Kinder, die die Schule nicht besuchen dürfen,
haben keine Chance, sich als Erwachsene aus ihrer ererbten Armut zu
befreien. Sie haben ebenfalls keine Chance, sich aus der
Unterdrückung zu lösen – sei sie nun politisch,
religiös-fundamentalistisch oder ökonomisch. Denn Kinder, die die
Schule nicht besuchen, kennen ihre Rechte nicht. Mädchen, die die
Schule nicht besuchen, haben zusätzlich keine Chance, sich aus der
Abhängigkeit von ihren Vätern
Aus dem erhofften goldenen Herbst droht für den
Aktienmarkt ein grausamer zu werden. Denn der Dax fällt seit dem 19.
September, an dem er ein Zwischenhoch von knapp 9900 Zählern
erreichte, wie ein Stein. Am Freitag verstärkte sich der Druck noch.
Der Index sackte bis auf 8788 ab, den tiefsten Stand seit dem Oktober
2013, womit er in nur drei Wochen etwas mehr als 11% eingebüßt hatte.
Nachdem sich die Ukraine-Krise etwas entspannt und außerdem die
Europ&a
Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.
An dieser deutschen Weisheit scheint Chinas Regierung zunehmend
Gefallen zu finden. Im Machtdreieck Berlin-Moskau-Peking hat es
gewaltige tektonische Verschiebungen gegeben, das Jahr 2014 ist für
die Kommunistische Partei (KP) ein Glücksfall. Handzahm wie lange
nicht geben sich sowohl Wladimir Putin als auch Angela Merkel. Die
wegen mangelnder Dialogbereitschaft hausgemachten europäischen Krisen
haben den Wettlauf um China neu
Die Träger des Friedensnobelpreises 2014 sind
herausragende Persönlichkeiten mit einer glaubwürdigen und
nachhaltigen Friedensbotschaft. Das Engagement für Bildung und die
Stärkung der Kinderrechte ist ein gerechtes Anliegen der
Weltbevölkerung. Dafür stehen sowohl die junge Bildungsaktivistin
Malala Yousafzai als auch der indische Kinderrechtler Kailash
Satyarthi. Die Entscheidung des Friedensnobelpreiskomitees ist
insofern richtig und angemessen. Den m
Es gibt ja nicht allzu viele gute Nachrichten zu
vermelden dieser Tage. Doch die diesjährige Wahl des Nobel-Instituts
in Oslo ist so eine gute Botschaft – und das gleich doppelt. Denn
dass der Friedensnobelpreis 2014 an Malala Yousafzai und Kailash
Satyarthi geht, ist ein zweifach deutliches Signal. Anders als in den
vergangenen Jahren, als mit der EU oder auch Barack Obama eher
politische Willensbekundungen als richtungsweisende Friedenskämpfer
gekürt wurden, enthält d
Deutschland und China pflegen ihre Beziehungen.
Schon zum dritten Mal in diesem Jahr gab es Kontakte auf höchster
Ebene. Was längst nicht heißt, dass zwischen Berlin und Peking alles
in Ordnung wäre. So verbitten sich die Chinesen eine"Einmischung in
innere Angelegenheiten". Was Kanzlerin Merkel aber nicht davon
abhält, das lebenslange Hafturteil gegen den uigurischen
Menschenrechtler Ilham Tohti zu kritisieren oder eine besonnene
Reaktion auf die Prote
Das Nobelkomitee hat die Welt bei der Vergabe
des Friedensnobelpreises in den vergangenen Jahren regelmäßig
überrascht.
Das war 2012 so, als es den Preis der grassierenden Euroskepsis
zum Trotz der Europäischen Union verlieh. Manches Mal hat das Komitee
die Welt auch regelrecht irritiert. Das war 2009 so, als es
US-Präsident Barack Obama vorauseilend oder besser: voreilig ehrte.
Die diesjährige Auszeichnung für Malala Yousafzai kommt weder
überr
Der Tag der Friedensnobelpreis-Verkündung war schon
lange nicht mehr so sehr von Krieg und Kriegsangst überschattet wie
dieser 10. Oktober 2014: Ukraine, Syrien, Irak, und auch die
Feindschaft zwischen Israel und den Palästinensern will kein Ende
nehmen. Angesichts zweier Weltkriege mag man von "regionalen"
Konflikten sprechen. Doch das ist nur ein relativer, eher
egoistischer Trost: Hauptsache, nicht vor meiner Haustüre. Wobei die
Haustüren in der globa
Der Stift ist mächtiger als das Schwert. Malala
Yousafzai zitierte dieses alte Sprichwort damals bei ihrer Rede vor
der UN-Jugendversammlung – ein Jahr nachdem Taliban-Kämpfer ihr ins
Gesicht geschossen hatten, weil sie es nicht ertragen konnten, dass
ein junges Mädchen das Recht auf Bildung für sich und ihre
Altersgenossinnen einforderte. Ist der Stift mächtiger als das
Schwert? Man fragt sich, ob ein solcher Satz, ob der
Friedensnobelpreis für Malala jene T
Das Nobelpreiskomitee, so hört man, hat sich
schwergetan dieses Mal. Wen soll man auch auszeichnen mit dem
Friedensnobelpreis in einer Zeit, in der blutige Konflikte die
Schlagzeilen beherrschen, in der Terror und Bürgerkrieg ganze
Regionen verwüsten? Am Ende haben die Juroren viel
Fingerspitzengefühl bewiesen. Mit der pakistanischen Schülerin Malala
Yousufzai und dem indischen Kinderrechtsaktivisten Kailash Satyarthi
wurden zwei tapfere Kämpfer für die R