Wer sich in Israel als Deutscher an politischen
Diskussionen beteiligt, der bekommt meistens einen scheinbar
plausiblen Vergleich vorgesetzt. Man stelle sich bitte vor, es würden
täglich Dutzende Raketen aus Dänemark in Richtung Flensburg
geschossen. Hätte der Staat dann nicht die Pflicht, seine Bürger vor
den Angriffen zu schützen und sich gegen den Beschuss zu wehren? Wenn
man dann entgegnet, dass Dänemark aber nicht von Deutschland
abgeriegelt werde, be
Mit der HSH Nordbank ganz groß herauskommen –
das war es, was die Manager um Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher
vorhatten. Herausgekommen ist ein dreistelliger Millionenverlust. Mag
sein, dass der »Omega 55«-Deal sträflich leichtsinnig war, doch
strafbar war er nicht. Das jedenfalls hat das Hamburger Landgericht
im ersten Großprozess gegen einen kompletten Bankvorstand wegen
missratener Finanzgeschäfte entschieden. Gewiss: Es ist ein
Freispruch zweiter K
Ein Spion und noch ein Spion und vielleicht
noch mehr Spione: Es ist ein Skandal, wie die USA mit ihrem Freund
und Verbündeten Deutschland umgehen! Ist es wirklich ein Skandal?
Die derzeitige Diskussion läuft etwas aus dem Ruder. Da findet
sich die Datensammelwut der NSA samt abgehörtem Handy der Kanzlerin
im selben Rührwerk wie die Aktivitäten der Geheimdienste diesseits
und jenseits des Atlantiks. Und die deutsche Politik reagiert
beleidigt – also emotional,
Zwar ist es immer gut, wenn in einem Dorf oder
einer Stadt alle an einem Strang ziehen. Doch mit dem neuen
Schulgesetz wird aus dieser Binsenweisheit eine Überlebensfrage für
die Schule vor Ort.
Das Land verspricht den Kommunen weitgehend freie Hand. An wie
vielen Tagen die Kinder wie viele Stunden in der Schule sein sollen,
ob sie zusätzlich Handball spielen, Posaune blasen oder Fasnetsmasken
schnitzen – all das soll vor Ort entschieden werden. Doch die
Freiheit birgt a
Die radikalislamische Hamas schießt
selbstgebaute Raketen auf Israel. Ministerpräsident Benjamin
Netanjahu denkt gemeinsam mit seinen Verteidigungsexperten über eine
erneute militärische Besetzung des Gazastreifens nach. Wenn dann noch
palästinensische Raketen auf Jerusalem niedergehen, zeigt das, welch
neue Qualität dieser Konflikt bekommt. Denn auf die Heilige Stadt der
drei großen monotheistischen Religionen – Judentum, Christentum und
Islam – zu schi
Es gibt wohl kaum ein Dokument der
Bundesregierung, über das die Amerikaner auf vertraulichen Kanälen
nicht informiert würden, wenn sie es wollten. So gehört sich das,
wenn zwei Nationen seit Langem Seite an Seite stehen, nicht nur als
überwölbende Wertegemeinschaft, sondern ganz konkret in der Abwehr
der Terrorgefahren. Und deshalb gehört es sich einfach nicht, den
Partner auszuspionieren. Mancher in Washington wundert sich über die
Empörung d
Hätte sich Papst Franziskus einen Erzbischof
nach seiner Vorliebe schnitzen können, vielleicht wäre dann eine
Figur entstanden, die Rainer Maria Woelki sehr ähnlich sähe. Weil der
neue Erzbischof von Köln in Berlin zeigen konnte, dass Seelsorge mit
Demut zu tun hat, seelsorgerisches Wirken bei den Armen beginnt und
der Glaube sich erst im einfachen Leben tief entfaltet. Woelki ist
kein Heiliger, und er ist auch kein Liberaler; aber seine Tagesarbeit
im glaubens
Raketen auf Israel werden vergolten mit Bomben
auf Gaza. Und nun könnten auch bald israelische Bodentruppen in den
Küstenstreifen einrücken. Eine riskante Entscheidung, militärisch,
vor allem aber politisch. In Israel weiß man sehr wohl, dass hartes
Vorgehen gegen die unterlegenen Palästinenser dem Land am Ende immer
geschadet hat. Auch diesmal wird Israel schnell am Pranger stehen,
wenn die Bilder getöteter Zivilisten über die Fernsehschirme der We
Für US-Präsident Barack Obama wird die Sache
immer peinlicher. Erst lässt ihn sein eigener Geheimdienst CIA ins
offene Messer laufen: Vor dem Telefonat mit Kanzlerin Merkel letzte
Woche wurde der Präsident nicht über den aufgeflogenen US-Maulwurf im
Bundesnachrichtendienst gebrieft. Und jetzt droht mit der
Untersuchung eines zweiten akuten Spionageverdachts, diesmal im
Berliner Verteidigungsministerium, noch größeres Unheil für die
ohnehin gebeutelt
Die Legalisierung von Cannabis in Colorado und
Washington State haben die beiden Bundesstaaten zu gesellschaftlichen
Laboratorien gemacht. Gegner wie Befürworter der Entkriminalisierung
von Marihuana verfolgen sehr genau, wie das durch Referenden
ermöglichte grüne Experiment ausgeht. Das erklärt, warum sich die
Verantwortlichen bei der Regulierung des neuen Marktes Zeit lassen.
Während Colorado bereits seit Anfang des Jahres den Ladenverkauf von
Cannabis-Produkten