Mitteldeutsche Zeitung: zu Solarenergie und Q-Cells

Billigprodukte wie Solarzellen lassen sich im
Hochlohnland Deutschland nicht mehr produzieren. Die Unternehmen
sollten lieber heute als morgen auslagern. Solche Schlussfolgerungen
sind aber allzu einfach und gefährlich. Die Herstellung von
Solarzellen und -modulen hat nichts mit Turnschuh-Produktion zu tun.
Die Lohnkosten liegen vielfach unter zehn Prozent der Gesamtkosten.
Durch eine effiziente Fertigung und die Nähe zu europäischen Märkten
können hiesige Produze

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar Mittelbayerische Zeitung zu Zeitmanagement

Was mir am meisten fehlt, das ist Zeit, hört
man oft. Und in der Tat: Wer einen Vollzeitjob hat und/oder Beruf und
Familie unter einen Hut bekommen muss, ist gezwungen, sich den Tag
gut einzuteilen – um ein wenig Luft für persönliche Dinge zu haben.
Die meisten versuchen das durch eine straffe Terminplanung oder
buchen gar ein Seminar für Zeitmanagement. Doch weil wir Zeit alle
anders empfinden, kommt man mit scheinbar objektivierbaren Methoden
hier nicht wirklich weite

Mitteldeutsche Zeitung: zu Anti-Folter-Bericht und deutsche Gefängnisse

Es ist wichtig, dass es unabhängige Institutionen
wie die Anti-Folter-Stelle gibt, die genauer hinsehen können, was in
Gefängnissen passiert und wie Häftlinge dort leben. Dabei geht es
nicht um Mitleid, sondern um menschenwürdige Haftbedingungen, die ja
eigentlich den Resozialisierungsgedanken unterstützen sollten. Leider
ist da in etlichen Gefängnissen Fehlanzeige. Nach dem jetzt
vorgelegten Bericht entsteht der Eindruck, dass die Insassen unter
hygi

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar Mittelbayerische Zeitung zur elektronischen Gesundheitskarte

Die elektronische Gesundheitskarte kommt. Die
Vorteile liegen auf der Hand: Keine zerfledderten, unauffindbaren
Impfpässe mehr, schnelle Notfallbehandlung, keine Doppelbehandlungen
oder langwieriges Nachsenden von Dokumenten. So tauschen die meisten
Menschen ihre alten Karten auch anstandslos gegen die neuen ein. Wenn
irgendwann das volle Potenzial der elektronischen Speicherkarte
ausgeschöpft wird, sollten die Kunden allerdings aufmerksam sein.
Krankendaten gehören zu dem I

Westfalenpost: Kommentar zu Energie /Verbraucher /Umwelt /Das Gasauto setzt sich am Mark nicht durch /Von Martin Korte

Und wieder grüßt das Murmeltier! Kaum haben die
Benzinpreise eine neue Rekordmarke erreicht, da zaubern Experten und
interessierte Kreise wieder das Auto mit Gasantrieb aus dem Hut. Eine
vernünftige Alternative bietet diese Antriebstechnik schon seit
Jahren, allein: Am Markt setzt sich das Gasauto nicht durch. Im
Januar und Februar wurden 99 Prozent der Neuzulassungen mit einem
konventionellen Verbrennungsmotor ausgeliefert. Deutsche Autofahrer
legen ein extremes Beharrungs

Mittelbayerische Zeitung: Leitartikel Mittelbayerische Zeitung zu Portugal

Was Griechenland nicht geschafft hat, könnte
Portugal erreichen: Das Auseinanderbrechen der Eurozone – wenn die
Politiker sich nicht zusammenreißen. Vom vermeintlichen Wundermittel
Schuldenschnitt lassen Europas Spitzenköpfe künftig besser die
Finger, so wie sie es versprochen haben. 2010 lag das Staatsdefizit
Portugals bei 9,8 Prozent. Daher schlüpfte es im April 2011 unter den
Euro-Rettungsschirm. Das konsequente Senken des Haushaltsdefizits ist
Bedingung, damit

Westfalenpost: Kommentar zu Soziales / Kinder/ Herdprämie/ Betreuungsgeld /Der Streit ums Geld: pure Ideologie/Gute Mütter, schlechte Mütter?/Von Harald Ries

Über Jahrzehnte galten in West-Deutschland Mütter,
die ihr Kind in die Krippe oder zur Oma brachten und arbeiten gingen,
als herzlose Rabenmütter. Das war unfair, diskriminierend und dumm.
Inzwischen gelten Frauen, die sich freiwillig dafür entscheiden, bei
den Kindern zu Hause zu bleiben, bei großen Teilen der öffentlichen
Meinung als geistig minderbemittelt oder gesellschaftlich
rückständig. Das ist natürlich ebenso unfair, diskriminierend und

Berliner Zeitung: Kommentar zur Kulturflatrate

Eine pauschale Abgabe für die Nutzung digitaler
Inhalte, Kulturflatrate genannt, ist keine einfache Lösung. Sie gibt
allerdings eine diskussionswürdige Richtung vor. Einmal weil sie in
Hinblick auf die allgegenwärtige Digitalisierung ein gangbarer und,
was die Risiken betrifft, auch gestaltbarer Weg ist, zum anderen weil
sie unserem flexibler gewordenen, werkunabhängigeren Umgang mit
kulturellen Inhalten sehr viel besser Rechnung trägt.

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Berlin

Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zu Umfragewerten der Piratenpartei:

Wenn es, abgesehen von der diffusen
Zuschreibung "Internetpartei", nicht der Inhalt ist, der die Piraten
so sexy macht, was ist es dann? Der Grund ist der Überdruss an allen
anderen Parteien, ihren eingeschliffenen Routinen, ihrer Entfernung
vom Bürger, ihrer – oft bloßen – Behauptung von Lösungskompetenz.
Demgegenüber wirken die Piraten geradezu frisch und unverbogen.
Deshalb surfen sie auf einer Welle der Sympathie. Wie weit die tragen
wird, lässt