Wer mit der Bahn verreist, kommt zu 99,9 Prozent
sicher an. Die Feststellung muss erlaubt sein, auch wenn sie nicht
das Leid der Angehörigen der Toten von Oschersleben mildert.
Autofahrer haben ein 63 Mal höheres Risiko getötet zu werden als
Fahrgäste in einem Zug. Dieses Sicherheitsniveau muss bleiben. Gerade
deshalb wird die Bahn, die das Schienennetz betreibt, nach der
Katastrophe in Sachsen-Anhalt erklären müssen, wieso die Züge
ungebremst und ungewar
Ägypten bricht zusammen. In knapp einer Woche
verwandelte sich der arabische Musterschüler in puncto Stabilität in
ein brodelndes Chaos. Sechs Tage ringt das Volk nun schon mit seinem
verhassten Pharao, der sich stur und starr an seinen Thron klammert.
30 Jahre umnebelt vom Weihrauchdunst seiner Höflinge, vermag der
greise Diktator nicht mehr zu begreifen, dass seine Zeit abgelaufen
ist. Stattdessen agiert Hosni Mubarak als Todesengel am Nil, der
lieber alles mit sich
Die Bilder von Polizisten, die auf
Demonstranten losgehen, und von Demonstranten, die Polizisten
angreifen, sowie von Panzern in Scharm el Scheich lassen darauf
schließen, dass Ägypten den Weg gehen wird, den Tunesien bereits
eingeschlagen hat. Die Vorgeschichte beider Umstürze ist ähnlich.
Doch das nahende Ende der Herrschaft von Husni Mubarak könnte
weitreichendere Folgen haben. Wenn der starke Mann Ägyptens fällt,
dann ist die Nahost-Politik der Vere
Über dem Kopf von NRW-Finanzminister Norbert
Walter-Borjans brauen sich dunkle Wolken zusammen. Er muss anfangen,
sich über seine politische Zukunft Sorgen zu machen, wenn sich
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (beide SPD) genötigt sieht, in
einer Serie von Interviews zum Wochenende ihrem angeschlagenen
Kassenwart den Rücken zu stärken und Rücktrittsforderungen für absurd
zu erklären. Kraft hat zwar recht, wenn sie sagt, es sei eine gute
Nachr
Gut läuft es für Bundesverteidigungsminister zu
Guttenberg gerade nicht: Der fragwürdige Tod eines Soldaten in
Afghanistan, die Vorgänge auf der Gorch Fock, die geöffnete Feldpost
– alles für sich genommen, dürfte keiner dieser Vorfälle einen
Minister in Schwierigkeiten bringen. Und selbst alle drei zusammen
wären mit klugem Management zu beherrschen. Das aber ist exakt das
Problem des Ministers. Seine Reaktionen auf die Affären gleichen eh
Nichts werde in Ägypten mehr so sein wie bisher, so
Westerwelle am Sonntag. Spiegelt sich in solch sibyllinischer
Äußerung mehr Hoffnung oder mehr Befürchtung? Er und Angela Merkel
suggerieren zwar Sympathie für die Demonstranten in Kairo – je mehr
es werden und je ähnlicher die Vorgänge dort denen in Tunis zu werden
drohen. Doch die Gretchenfrage »Wie hältst du es mit Mubarak?« zieht
man weiterhin vor, nicht zu beantworten. Heute sind Kan
In der durch einen tragischen Zwischenfall am
Samstag unterbrochenen Debatte um das sonderbare Vermögen des
Kirchenkreises Herford erweist sich dessen Leiter Michael Krause als
umsichtiger Krisenmanager. Der junge Superintendent gibt der Empörung
jenes Teils der Basis Raum, der sich durch das Zurückhalten der
Informationen über das Sondervermögen gekränkt und missachtet fühlt.
Ebenso energisch wie unaufgeregt macht er den Aufklärern den Weg
frei. Er
Wie lange wird sich Hosni Mubarak noch als
Präsident an der Macht halten können? Ein paar Wochen, vielleicht nur
ein paar Tage? Der Westen mag sich von Mubarak noch nicht trennen,
beschränkt sich auf laue Appelle zum Schutz der Menschenrechte.
Reichlich spät, und vermutlich zu spät. In der Vergangenheit hat man
solche Forderungen kaum öffentlich vernommen. All die deutschen
Außenminister der vergangenen Jahre, die schnell lautstark bei der
Sache sind, we
Die Frage drängt sich auf, wie sicher die Schiene
ist. Bereits gut 300 zumeist private Verkehrsunternehmen agieren
bundesweit im Personen- und Güterverkehr. Obwohl alle die
gesetzlichen Vorgaben erfüllen, muss man die Suche nach
Schwachstellen forcieren. Dazu zählt die Gefahrenanalyse der
eingleisigen Abschnitte vor allem auf Nebenstrecken des 34 000
Kilometer langen Gleisnetzes. Es ist mehr als eine der schwärzesten
Stunden für die Bahn.