Westfalenpost: Solarworld-Rettung

Mangelnde Begeisterungsfähigkeit kann man
Solarworld-Chef Frank Asbeck nicht vorwerfen. Durch seine
Ankündigung, zehn Millionen Euro aus seinem Privatvermögen in das
strauchelnde Unternehmen investieren zu wollen, hat er andere
mitgerissen. Gläubiger verzichteten auf Geld, die Aktionäre stimmten
nach einer nervenaufreibenden Sitzung der Entwertung ihrer Anteile
zu, die nah am Totalverlust liegt. Und nur deshalb flackert beim
letzten verbliebenen deutschen Modulh

Neue OZ: Kommentar zu Energie / Solar

Die Sonne scheint in Kalifornien

Solarworld ist ein Massenhersteller von Produkten, die nicht mehr
über den technologischen Vorsprung deutscher Industrieerzeugnisse
verfügen. Ob subventioniert oder nicht: Die Solarmodule der
chinesischen Konkurrenz können es qualitativ mit Solarworld-Ware
aufnehmen. Sonst würden sie – wie bisher noch die chinesischen Autos
– von anspruchsvollen Kunden etwa in Deutschland nicht gekauft.

Solarworld kann sich gegen die Chinesen nur

Badische Neueste Nachrichten: Gewollte Zusammenarbeit

Es ist ein nicht zu unterschätzendes Korrektiv
der auf Kontinuität angelegten deutschen Politik: Allzu
überschäumende Kritik am vermeintlichen oder tatsächlichen
Fehlverhalten der aktuellen Regierung durch die jeweilige Opposition
wird durch die Tatsache egalisiert, dass die Opposition von heute
früher mal an der Regierung war – und die heutige Regierung die
Opposition auf der Zuschauerbank darstellte. Sprich: Kein wortstarker
Oppositionspolitiker kann sicher

Stuttgarter Nachrichten: Asylbewerber-Protest in Stuttgart

Für politisch Verfolgte ist das deutsche
Asylrecht nach wie vor wichtig. Deshalb sollte es auch nicht
missbraucht werden. Die meisten Flüchtlinge, die zur Zeit kommen,
sind aber Armutsflüchtlinge. Ihre Zahl hat sich verdoppelt, nachdem
das Bundesverfassungsgericht vor einem Jahr ein deutlich höheres
Taschengeld angeordnet hatte. Zudem werden Sachleistungen wieder
durch Geldleistungen ersetzt, und das Land Baden-Württemberg will
Flüchtlingen mehr Wohnraum biet

Schwäbische Zeitung: Prävention notwendig – Kommentar

Es ist eine schwierige Entscheidung für die
Jugendämter, ob sie Kinder oder Jugendliche in Obhut nehmen sollen.
Es ist ein Balanceakt zwischen zu schnellem Einmischen in
Elternrechte oder zu spätem Eingreifen. Das kann im schlimmsten Fall
zum Tod der Kinder führen, wie bei dem zweijährigen Kevin aus Bremen
oder der siebenjährigen Jessica aus Hamburg. Diese Fälle
erschütterten in den vergangenen Jahren die Öffentlichkeit und ließen
die Frag

BERLINER MORGENPOST: Ein gewagter Kopfsprung / Leitartikel von Gilbert Schomaker

Berlins neuer Bäderchef, Ole Bested Hensing, wagt
den Sprung kopfüber ins kalte Wasser. Was Bested Hensing am Mittwoch
vorschlug, gleicht einer Zeitenwende in der Schwimmbad-Politik der
Stadt. Fünf neue Kombi-Bäder, jeweils mit Hallen- und Freibad samt
Rutschen, Sprungtürmen, Gastronomie und Wellnessbereich, sieht das
neue Konzept für die Bäderlandschaft vor. Im Gegenzug sollen 14
dringend sanierungsbedürftige Schwimmbäder geschlossen werden. Ei

Börsen-Zeitung: Ernüchtert, Kommentar zur geldpolitischen Orientierung des neuen britischen Notenbankchefs Mark Carney, von Carsten Steevens.

Welche Erwartungen sind nicht mit Mark Carney
verknüpft worden, seit der Kanadier im vorigen Herbst als erster
Ausländer an die Spitze der fast 320 Jahre alten Bank of England
berufen wurde? Nach der ersten Pressekonferenz des neuen britischen
Notenbankchefs macht sich nun Ernüchterung breit. Die Reaktionen am
Londoner Aktienmarkt deuten an, dass die gegenwärtige Aufregung um
die "Forward Guidance" von Zentralbanken möglicherweise übertrieben
ist.

Weser-Kurier:Über Unternehmergeist in Deutschland schreibt der „Weser-Kurier“ (Bremen) in seiner Ausgabe vom 8. August 2013:

Unternehmer sind unentbehrlich für jede
Volkswirtschaft. Sie tragen mit ihren Ideen zum Wohlstand bei,
idealerweise schaffen sie auch Arbeitsplätze. Klar, dass die Politik
nach Figuren giert, die so etwas auf die Beine stellen. Nur:
Unternehmergeist lässt sich nicht politisch verordnen. Dazu nützen
alle zinsgünstigen Kredite nichts, da hilft die beste
Beratungsinfrastruktur der Welt nicht weiter. Die Vorstellung, dass
da eine Person ist, die einfach nicht anders k

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Insolvenzverfahren über Suhrkamp eröffnet Weiter bangen THOMAS KLINGEBIEL

Suhrkamp insolvent – da hält nicht nur die
literarische Welt den Atem an. Selbst wenn im Moment noch alles nach
Plan zu verlaufen scheint, dem ausgeklügelten Plan von Verlagschefin
Ulla Unseld-Berkéwicz und ihren Beratern: Man darf getrost weiter um
den Bestand des traditionsreichen, verdienstvollen und dennoch
überschuldeten und zahlungsunfähigen Verlags bangen. Mit der
Eröffnung des Insolvenzverfahrens hat die Verlegerwitwe im
erbitterten Gesellschafterst