Verbraucherschützer und Kunden beschweren sich
gleichermaßen über die Geldinstitute. Sie monieren schlechte Beratung
und Mängel in der Aufklärung über Finanzprodukte. Viele Bankberater
stehen nach wie vor unter hohem Verkaufsdruck und versuchen, dem
Kunden das für die Bank lukrativste Angebot unterzujubeln. Die
Kontrolle durch die Behörden ist bislang viel zu lasch. Deshalb ist
der Plan, demnächst staatliche Testkunden in die Banken zu entsenden
Die Forderungen nach einem Ausstieg aus der
Europäischen Währungsunion nehmen zu. Prof. Werner Abelshauser,
Wirtschaftshistoriker an der Universität Bielefeld, verlangt jetzt
die Rückkehr zur Deutschen Mark. Ebenso sollten alle anderen Ländern
zu ihren Währungen zurückkehren.
Im Interview mit dem in Bielefeld erscheinenden WESTFALEN-BLATT
(Samstagsausgabe) entwirft der Wissenschaftler das Modell einer
Währungsschlange, wie es sie in Europa von 19
Im Streit um die Kündigung eines hohen
Verdi-Funktionärs am Flughafen Leipzig spielt das
Sicherheitsunternehmen Kötter auf Zeit. Das berichtet die in
Düsseldorf erscheinende Zeitung "Rheinische Post" (Samstagsausgabe)
unter Berufung auf die Gewerkschaft Verdi. Ursprünglich hatte Kötter
nach massiver Kritik an dem Rauswurf angekündigt, am heutigen Freitag
über den Verbleib des Mitarbeiters, der zugleich Mitglied der
Verdi-Bundestarifkommissi
Der Themenbereich Euro- und Schuldenkrise
beschäftigt die Menschen immer mehr: Mit 54 Prozent ist es nach
Meinung der Befragten aktuell das mit weitem Abstand wichtigste
politische Thema in Deutschland (Juni: 41 Prozent; Mai: 33 Prozent).
Dabei spricht sich mit 61 Prozent eine deutliche Mehrheit dagegen
aus, dass den Ländern unter dem Euro-Rettungsschirm mehr Zeit
eingeräumt wird, um die vereinbarten Sparziele zu erreichen (dafür:
31 Prozent; weiß nicht: 8 Prozen
Kahlschlag bei PSA, Chefrücktritt bei Opel –
jetzt tritt das ein, was Autoexperten seit Jahren voraussagen: Werke
in Europa müssen geschlossen werden, auch die eine oder andere Marke
dürfte untergehen. Es ist erst der Anfang. Peugeot/Citroën und Opel
haben ähnliche Probleme: Sie sind weitgehend auf den kriselnden Markt
Europa fixiert – da macht es keinen Unterschied ob per Konzerndiktat
gezwungenermaßen wie Opel oder aus eigenem Versäumnis wie die
Franzo
Zweifellos war gestern ein turbulenter Tag für die europäische
Automobilindustrie: Vormittags kündigte der PSA-Konzern die
Schließung eines Werkes bei Paris und den Abbau von 8000 Jobs an, am
Nachmittag trat Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke zurück. Den
europäischen Patienten geht es immer schlechter.
Beide Nachrichten haben miteinander zu tun. Bis auf VW stöhnen
Europas Volumenhersteller unter einbrechenden Märkten,
Nach einem mäßigen Start in das neue Jahr ist
SAP im zweiten Quartal ein Husarenritt gelungen. Mit den gestern
vorgelegten vorläufigen Zahlen überspringen die Walldorfer bei den
Lizenzerlösen alle von einschlägigen Diensten ausgewerteten
Analystenerwartungen und durchbrechen bei dieser für
Softwareunternehmen entscheidenden Kenngröße erstmals in einem
zweiten Quartal die Milliardenschwelle. Dies führte dazu, dass SAP am
Donnerstag im Dax
Andere Autohersteller produzieren am
laufenden Band Wagen, Opel produziert am laufenden Band Krisen. Nun
also wieder eine Führungskrise. Angesichts der an Volten reichen
Trauergeschichte des Unternehmens, die von äußerst kurzen
Halbwertszeiten ihrer Sanierungspläne und Vorstandschefs geprägt ist,
sollte die gestrige Demission von Karl-Friedrich Stracke eigentlich
nicht überraschen – auch seinem Vorgänger Nick Reilly war keine
längere Amtszeit verg&o
Wieder so ein zweifelhafter Vorschlag. Wieder mal
von der EU-Kommission. Und wieder mal ist die Kommission weit über
ihr gesetztes Ziel hinausgeschossen – die Pflicht zum jährlichen
TÜV-Besuch ist Geldschneiderei und ein Ausdruck von Regelungswut.
Dabei klingt der Vorschlag zunächst sinnvoll: Häufigere Kontrollen
für alte Autos machen die Straßen sicherer. In der Theorie mag das
sicherlich stimmen. In der Praxis sieht das schon deutlich anders
aus: Das
Opelaner zu sein war einmal etwas ganz
Besonderes. So besonders wie die Opel Kapitän, Diplomat oder Kadett,
die zu Hunderttausenden auf Europas Straßen rollten. Damals war die
Welt für den Autobauer mit Blitz im Firmenzeichen noch in Ordnung.
Lang ist–s her. Die Zeiten sind schlechter geworden.
Aber so schlimm wie jetzt waren sie noch nie. Inzwischen ist es
für Tausende von Beschäftigten ein stetes Wechselbad der Gefühle, für
die GM-Tochter zu arbeit