
Nürnberg, 11. September 2026 Ab 27.09.2026 gilt ohne Übergangsfrist ein gesetzliches Verbot von täuschenden oder irreführenden Aussagen zu Umwelt und Nachhaltigkeit. Im August verstießen laut einer Studie noch 51 Prozent der untersuchten Unternehmen und Websites gegen die dann geltenden rechtlichen Vorgaben.
Die EU-Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition“, kurz EmpCo, wird in Deutschland hauptsächlich durch das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, UWG, umgesetzt. Ziel ist es, Greenwashing zu verhindern und die Verbraucher vor täuschenden Aussagen zu schützen. EmpCo wurde bereits 2024 verabschiedet, Unternehmen hatten also über 2 Jahre Zeit, sich auf die Regelungen vorzubereitenZiel der EU-Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition“ ist es, Greenwashing zu verhindern und Verbraucher vor täuschenden Aussagen zu schützen. EmpCo wurde 2024 verabschiedet, Unternehmen hatten über 2 Jahre Zeit, sich vorzubereiten.
Laut einer Wortliga-Studie im Auftrag der Marketingagentur media4nature verstieß noch im August ein signifikanter Anteil von Unternehmen gegen die gesetzlichen Vorgaben. Ab 27. September 2026 drohen dafür Geldbußen bis zu 4 Prozent des Jahresumsatzes.
51 Prozent verhalten sich (noch) nicht gesetzeskonform
Im Rahmen der Studie wurden 578 Unternehmens-Websites untersucht und dabei 476 Dokumente / Sites mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen verifiziert. 36 Prozent hielten alle Vorgaben ein, 51 Prozent verstießen. Im Einzelnen:
* pauschale Umweltaussagen ohne Erläuterung („klimaneutral“, „umweltschonend“)
* Vergleiche ohne Bezugs-Nennung und Superlative
* eigene, selbst entworfene Nachhaltigkeitssiegel
* die Bewerbung von „klimaneutral“, erreicht durch Zertifikate oder Ausgleich.
Sobald Unternehmen eigene Nachhaltigkeitsaussagen treffen, ist das Risiko eines Verstoßes hoch. Mehr als jeder Zweite patzte.
„In der Nachhaltigkeitskommunikation haben sich Floskeln festgesetzt. Aussagen, die gut klingen, die aber jeder Verbraucher anders versteht. Die Einführung der EmpCo heißt für Marketer, konkret und transparent zu werden – in Sprache und Darstellung“, freut sich Magnus Herkner Hetz, Gründer von media4nature.