Deutsche spenden so viel wie nie

Der Spendenmarkt in Deutschland hat nach neuesten Zahlen einen Rekordwert erreicht. Als steuerlich absetzbare Beträge machten die Bundesbürger erstmals mehr als sechs Milliarden Euro geltend. Dies berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag-Ausgabe) unter Berufung auf das Statistische Bundesamt und die Fachhochschule (FH) Köln, denen jetzt die Daten der Finanzbehörden für das Steuerjahr 2009 vorliegen. Der Anstieg der steuerabzugsfähigen Spenden a

Statistik: Zahl der Organspenden auf neuen Tiefstand gesunken

Die Organspenden-Skandale haben die Spendenbereitschaft in Deutschland möglicherweise auf einen Tiefstand sinken lassen: Von Januar bis September dieses Jahres ging die Zahl der Spender gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18,6 Prozent zurück, wie aus Daten der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) hervorgeht, die der "Rheinischen Post" (Dienstagausgabe) vorliegen. In den ersten drei Quartalen konnten nur 675 Organverpflanzungen vorgenommen werden; im selben Zeitra

Deutsche Stiftungen beklagen Zinsflaute

Die Stiftungen und damit das zivilgesellschaftliche Engagement in Deutschland leiden immer stärker unter den niedrigen Zinsen in der Euro-Zone. "Der Sektor insgesamt ächzt nicht", sagte Hans Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, der "Berliner Zeitung" (Dienstag-Ausgabe). "Aber viele Mitglieder der Stiftungsfamilie haben Probleme. Vor allem viele kleinere Stiftungen leiden unter der Zinssituation. Sie sind von kalter Enteignung

Union und SPD wollen „Prepaid-Karten“ für Strom

Um die wachsende Zahl von Stromsperren in Deutschland einzudämmen, wollen Union und SPD offenbar wie beim Handy auch für Strom "Prepaid-Karten" einführen. Nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" (Montagausgabe) sollen die Energieversorger deshalb dazu verpflichtet werden, ihre Stromzähler technisch umzurüsten. Die Leiterin der Arbeitsgruppe Verbraucherschutz für die Unionsseite, Mechthild Heil (CDU), sagte der Zeitung: "Die Versorg

Umfrage: Deutsche haben kaum Vertrauen in die „Elite“

Das Vertrauen der Deutschen in die Elite des Landes ist nach der jüngsten Häufung von Skandalen massiv erschüttert. Nur noch 19 Prozent der Deutschen billigen nach einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für "Bild am Sonntag" der Führungsschicht zu, dass sie ihrer Vorbildfunktion gerecht wird. Eine Drei-Viertel-Mehrheit (76 Prozent) attestiert den Spitzenkräften hingegen ein moralisches Versagen. Damit enttäuschen die

Unesco: USA und Israel verlieren Stimmrecht

Die USA und Israel haben ihr Stimmrecht bei der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) verloren. Im Streit um die Mitgliedschaft der Palästinenser in der UN-Vollversammlung hatten beide ihre Zahlungen an die Unesco im Oktober 2011 eingefroren, hieß es aus dem Sitz der Organisation in Paris. Washington hatte am Freitag eine Frist verstreichen lassen, um einen Aufschub der Strafmaßnahme zu erreichen. "Wir bedauern, dass die Vereinigten Staaten heut

Heinrich-Böll-Stiftung: Trier beim „Genderranking“ auf Platz eins

Trier belegt den ersten Platz beim neuen "Genderranking" der Heinrich-Böll-Stiftung. Laut der dem Nachrichtenmagazin "Focus" vorliegenden Untersuchung von 79 deutschen Großstädten sind dort 45,5 Prozent der Ratsmitglieder Frauen. Zwei Drittel der Dezernenten sind weiblich. Oberbürgermeister der Stadt an der Mosel ist jedoch ein Mann, wie in den meisten Städten: Nur 14 Prozent der OBs sind weiblich. Für die Bewertung wurden die Geschlechteranteil

Knobloch fordert „aufgeklärten Patriotismus“

Zum 75. Jahrestag der Progromnacht vom 9. November 1938 fordert die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, einen "aufgeklärten Patriotismus": "Junge Menschen dürfen stolz auf unsere Heimat sein. Aber: mit einem Unterbau aus Erkenntnis", schreibt Knobloch in einem Gast-Kommentar der "Bild-Zeitung" (Samstagausgabe). Vielen erscheine der Holocaust weit entfernt von der eigenen Lebensrealität, so Knobloch.

Bericht: Krach in der Union über Integrationspolitik

Die interne Verärgerung über den Verlauf der Koalitionsverhandlungen hat bei der Union eine neue Eskalationsstufe erreicht. Nach Informationen der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe) haben die Innen- und Rechtspolitiker bei den jüngsten Koalitionsverhandlungen einen mit der SPD bereits verabredeten Beschluss der Unterarbeitsgruppe "Integration und Migration" wieder zurückgezogen, weil dieser in vielen Passagen zu SPD-lastig geraten sei. Bei einer unionsint

SED-Diktatur: Jahn fordert leichtere Entschädigung für politische Häftlinge

Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, fordert, die Entschädigung politischer Häftlinge aus DDR-Zeiten zu erleichtern und die Beweislast umzukehren. "Es darf nicht sein, dass die Opfer der SED-Diktatur, die krank aus dem Gefängnis gekommen sind, nachweisen müssen, warum sie in welcher Zelle krank wurden", sagte er der "Berliner Zeitung" (Online-Ausgabe). "Hier ist der Staat gefragt, wenn er Zweifel hat, die Überprü