WAZ: Waffenruhe eine Chance für Nahost. Kommentar von Martin Gehlen

In Gaza schweigen die Waffen, die Region atmet auf.
Die Einigung zwischen Hamas und Israel ist ein diplomatischer Triumph
für Ägypten, dessen neuer Präsident Mursi während der acht Tage
Luftkrieg mit klarem Kopf einen klaren Kurs hielt. Ägypten hat für
Frieden gesorgt, zusammen mit den USA. Das ist ein Anfang. Kairos
neue Führung wird nun aber ganz im Sinne des Arabischen Frühlings
darauf pochen, dass auch die Menschen im Gazastreifen eine
Perspektiv

Mitteldeutsche Zeitung: zu ICE und Siemens

Die Blamage wirft ein Schlaglicht auf das neue
Siemens-Sparprogramm. Eine der sechs Milliarden Euro, die es umfasst,
wollen die Bayern dadurch zusammenbekommen, dass sie Aufträge künftig
verlustfrei abwickeln und nicht mehr versprechen als sie später
halten können. Doch technische Expertise und Kalkül mit Augenmaß
lassen sich nicht einfach von oben verordnen. Das benötigt fähiges
Personal auf allen Ebenen. Vor allem die Zugsparte von Siemens, wo
te

Westdeutsche Zeitung: Gewerbesteuer = von Peter Kurz

Für die Wirtschaft ist das kleine Monheim eine
Vorzeigestadt. Nicht nur entspricht es deren Forderung, die
Abgabenlast dauerhaft zu senken. Auch führt die Politik der niedrigen
Gewerbesteuer dazu, dass Firmen und damit Arbeitsplätze geradezu
angesaugt werden. So profitiert die Stadt und kann ihren Bürgern mit
Hilfe der sprudelnden Steuereinnahmen Gutes tun – etwa in Form der
angepeilten Kostenfreiheit für Kitaplätze. Und ist es nicht ein
Ausweis gelungenen Wet

Mitteldeutsche Zeitung: zu Nahost

Mag Jerusalem auch nicht am Status quo rütteln
wollen, die außenpolitischen Veränderungen und Zwänge werden Wirkung
zeigen. Allein der Umstand, dass die Waffenruhe erneut mit
Vermittlung Ägyptens zustande kam, diesmal aber unter einer
gemäßigt-islamistischen Regierung, belegt die sich wandelnden
Kräfteverhältnisse in der Region. Zwar mag man der Kairoer
Regierung unter Mohammed Mursi noch keine regionale Führungsrolle
zugestehen, ihr

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Lieferprobleme bei Siemens treffen die Bahn Einige Ungereimtheiten MATTHIAS BUNGEROTH

An sich hat die Deutsche Bahn allen Grund zum
Jubeln. Die Fahrgastzahlen bewegen sich auf Rekordniveau. Eine
Milliarde Fahrgäste vertrauten dem Unternehmen im ersten Halbjahr
2012, so viele, wie nie zuvor. Die Gewinne sprudeln. Ein Plus von 22
Prozent in den ersten sechs Monaten. Doch hakt es im operativen
Geschäft immer wieder. Nun ist zur Abwechslung einmal nicht die
Pünktlichkeit oder schlechter Service das Thema, sondern das
Lieferproblem des Zugherstellers Siemens. Der

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Falsche Geld-Klischees SABINE BRENDEL, BRÜSSEL

Ein beliebtes Klischee lautet, dass "Brüssel"
ein Geld verschlingender Moloch ist. "Brüssel" verschwende Millionen
für sinnlose Projekte, heißt es anlässlich des Geschachers um den
EU-Haushalt der nächsten Jahre. Wer so denkt, macht es sich aber viel
zu einfach. Denn nicht nur "Brüssel", also die EU-Kommission,
überwacht, wohin die Milliardensummen aus den EU-Fördertöpfen
fließen. Die Staaten sind mitvera

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Beschneidung männlicher Babys Kein Spielraum für Interpretation PETER STUCKHARD

Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche
Unversehrtheit." Das sagt Artikel 2 unseres Grundgesetzes. Ist dieser
Satz der Interpretation nach dem Motto: "ja, aber, und zwar…"
zugänglich? Das ist er nicht, er ist von schöner Klarheit. Die
Beschneidung eines männlichen Babys ist eine Körperverletzung. Da es
dafür keine medizinische Indikation gibt, darf sie auch kein Arzt
vornehmen. In das Recht auf körperliche Unversehrtheit darf der
Bu

Deutschland stellt 1,5 Millionen Euro für Gazastreifen bereit

Deutschland wird 1,5 Millionen Euro für humanitäre Hilfe im Gazastreifen bereitstellen. Das kündigte Außenminister Guido Westerwelle am Donnerstag in Berlin an. Die aktuelle Waffenruhe sei ein "erster Schritt in die richtige Richtung". Jetzt sei es wichtig, medizinische Hilfe für die Verwundeten im Gazastreifen bereitzustellen. Die Menschen im Gazastreifen benötigten eine Perspektive auf eine wirkliche Zukunft, ohne die eine friedvolle Koexistenz unm&ouml

Frankfurter Neue Presse: Bahn/Siemens „Sänk ju for bibbering wis Deutsche Bahn“ Kommentar von Panagiotis Koutoumanos

Erkaltet ist das Verhältnis zwischen der
Deutschen Bahn AG und der deutschen Bahnindustrie schon lange. Aber
jetzt ist die Stimmung auf dem Gefrierpunkt angelangt. Und sollte der
diesjährige Winter nicht so mild ausfallen wie der vergangene,
dürften auch tausende Fernverkehrsgäste des Schienenkolosses frösteln
– wenn sie wie im Winter 2010/11 wieder stundenlang am Gleis auf
ihren Zug warten müssen. Denn aufgrund der erneuten Lieferverzögerung
durch Siemens w