt über wirtschaftliche Entwicklung in Frankreich

Der FDP-Fraktionschef im Bundestag, Rainer Brüderle, hat sich besorgt über die politische und wirtschaftliche Entwicklung in Frankreich geäußert. Der "Bild-Zeitung" (Donnerstagausgabe) sagte Brüderle: "Die sozialistische Regierung Frankreichs wirtschaftet das Land dermaßen herunter, dass Frankreich derzeit nicht mehr auf Augenhöhe mit Deutschland ist. Das macht mir Sorgen, denn Europa braucht eine starke deutsch-französische Partnerschaft,

Tarifeinigung bei der Lufthansa

Die Lufthansa und die Gewerkschaft Verdi haben bei ihren Tarifverhandlungen für das Bodenpersonal eine Einigung erzielt. Wie ein Verdi-Sprecher gegenüber der ARD bestätigte, sieht die Einigung für die 33.000 Beschäftigten ein Lohnplus zwischen drei und 4,7 Prozent vor. Zudem gebe es eine Beschäftigungsgarantie von mindestens 26 Monaten. Weitere Streiks des Lufthansa-Bodenpersonals sind damit vorerst abgewendet. Verdi hatte in den Tarifverhandlungen ein Lohnplus von

Linke-Vorsitzende Kipping kritisiert „Alternative für Deutschland“

Die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, hat scharfe Kritik an der Partei "Alternative für Deutschland" geübt. Die AfD sei "eine Rechtspartei, die wirtschaftspolitisch neoliberal, demokratiefeindlich, außenpolitisch militaristisch und latent rassistisch ist", schreibt die Politikerin in einem Gastbeitrag für die Onlineausgabe der Tageszeitung "Neues Deutschland". "Wir sagen Ja zum Euro aber Nein zur Spar- und Kürzungspolitik in