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Currywurst gegen Gemüse-Kebab

Pressemitteilung

Sommerausgabe 03/2012 Umweltmagazin zeo2 erscheint Ab sofort am
Kiosk und im Abo unter https://www.taz.de/zeitung/abo/zeozwei/

Titelgeschichte zum weltweit wachsenden Fleischhunger und den
Folgen für das Klima – Klaus Töpfer im Interview: „Angela Merkel an
der Energiewende messen“ – Desertec in Nöten: Interne Unterlagen
zeigen riesigen Subventionsbedarf – Interview mit Sigmar Gabriel zur
Krise der Solarindustrie: „Den Chinesen klar machen, dass es so nicht
geht“ – Standpunkte zu Ressourcen, Hitzewellen und Glück in China –
Und: Wie grün sind die Neonazis?

Am heutigen Dienstag erscheint die zweite Ausgabe des
Umweltmagazins zeo2 nach der Übernahme durch den taz-Verlag. Die
Titelstrecke des weiterhin von der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH)
herausgegebenen Magazins befasst sich mit den ökologischen
Kollateralschäden des weltweit wachsenden Verzehrs von Steaks,
Schnitzeln und Hühner-Nuggets. Wie kommen wir runter vom Fleischberg,
wie kann die Abrüstung in der Bratpfanne gelingen? zeo2 stellt neue
Strategien zur Fleischreduktion vor: den Halbzeitvegetarier, den
Veggie-Schnupperkurs oder den vegetarischen Donnerstag, der aus
Belgien herüber schwappt. Große Unternehmen wie Ikea, Puma oder
Siemens starten in ihren Kantinen vegetarische Tage für die
Belegschaften. Eine junge Generation wächst heran, die dem Fleisch
ohnehin weniger zugeneigt zu sein scheint. Und in den Zentren der
Massentierhaltung schwindet die Akzeptanz für die Tierfabriken – auch
unter konservativen Politikern.

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„Wir erleben den Versuch eines Rollbacks“, beklagt Klaus Töpfer im
zeo2-Gespräch den Fehlstart der Energiewende, der auch die alten
Mächte wieder auf den Plan gebracht habe. Gegen diesen Rollback habe
Angela Merkel ihre ganze Autorität als Regierungschefin und Peter
Altmaier als neuen Umweltminister aufgeboten. Mit Blick auf
Wirtschaftsminister Philipp Rösler erinnert Töpfer daran, dass „die
Energiewende das entscheidende Projekt“ der ganzen Regierung sei. Der
frühere CDU-Umweltminister lehnt ein eigenes Energieministerium zur
Lösung der Probleme ab und fordert stattdessen ein „professionelles
Projektmanagement“.

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Das verlangt auch SPD-Parteichef Sigmar Gabriel, der der
Bundesregierung im zeo2-Interview vorhält, die industriepolitische
Herausforderung im Zusammenhang mit der Krise der deutschen
Solarwirtschaft zu ignorieren: Die Regierung dürfe die Erfolge der
PV-Branche „kurz vor dem Durchbruch nicht einfach aufs Spiel setzen“.
Bundesregierung und EU-Kommission fordert der SPD-Chef auf, in China
gegen die dortige Dumping-Politik zu intervenieren, die den
europäischen Markt mit Produkten überschwemme, die weit unter
Produktionskosten angeboten würden.

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Im „Kampf um die Rohstoffe“ sondieren Industrie, EU und selbst die
Geheimdienste nervös die Versorgungslage. Der Augsburger Professor
für Rohstoff-Strategie, Armin Reller, kritisiert in seinem
Gastkommentar für zeo2, dass die deutsche Rohstoffpolitik ganz auf
die Sicherung des Nachschubs fokussiert bleibe, gleichzeitig fehle
die Sensibilität für einen effizienten und nachhaltigen Umgang mit
Rohstoffen. Das zeige sich insbesondere bei den so genannten
„Gewürzmetallen“, also Spurenelementen wie Indium, die ähnlich wie
Gewürze beim Kochen nur in mikroskopisch kleiner Dosis eingesetzt
werden – z.B. in elektronischen Massenprodukten wie
Flachbildschirmen, iPads oder Handys. Reller: „Die Recyclingquote
liegt bei Gewürzmetallen unter einem Prozent.“ Man könne nur hoffen,
„dass ein Teil der Stoffe auf Mülldeponien landet, wo man sie in 20
Jahren mit großem Aufwand wieder ausgraben kann.“

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Bei Hitzeperioden wie im Sommer 2010 in Russland fragen
Journalisten regelmäßig: Liegt das an der globalen Erwärmung? Der
Klimawissenschaftler Stefan Rahmstorf (PIK-Potsdam) zeigt in seinem
Standpunkt unter dem Titel „Immer mehr Schwarze Schwäne“, dass
ungewöhnliche Hitzewellen immer gewöhnlicher werden. Neue Analysen
lassen erkennen, inwieweit Wetterextreme heute auf die globale
Erwärmung zurückzuführen sind.

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Jetzt sind wir reich. Sind wir jetzt glücklich?, fragt Bai
Yansong, einer der bekanntesten Journalisten Chinas und Anchorman des
Fernsehsenders China Central Television und gibt auch gleich die
Antwort: Nein! Das rasante Wirtschaftswachstum in China habe Menschen
ohne Glauben in einer Gesellschaft ohne Ideale zurückgelassen. Bai
stellt das Leistungs- und Wachstumsmantra in Frage – auf chinesische
Art.

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Eine Ein-Jahres-Zwischenbilanz der Amtszeit des ersten grünen
Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann zieht der Essener
Politikwissenschaftler Claus Leggewie. Es war ein turbulentes Jahr,
schreibt der Gastautor, „und wir erlebten einen
baden-württembergischen Ministerpräsidenten, der eher durch
Bekenntnisse zu Froschkutteln und Trollinger auffiel, als durch
spektakuläre umwelt-, energie- oder klimapolitische Initiativen.
Dennoch: Er bleibt ein Hoffnungsträger.“ Leggewie outet sich als
Sympathisant von Kretschmann, verlangt aber mehr ökologisches
Leadership. Leggewie: „Kretschmann hat die richtige Mischung aus
Landesvater-Attitüde und politischen Inhalten noch nicht gefunden.“
Auch sein Daimler-Dienstfahrzeug mit dem viel zu hohen Ausstoß an CO2
solle er schleunigst aus dem Verkehr ziehen.

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Neonazis auf Grüner Welle: Ökologische Grüße von der NPD – Sie
sind gegen grüne Gentechnik und Massentierhaltung, manchmal auch
gegen Atomkraft. Sie sind für Erneuerbare Energien und
Biolandwirtschaft: wie die rechtsradikale Szene die Umwelt besetzt.

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Außerdem: Portrait Nina Scheer; Solar: Rettungsanker Forschung und
Fortschritt; Politik: Bayern will dem Biber ans Fell; Transition
Towns: Die Vorreiter in Frankreich; El-Salvador: Ein Dorf im
Klimawandel; Indien-Kooperation: Fuss-Verkehr; Mobilität: Twizy, der
coole Mini-Stromer; Reise: 40 Jahre Interrail; Basta: Witze über
Claudia Roth.

Pressekontakt:
Marcus Franken, zeo2-Chefredaktion, E-Mail: franken@zeozwei.de, Tel.
0303926133

Manfred Kriener, zeo2-Chefredaktion, E-Mail: kriener@zeozwei.de, Tel.
1755669661

Dr. Gerd Rosenkranz, Deutsche Umwelthilfe e.V., Mobil: 0171 5660577,
Tel. 030 24008670, E-Mail: rosenkranz@duh.de

Weitere Informationen unter:
http://


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