Väter sind nicht gleichberechtigt

Väter sind nicht gleichberechtigt

Für Männer gilt die Benachteiligung, wenn sie Väter sind. Denn wenn sie mit der Mutter ihrer Kinder nicht verheiratet sind, befinden sie sich rechtlich in der schwächeren Position. Es hängt von der Mutter ab, ob die Vaterschaft anerkannt und das Sorgerecht geteilt wird. Unverheiratete, leibliche Väter haben nur Anspruch auf Umgang, wenn es dem Kindeswohl dient. Das ist nicht mehr zeitgemäß und das Urteil der Verfassungsrichter folgerichtig. Die bisherige

Das Ende der Gängelung

Das Ende der Gängelung

Was vom Bericht der Expertenkommission zur Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs bekannt ist, lässt hoffen: Die Zeit der Diffamierung könnte vorbei sein. Richtet sich die Ampel nach den Empfehlungen, wird Paragraf 218 aus dem Strafgesetzbuch verschwinden. Dort hatten die Bestimmungen, unter welchen Voraussetzungen eine Abtreibung vorgenommen werden darf, nichts zu suchen. Wenn eine Frau über ihren Körper selbst bestimmt, verübt sie keine Straftat, sondern nimmt ein Gr

Klimaklage: Das ist Sache gewählter Volksvertreter

Klimaklage: Das ist Sache gewählter Volksvertreter

(…) Nun haben Schweizer Seniorinnen in Straßburg recht bekommen, die ihrer Regierung zu wenig Engagement beim Klimaschutz vorwerfen und argumentieren, ältere Menschen seien durch den Klimawandel besonders gefährdet. Eine Klage von portugiesischen Jugendlichen wurde zwar aus formalen Gründen nicht zugelassen, doch es zeigt sich zunehmend die Bereitschaft der Gerichte, der Politik beim Klimaschutz Beine zu machen.Dieser Trend wird sich nach dem Urteil vom Dienstag gegen sie

Politik/Sachsen-Anhalt/Rundfunkbeitrag / Bürgermeister in Sachsen-Anhalt wollen keinen Rundfunkbeitrag mehr eintreiben

Politik/Sachsen-Anhalt/Rundfunkbeitrag / Bürgermeister in Sachsen-Anhalt wollen keinen Rundfunkbeitrag mehr eintreiben

In den Rathäusern Sachsen-Anhalts wächst die Unzufriedenheit mit dem geltenden System zum Eintreiben des Rundfunkbeitrags. Für die Vollstreckung ausstehender Zahlungen sind die Kommunen zuständig. Viele Rathauschefs würden die aufwendige und konfliktträchtige Aufgabe aber am liebsten loswerden, wie die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Mittwochausgabe) berichtet.

"Viele Kommunen melden uns, dass die Vollstreckung des Rundfunkbeitrags für sie e

Neuer Investor will mehr als 70 Galeria-Filialen übernehmen

Neuer Investor will mehr als 70 Galeria-Filialen übernehmen

Der designierte neue Eigentümer will "mehr als 70 Filialen" der insolventen Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof übernehmen – das erfuhr die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ, Mittwochausgabe und waz.de) aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen. Sie bestätigten auch, dass die Vorentscheidung im Bieterkampf um den insolventen Essener Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof auf den US-Investor NRDC Equity Partners und den frühere Dior-Chef Bernd Beetz gefa

Kriminologe Thüne will Kriminalstatistik reformieren

Kriminologe Thüne will Kriminalstatistik reformieren

Der Kieler Kriminologe Martin Thüne will die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) in ihrer jetzigen Form abschaffen und durch eine bessere Datengrundlage ersetzen. In einem Interview der "Frankfurter Rundschau" (Mittwochsausgabe, 10.4.2024) sagte Thüne, generell sei die Polizeiliche Kriminalstatistik "eine problematische Dantegrundlage. Auf dieser Basis zu sagen, Deutschland sei unsicher geworden, halte ich für Unsinn."

Thüne erläuterte in der FR: &q

Erzbistum Köln weist Schmerzensgeldanspruch eines Missbrauchsopfers zurück / Kein „Zusammenhang mit kirchlichen Dienstpflichten ersichtlich – Juristen reagieren mit Unverständnis

Erzbistum Köln weist Schmerzensgeldanspruch eines Missbrauchsopfers zurück / Kein „Zusammenhang mit kirchlichen Dienstpflichten ersichtlich – Juristen reagieren mit Unverständnis

In einem Schmerzensgeld-Prozess, den ein Missbrauchsopfer des Serientäters und ehemaligen Priesters Hans Ue. gegen das Erzbistum Köln angestrengt hat, lehnt das Erzbistum eine Amtshaftung ab und verlangt, die Klage zurückzuweisen. Dies berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag-Ausgabe) unter Berufung auf die Klage-Erwiderung der Bistumsanwälte. Die Taten, die bis zur vollendeten Vergewaltigung reichten, seien allesamt in Ue.s Wohnung begangen worden. Ein

Berliner Morgenpost: Staat versagt bei Sterbehilfe / ein Kommentar zum Urteil gegen einen Berliner Arzt von Birgitta Stauber

Berliner Morgenpost: Staat versagt bei Sterbehilfe / ein Kommentar zum Urteil gegen einen Berliner Arzt von Birgitta Stauber

16 Jahre Depressionen. 16 Jahre Therapien, 16 Jahre Psychopharmaka. Man muss kein Arzt sein, keine Therapeutin, um zum Schluss zu kommen: Die 37-jährige Studentin hatte einen langen Leidensweg hinter sich, bevor ihr der Berliner Arzt Christoph T. eine Todesspritze anlegte, deren Inhalt sie sich selbst in die Vene schoss. Das Gericht befand nun: Die Studentin war aufgrund ihrer schweren psychischen Erkrankung nicht in der Lage, frei und unbeeinflusst ihren Willen zu äußern. Ihr Ar

Berliner Morgenpost: Warten auf die Umsetzung / ein Kommentar zum neuen Berliner Schulgesetz von Nicole Dolif

Berliner Morgenpost: Warten auf die Umsetzung / ein Kommentar zum neuen Berliner Schulgesetz von Nicole Dolif

Berlin steckt seit Jahren tief in der Bildungskrise. Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in Vergleichsarbeiten sind dramatisch schlecht, ihnen fehlen Basiskompetenzen in Deutsch und Mathe. Der dramatische Lehrermangel und die fehlenden Schulplätze machen die Situation nicht gerade einfacher.

Wir müssen uns nichts vormachen: Einen schnellen Weg aus dieser Misere gibt es nicht. Aber eine schrittweise Verbesserung, die ist durchaus zu erreichen. Dafür hat die Bildu

MZ zur Idee einer Amnestie bei Corona-Verstößen

MZ zur Idee einer Amnestie bei Corona-Verstößen

Doch die damalige Zeit war alles andere als lustig, es ging darum, Menschenleben zu schützen. Dazu gab es Gesetze und Vorschriften, die als geltendes Recht einzuhalten waren. Einige wurden von Gerichten als unverhältnismäßig gekippt, andere hatten auch vor den Gerichten Bestand oder es wurde gar nicht geklagt. Eine Amnestie für Corona-Verstöße würde die Mehrheit der Bevölkerung nachträglich vor den Kopf stoßen, die sich damals an alle Reg