Zahl des Monats Januar 2020: mindestens 3

Keine Rabattverträge im Exklusivmodell mehr – das wünscht sich
eine wachsende Zahl der Akteure, die in Deutschland die Arzneimittelversorgung
stemmen und Tag für Tag mit Lieferengpässen zu kämpfen haben. Kurz vor
Verabschiedung des “Faire-Kassenwettbewerbs-Gesetzes”, in das
Gesundheitsminister Jens Spahn auch Maßnahmen gegen Lieferengpässe aufnehmen
will, wird deutlich: Die Mehrheit der Versorger will, dass Rabattverträge mit
drei Herstellern abgeschlossen werden.

Unsere Zahl des Monats Januar lautet deshalb: mindestens drei.

– Ob Ärzteschaft, Klinikapotheker, Apotheker, Herstellerverbände,
Großhändler oder die Deutsche Krankenhausgesellschaft – sie alle
liefern in Stellungnahmen, Positionspapieren oder öffentlichen
Statements ein einmütiges und klares Plädoyer für eine
Einführung der Mehrfachvergabe in Rabattverträgen.

– Der Grund dafür liegt darin – das bestätigen Studien des
IGES-Instituts und des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts (DAPI)
der ABDA – dass Rabattverträge, die im Exklusivmodell
abgeschlossen werden, verstärkt zu Lieferengpässen führen.

– Werden die Rabattverträge aber mit mindestens drei Unternehmen
geschlossen, die ihre Wirkstoffe aus wenigstens zwei Quellen
beziehen, erhöht das die Liefersicherheit.

Dabei ist nicht zu befürchten, dass eine Mehrfachvergabe zur Abschaffung der
Rabattverträge und somit zu höheren Ausgaben für die Krankenkassen führt.
Vielmehr können die Krankenkassen jederzeit – und das ist bereits bei jedem
dritten Vertragsschluss der Fall – Rabattverträge auch nach dem sogenannten Open
House Modell abschließen. Hier legen die Kassen die Höhe des von den Herstellern
zu zahlenden Rabatts selbst fest und alle Hersteller des jeweiligen
Arzneimittels entscheiden dann, ob sie dem Vertrag beitreten – was sie
üblicherweise tun.

Eine Mehrfachvergabe in Rabattverträgen bedeutet deshalb nicht unbedingt höhere
Preise für das Gesundheitssystem, sondern vielmehr: mehr Unternehmen, mehr
Produktionsanlagen und mehr Lagerkapazitäten, die für die Sicherung der
Versorgung der Menschen in Deutschland zur Verfügung stehen können.

Pressekontakt:

Pro Generika e.V.
Anna Steinbach
Leiterin Kommunikation
Tel. 030/81616090 / E-Mail: presse@progenerika.de
www.progenerika.de
http://twitter.com/progenerika

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/54604/4498841
OTS: Pro Generika e.V.

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