Neue Presse Hannover: Mali-Einsatz – wir brauchen keinen neuen Hindukusch Ein Kommentar von Claus Lingenauber

Wo verdammt ist Mali, wird sich so mancher
fragen, da die Rede davon ist, dass die Bundesregierung sich dort an
einer Militäraktion beteiligen will. Das westafrikanische Land – halb
Sahel, halb Sahara – droht zu zerbrechen, seit bewaffnete
islamistische Kräfte im Norden einen eigenen Staat ausgerufen haben.
Verteidigen wir Deutschland nach dem Hindukusch demnächst auch vor
Timbuktu? Angesichts der Erfahrungen in Afghanistan ein Alptraum.
Seit über zehn Jahren versucht d

Gibt es wirklich keine Maßnahmen gegen die explodierenden Gesundheitskosten?

Gibt es wirklich keine Maßnahmen gegen die explodierenden  Gesundheitskosten?

Die Zahl der psychischen Erkrankungen steigt stetig weiter an. Die Kosten für die Unternehmen und unser Gesundheitssystem scheinen zu explodieren.Stetiger Leistungsdruck, Angst vor Arbeitsplatzverlust, Sorge um den Euro, Mobbing, zunehmende Vereinsamung , Beziehungsprobleme, Schulschwierigkeiten der Kinder bei parallelem Verlust der familiären und realen freundschaftlichen Umgänge – das alles macht die Deutschen sukzessive zu einem Volk der psychisch Kranken.

Mittelbayerische Zeitung: Absurde Entscheidung Kommentar zum Erdbeben-Urteil in Italien

Es liegt in der Natur des Menschen, immer und
unbedingt nach Schuldigen suchen zu müssen, wenn etwas Schlimmes
passiert ist. Das Erdbeben 2009 war schlimm, es hat vielen Menschen
das Leben gekostet. Mit dem Urteil gegen die Wissenschaftler scheinen
nun die Schuldigen gefunden – es sind nur leider die Falschen. Der
Vorwurf, die Seismologen seien Schuld an den verheerenden Folgen des
Bebens kann eigentlich nur dann Bestand haben, wenn die
Wissenschaftler bewusst verschwiegen hätten

WAZ: Airlines müssen Beweislast tragen – Kommentar von Gerd Heidecke

Es klingt wie eine Drohung, wenn die Lufthansa zum
jüngsten Urteil der europäischen Richter über Schadensersatz bei
Flugverspätungen anmerkt, man werde wie bisher alle Forderungen im
Einzelfall prüfen. Einzelfallprüfung, das bedeutet bei vielen
Airlines nämlich nichts anderes als eine ausgefeilte
Verschleppungstaktik, um die eigentlich berechtigten Forderungen
ihrer in der Warteschleife hängengebliebenen Kunden abzubügeln. Auch
für die EU-

WAZ: Abstimmung per Einkaufswagen – Kommentar von Theo Schumacher

Rot-Grün hat den Laden buchstäblich nicht
dichtgemacht. Bei der Novellierung der Öffnungszeiten haben sich die
besonnenen Kräfte durchgesetzt. Es wird behutsam reformiert. Längst
haben die Verbraucher mit dem Einkaufswagen abgestimmt. Die Nachfrage
bestimmt den Ladenschluss. In großen Städten kann der späte Kunde in
manchem Supermarkt bis Mitternacht einkaufen, woanders bis 22 Uhr.
Der Handel passt sich an. Was sollen übereifrige Politiker da re

Mittelbayerische Zeitung: Romneys Versöhnungsangriff Der Herausforderer verspricht ein Ende der Grabenkämpfe – eine Finte, die Obama gefährlich werden kann. Leitartikel von Christian Kucznierz

Ginge es nach dem Willen der Bundesbürger, so
verhielte es sich mit der US-Wahl 2012 so wie mit dem Roman "Chronik
eines angekündigten Todes": Der Ausgang steht von Anfang an fest, es
geht nur mehr um die Frage, wie es dazu kam. In dieser Version wäre
Barack Obama wiedergewählt und alles, was davor geschah, dient der
Illustration, warum es so kommen musste. So einfach aber ist es
leider nicht. Denn erstens hat Mitt Romney in der Gesamtbilanz der
drei Debatten

Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zum Sinti-und-Roma-Denkmal

Es steht zu vermuten, dass das Gedenken mit
dem heutigen Tag auch schon wieder erledigt ist. Denn wer
interessiert sich wirklich für Sinti und Roma? Wer will schon wissen,
wie zum Beispiel im postrevolutionären Rumänien der 90er-Jahre Roma
auf dem Land ihrer Existenzgrundlage verlustig gingen? Als man die
Genossenschaften auflöste und das Eigentum verteilte, bekamen die
Roma nichts. Vorher hatten auch die Frauen Arbeit. In vielen
EU-Ländern werden Roma ausgegrenzt

Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zu den wiedergefundenen Leichen

Es ist wohl richtig, den deutschen und
polnischen Ermittlern, die an diesem Fall mitgewirkt haben und noch
mitwirken, einmal ein Lob auszusprechen. Zumal sie häufig genug wegen
nicht aufgeklärter Diebstähle von Autos, Baumaschinen und anderen
Gegenständen am Pranger stehen. Aber auf diesen sensiblen Fall hat
man offenbar seine ganze Kraft konzentriert. Freilich wurden auch die
Probleme, wie zum Beispiel die formalisierten und deshalb auch
komplizierten Informationswege d