Stuttgarter Nachrichten: zum Steiger-Award:

Ausgerechnet Schröder, der Ex-Kanzler. Wie wird
er jetzt Recep Tayyip Erdogan lobhudeln? Wenn er am Samstag dem
türkischen Premier den Steiger-Award überreicht, mit dem
"Gradlinigkeit, Offenheit, Toleranz und Menschlichkeit" gewürdigt
werden sollen. Es kann nur einen Grund für die Wahl dieses
Preisträgers geben: Die Veranstalter haben keine sinnvolle Verwendung
mehr für ihr glasumhülltes Kohlestückchen. Wer ein Quäntchen Ehre im
L

NRZ: Kommentar zu Norbert Röttgen von JAN JESSEN

Vor einigen Tagen hat Norbert Röttgen das marode
Atomlager Asse in Niedersachsen besucht. Die Asse ist ein altes
Salzbergwerk. Unten, in 750 Meter Tiefe, begegnete Röttgen einem
Bergmann. Der Bergmann sagte: "Glück auf!". Röttgen antwortete:
"Guten Tag". Ein kleiner Lapsus, mag sein. Aber auch ein Indiz dafür,
dass es in den kommenden drei Monaten nicht einfach werden wird für
den Christdemokraten, der sich anschickt, Ministerpräsident

NRW: Polizeigewerkschaft warnt vor Personalmangel

Aufgrund einer anstehenden Pensionierungswelle warnt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor einem Personalmangel bei der Polizei in Nordrhein-Westfalen. Nach Berechnungen der GdP könnten bis zum Jahr 2020 knapp 1.000 Polizisten im Land fehlen, wenn die Zahl der Einstellungen nicht erhöht werde. Der GdP-Landesvorsitzende Frank Richter forderte deshalb gegenüber der WAZ-Mediengruppe (Freitagsausgaben), ab 2013 jährlich 300 Kommissar-Anwärter mehr einzustellen. "Egal,

Mitteldeutsche Zeitung: zu Afghanistan

Das Hin und Her straft die gesamte
Afghanistan-Rhetorik Lügen. Es gibt dort keine Demokratie, wie
versprochen. Es gibt keinen irgendwie funktionsfähigen Staat. Auch
die Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die Afghanen ist nichts
anderes als eine Floskel, weil es eine funktionierende Polizei und
Armee ebenfalls nicht gibt. Tatsächlich ist der Westen vor aller
Augen gescheitert, so wie einst die Russen in Afghanistan gescheitert
sind. Es ist sinnlos geworden, das

Mitteldeutsche Zeitung: zu Lindner und FDP

Die Liberalen fliegen am 13. Mai mit großer
Wahrscheinlichkeit aus dem Landtag – wie im Saarland und womöglich in
Schleswig-Holstein. Als geschlagener General hätte Lindner nur noch
die FDP-Fahne einrollen und mit Parteichef Philipp Rösler abdanken
können. Jetzt geht er als kleiner Leutnant in den Wahlkampf – getreu
dem Motto, "du hast keine Chance, also nutze sie." Lindner dürfte die
mickrigen Umfragewerte zumindest nach oben korrigieren. Er setzt a

Mitteldeutsche Zeitung: zu alternativen Treibstoffen

Die künftigen Biokraftstoffe, die aus Pflanzenresten
gewonnen werden, sind ein wahrer Fortschritt. Sie konkurrieren
nicht mehr mit Nahrungsmittel-Rohstoffen und sind für das Klima
besser als der bisherige Biosprit. Sie können aber nur einen Teil der
künftigen Mobilität sichern. Hohe Benzinpreise lassen sich so kaum
verhindern. Erdöl und Erdgas bleiben in den nächsten Jahrzehnten die
Antriebsstoffe der Weltwirtschaft. Durch neue Fördermethoden werden

Westdeutsche Zeitung: Vom Umgang mit dem künftigen Bundespräsidenten Gauck – Ein Volk von Haar-in-der-Suppe-Suchern? Ein Kommentar von Martin Vogler

Gibt es wirklich so ein typisch deutsches
Phänomen, das sich in Begeisterung an der Demontage Erfolgreicher und
Schadenfreude auslebt? Das Thema Bundespräsident scheint als
Lehrbeispiel dafür zu taugen.

Da hackt erstmal fast das ganze Land auf einem – zugegeben –
ungeschickt agierenden und angreifbaren Christian Wulff herum und
ergötzt sich an echten oder vermeintlichen Verfehlungen, die bei
anderen weniger spannend wären. Glücklicherweise scheint nach sein

Nach Amoklauf: Karsai wirft USA mangelnde Kooperation vor

Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat den Vereinigten Staaten vorgeworfen, bei der Untersuchung des Amoklaufs eines US-Soldaten nur mangelhaft zu kooperieren. Der Delegation, die er zur Untersuchung des Amoklaufs entsandt habe, sei seitens der USA nicht die erwartete Kooperation entgegengebracht worden, erklärte der afghanische Präsident am Freitag bei einem Treffen mit den Angehörigen der 16 getöteten Zivilpersonen. Die Angehörigen erklärten, dass es bei

WAZ: Eine peinliche Vorstellung. Kommentar von Rolf Obertreis

Was sich bei der Deutschen Bank abspielt, ist mehr
als peinlich. Eminent wichtige Personalien dringen über die "Bild"
nach außen, während die Bank schweigt. Die Folge: Es wird wild
spekuliert, was der künftige Co-Chef Anshu Jain mit seiner
Personalrochade im Schilde führt. Wer geglaubt hat, damit sei der
Irrungen und Wirrungen nun genug, schlug sich gestern die Hände vor
den Kopf. Jain bekommt seinen wichtigsten Kandidaten für den Vorstand
bei