Befragung von Geflüchteten: Die Mehrheit findet Einsatz von Virtual Reality hilfreich für die Integration

Das An-Institut skip der Hochschule Fresenius,
Fachbereich Wirtschaft & Medien, hat im Rahmen des Virtual Reality
Projekts „Sprach- und Kulturlabor für Geflüchtete“ eine erste
Befragung zur Eignung und Akzeptanz der neuen Virtual Reality
Anwendung (VR) durchgeführt. Insgesamt haben 25 Geflüchtete aus zehn
Ländern an der Erhebung teilgenommen. Das Ergebnis: 96 Prozent der
Befragten waren der Meinung, dass sie durch den Einsatz von VR mehr
erfahren und lernen. Gefördert wird die Initiative von der
Landesregierung NRW.

Wie verhält man sich in einer deutschen Arztpraxis? Welche
Unterlagen benötigt man? Gibt es kulturelle Gepflogenheiten, die zu
beachten sind? In der Testphase des Projektes „Sprach- und
Kulturlabor für Geflüchtete“ konnten die Probanden genau diese
Verhaltensweisen in einem virtuellen Umfeld üben. Während des
simulierten Arztbesuchs wurden zugleich auch kulturelle
Besonderheiten der Stadt Köln vermittelt: Bilder an der Wand
erklärten beispielsweise, was es mit dem rheinischen Grundgesetz und
dem 1. FC Köln auf sich hat. Ziel des gemeinsam mit der
Stadtbibliothek Köln ins Leben gerufenen Pilotprojektes ist es,
Geflüchteten mithilfe einer eigens programmierten VR-Anwendung den
Zugang zum Kölner Kultur- und Sprachraum zu erleichtern und
langfristig eine bessere Integration zu ermöglichen. Mit neuen
Technologien wie Virtual Reality können alltagstypische Situationen
so real nachgestellt werden, dass die Geflüchteten in einem
geschützten Umfeld ohne Druck ihre Ängste abbauen können.

Insgesamt 25 Probanden u.a. aus Syrien und Afghanistan haben an
der Testphase teilgenommen. Zur Bewertung der VR-Anwendung haben
Studierende des Studiengangs Angewandte Psychologie aus Köln einen
Fragebogen konzipiert, der in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Der
Fragebogen umfasst 55 Fragen, beispielsweise zu den demographischen
Daten, dem sprachlichen Hintergrund, der allgemeinen Beurteilung von
VR, dem Wohlbefinden, dem Sprachverständnis und der
Technikbereitschaft. Das Ergebnis: 96 Prozent fanden die VR-Anwendung
sehr hilfreich, um mehr über die deutsche Kultur zu erfahren und die
Sprache zu lernen. 76 Prozent beurteilten das Angebot als eine gute
Ergänzung für Integrationsbemühungen. „Die Aussagen zeigen uns, dass
wir auf dem richtigen Weg sind. Im nächsten Schritt planen wir, die
VR-Anwendung um weitere Alltagssituationen wie im Supermarkt, bei
Behörden und bei Kulturveranstaltungen zu erweitern,“ so Prof. Chris
Wickenden, Initiator des Projekts und Studiendekan 3D Design &
Management an der Hochschule Fresenius.

Über die Hochschule Fresenius

Die Hochschule Fresenius mit ihren Standorten in Frankfurt am
Main, Hamburg, Idstein, Köln, München und den Studienzentren in
Berlin, Düsseldorf und New York ist mit über 12.000 Studierenden die
größte private Präsenzhochschule in Deutschland. Sie blickt auf eine
mehr als 168-jährige Tradition zurück. 1848 gründete Carl Remigius
Fresenius in Wiesbaden das „Chemische Laboratorium Fresenius“, das
sich von Beginn an sowohl der Laborpraxis als auch der Ausbildung
widmete. Seit 1971 ist die Hochschule staatlich anerkannt. Sie
verfügt über ein sehr breites, vielfältiges Fächerangebot und bietet
in den Fachbereichen Chemie & Biologie, Design, Gesundheit &
Soziales, onlineplus sowie Wirtschaft & Medien Bachelor- und
Masterprogramme in Vollzeit sowie berufsbegleitende und
ausbildungsbegleitende (duale) Studiengänge an. Die Hochschule
Fresenius ist vom Wissenschaftsrat institutionell akkreditiert. Bei
der Erstakkreditierung 2010 wurden insbesondere ihr „breites und
innovatives Angebot an Bachelor- und Master-Studiengängen“, „ihre
Internationalität“ sowie ihr „überzeugend gestalteter Praxisbezug“
vom Wissenschaftsrat gewürdigt.

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