Papst Franziskus ist ein politischer Papst. Er
begreift Kirche nicht nur als persönliche Daseins- und
Jenseitsfürsorge, sondern betont ihre gesellschaftliche
Gestaltungsfunktion. Er rückt die Kirche in die Welt mit all ihren
Problemen und Schattenseiten. Er macht Kirche moderner und widerlegt
die Behauptung, sie sei weltfremd. Der Papst geht zu den Flüchtlingen
nach Süditalien, die ihr Leben bei der Fahrt übers Mittelmeer auf der
Suche nach lebenswürdigen
Es waren starke Worte, die Papst Franziskus in
Kalabrien gefunden hat. Von der "Exkommunikation der Mafio-si" hatte
noch kein Oberhaupt der Katholiken vor ihm zu sprechen gewagt. Als
Johannes Paul II. vor 20 Jahren auf Sizilien die Bosse zur Bekehrung
aufforderte, zündete die Cosa Nostra nur Wochen später eine Bombe vor
der Lateransbasilika in Rom. Muss Franziskus nun um seine körperliche
Unversehrtheit fürchten? Wahrscheinlich nicht. Erstens wurden die
Umst&au
Perfectum est, es ist vollbracht. Voller
Zuversicht hatte Corvey die Fahnen mit dem roten Schriftzug, der die
frohe Botschaft der Tradition des Ortes gemäß in Latein verkünden
sollte, schon im Voraus bestellt. Das Ergebnis der Beratungen in
Katar bestätigt, dass der Optimismus berechtigt war.
Ostwestfalen-Lippe hat eine Sehenswürdigkeit, die auf einer Stufe
steht mit dem Tadsch Mahal und den Pyramiden von Giseh. Mit ihrer
Entscheidung würdigt die Welterbekom
SPD-Fraktionschef Raed Saleh schlägt vor, die
Landesverfassung zu ändern, damit der Senat von sich aus
Volksbefragungen initiieren kann. Themen hat er auch schon: Die
Bürger sollen über eine Bewerbung Berlins für Olympische Spiele oder
über die Verlängerung der Stadtautobahn A100 abstimmen. Doch wie das
häufig so ist bei jungen, ehrgeizigen Politikern: Hier wird der
zweite Schritt vor dem ersten gemacht. Zum einen sind Volksbegehren
und Volksentsch
Will die SPD, Seit an Seit mit Frankreichs Hollande,
den lästigen Maastricht-Vertrag sprengen? Und welche Rolle spielt die
Personalie Juncker dabei? Kämpft Gabriel gegen Merkel, weil er als
Vizekanzler bei der Europapolitik nicht mehr länger seiner Kanzlerin
den Vortritt lassen will? Weil jetzt die Schwarzen und die Roten und
ihre Verbündeten in den Schützengräben liegen – bricht die Große
Koalition auseinander? Und wann gibt es Neuwahlen?? Nun mal halblan
Als Papst Johannes Paul II. 1993 bei seinem Besuch
in Sizilien das Morden der Mafia geißelte und zur Umkehr aufrief,
folgte die Antwort zwei Monate später: Vor der Basilika San Giovanni
in Lateran ging eine Bombe hoch. Auch Benedikt XVI. hat sich gegen
die Mafia gestellt, doch wirklich wahrgenommen wurde das nicht. Bei
Papst Franziskus ist das anders. Er nutzt seine Popularität mit
starken Gesten und einer unmissverständlichen Eindeutigkeit, die man
aus dem Vatikan so
Hätten Sie gewusst, dass heute der Tag des
öffentlichen Diensts ist? Oder dass am Samstag der internationale Tag
der selbst gemachten Musik war? Nein? Kein Wunder. Es gibt für so
ziemlich alles einen Aktionstag, mehr oder minder sinnhaft. Und so
verging der Weltflüchtlingstag am Freitag auch fast unbemerkt. Wenn
nicht das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) Zahlen
vorgelegt hätte, nach denen im vergangenen Jahr mehr als 50 Millionen
Menschen wel
Siemens hat beim Buhlen um den schwächelnden
Industriekonzern Alstom den Kürzeren gezogen. So wurde es – sachlich
korrekt – vermeldet, nachdem die französische Regierung den Deal mit
dem US-Giganten General Electric (GE) verkündet hatte. Ob die
offizielle Lesart mit den Tatsachen deckungsgleich ist, die hinter
dem komplizierten Geschacher stehen, ist fraglich. Der französische
Staat steigt als Großaktionär bei seinem Großunternehmen ein, nachdem
di
»Juncker bekommt linke Unterstützung« hieß die
Schlagzeile einiger Medien am Sonntag in der Berichterstattung zum
fortwährenden Streit über den nächsten EU-Kommissionspräsidenten.
Doch nicht einmal jene, die die Behauptung aufstellten, wunderten
sich über den vermeintlich in ihr steckenden Widerspruch. Wer zählt
schon die Sozialdemokraten Deutschlands, Frankreichs oder Italiens
ernsthaft zu den »Linken« in den jeweiligen Gese
Kameras im Gerichtssaal sind tabu. Nur in
Ansätzen wurde dieser eherne Grundsatz bislang durchbrochen. So
lassen sich Verfassungsrichter bei der Urteilsverkündung filmen, in
spektakulären Prozessen dürfen Kamerateams Bilder machen – vor
Verhandlungsbeginn. Aber den Prozess im Fernsehen zu übertragen, so
wie in den USA oder Südafrika (Fall Pistorius), wäre hierzulande
undenkbar.
Das verbietet nicht nur das Gesetz, auch gute Gründe sprechen
dagege