Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Sudan

So verquer es ist, dass Islamisten ein absurdes
Hassvideo über ihren Propheten zum Anlass nehmen, um gewalttätig zu
werden, so falsch wäre es jetzt, alle Muslime dafür verantwortlich zu
machen, dass kleine Gruppen Botschaften angreifen, Feuer legen und
töten. Selbst der Mob ist nur aufgewiegelt. Gleichwohl ist mit den
Ausschreitungen eine Stufe erreicht, die Konsequenzen nach sich
ziehen muss. Konsequenzen nicht gegen Menschen, sondern gegen die
Regierungen, die di

RNZ: „Schicksalstage“ – Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg) zu Botschaften/Gewalt

Von Sören Sgries

Erst Libyen und Ägypten, jetzt Tunesien und der Sudan – fast
scheint es, als würde gerade eine zweite Welle des Aufstands durch
den arabischen Raum laufen. Nur, dass sich dieses Mal der Albtraum
der westlichen Welt zu bewahrheiten scheint: Nachdem sich die Völker
von ihren Diktatoren befreit haben, richten sie sich jetzt gegen "den
Westen". Demokratie, Rechtstaatlichkeit, Freiheit – fallen die zarten
Sprösslinge jetzt der Hasswelle zum

Westfalenpost: Frieden im Namen Benedikts Von Joachim Karpa

Pax vobis. Friede sei mit Euch. Mit dieser
Botschaft ist Papst Benedikt XVI. seit gestern im Libanon unterwegs.
Eine heikle Mission für den Heiligen Vater. Im benachbarten Syrien –
Beirut ist von Damaskus Luftlinie so weit entfernt wie Hagen von
Siegen – herrscht Bürgerkrieg und in Ägypten, Libyen, Jemen und dem
Sudan flammt die Gewalt radikaler Muslime als Antwort auf das
umstrittene Mohammed-Video neu auf.Rom will den Christen
im arabischen Raum, die meisten Leben im Liba

Rheinische Post: Honorar-Poker

Im Streit um die Honorar-Auseinandersetzungen
kehren Kassen und Ärzte zur Vernunft und damit an den
Verhandlungstisch zurück. Das ist auch notwendig. Denn in den
vergangenen Wochen haben beide Parteien mit brachialen Methoden
versucht, ihre Position durchzusetzen. Die 70 Millionen gesetzlich
Versicherten, um deren Gesundheitsversorgung es geht, mussten
fürchten, zwischen die Fronten zu geraten. Nun spricht vieles dafür,
dass am 4. Oktober eine Lösung auf dem Tisch

Rheinische Post: Schuldenland NRW

Zwei Meldungen vom selben Tag, die
gegensätzlicher nicht sein können. Meldung eins: Die Steuereinnahmen
sind in NRW in den ersten acht Monaten des Jahres gegenüber dem
Vorjahr um fast sechs Prozent auf mehr als 28 Milliarden Euro
gestiegen. Meldung zwei: Das Land macht in diesem Jahr 4,6 Milliarden
Euro neue Schulden. Verwundert fragt man sich: Wann, wenn nicht in
"fetten" Jahren, soll eigentlich gespart werden? Eine befriedigende
Antwort der Regierung Kraft hat es

Rheinische Post: Geduld mit dem arabischen Herbst

Ein wütender, von religiösen Fanatikern
aufgestachelter Mob greift westliche Botschaften in islamischen
Ländern an, aus Protest gegen ein obskures Schmähvideo. Die Empörung
über die geschmacklose Provokation kann man verstehen, die Gewalt
rechtfertigt sie nicht. Auch Muslime müssen lernen, ihre Entrüstung
anders zu artikulieren als mit blinden Angriffen auf alles, was ihnen
die Scharfmacher in den eigenen Reihen als Feindbild präsentieren.
Denn

Westfalenpost: Das Märchen von den guten Schulden Von Wilfried Goebels

Das Budgetrecht gilt als Königsrecht des
Parlaments. Daher kommt die Tatsache, dass der Haushalt 2012 erst im
November verabschiedet werden kann, einer Entmündigung des Landtags
gleich. Der Drops ist gelutscht, Korrekturen sinnlos. Rot-Grün wird
den Etat mit eigener Mehrheit durchbringen. Bedenklich
bleibt, dass die Koalition unbeirrt an der Illusion der "guten
Schulden" für präventive Maßnahmen festhält. In diesem Jahr hat NRW
dank guter Konj

Merkel besorgt über Ausschreitungen in der arabischen Welt

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich besorgt über die jüngsten gewaltsamen Ausschreitungen in der arabischen Welt gezeigt. "Ich verurteile die Angriffe auf die deutsche Botschaft in Khartum sowie auf mehrere amerikanische Botschaften in aller Schärfe", erklärte die Kanzlerin am Freitag. Gewalt dürfe kein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein, religiöser Fanatismus dürfe nicht die Oberhand gewinnen, so Merkel. "Deutschland tritt fü

Badische Neueste Nachrichten: Attacken auf Botschaften

Es ist ein Flächenbrand in der islamischen Welt:
Die tödliche Attacke auf das US-Konsulat in Bengasi war nur der
Anfang. Inzwischen gehen in vielen Ländern im Nahen und Mittleren
Osten Botschaften in Flammen auf. Während der Papst bei seinem Besuch
im Libanon für Frieden in der Region wirbt, zündeln Demonstranten in
Beirut und in den Nachbarländern. Auch Deutschland ist inzwischen zum
Ziel des gewalttätigen Protests geworden. Im Sudan wurde das
Botscha

DER STANDARD – Kommentar „Caritas des Finanzkapitals“ von Andreas Schnauder

Die Europäische Zentralbank tut es, die Bank of
England, die Bank of Japan und die US-Notenbank Fed sowieso. Sie
drucken – aus unterschiedlichen Motiven – Geld, mit dem diverse
Anlagen gekauft werden. Der Anstieg der Wertpapierkurse ist ebenso
groß wie der Jubel der Finanzinvestoren. Was den Verdacht nährt, dass
die Notenbanken hohe Risiken für die Allgemeinheit eingehen und
obendrein kleine und mittlere Einkommen durch höhere Inflation
belasten, während der Nutzen