Rheinische Post: Gegen Ebola hilft vor allem Wachsamkeit

Wir sollten nicht über die New Yorker
Reinemachfrauen spotten, die am Flughafen La Guardia aus Angst vor
Erbrochenem streiken. Ihre Handschuhe seien rissig, klagen sie, und
sie wüssten ja nie, ob der Auswurf womöglich von einem Ebola-Fall
komme, der an Bord erste Symptome zeigte. Wir alle kennen das
Phänomen der Furcht, die auf dem Nährboden des Irrationalen gedeiht.
Es ist das Unbekannte, das hier wütet: ein Virus, das in Afrika
kaserniert schien, nun aber u

Rheinische Post: Ausgaben umschichten

Auch Wolfgang Schäuble möchte angesichts der
Konjunkturschwäche mehr investieren. Das klingt gut, aber was daraus
folgt, ließ der Finanzminister in Washington offen. Die Koalition
plant bereits, die Investitionen in Straßen und Netze in dieser
Wahlperiode spürbar aufzustocken. Doch die Umsetzung der Pläne
beansprucht Zeit, und die veranschlagte Milliarden-Summe dafür ist zu
gering. Die öffentlichen Investitionen sind schon seit Jahrzehnten in
D

Mitteldeutsche Zeitung: zum Friedensnobelpreis

Der Preis aus Oslo ist auch Ausdruck einer
offensichtlichen Verlegenheit. So bemerkenswert es ist, das zwei
engagierte Einzelpersonen die Gunst des Nobel-Komitees erhalten
haben, markiert die Entscheidung doch auch ein eklatantes
institutionelles Versagen. Selten zuvor wurde die Weltöffentlichkeit
von so vielen beinahe gleichzeitig eskalierenden Konflikten und
Kriegen in Atem gehalten, vor denen die internationale Diplomatie und
deren so behutsam aufgebauten Einrichtungen reihenweise

Mitteldeutsche Zeitung: MZ zu Raubkunst

Hätte die Politik aber so schnell reagiert, wenn es
den "Fall Gurlitt" nicht gegeben hätte, der aller Welt gezeigt hat,
dass in Sachen Raubkunst hierzulande noch vieles im Argen liegt? Das
ist fraglich. Sachsen-Anhalt jedenfalls kann mit Genugtuung
registrieren, dass dieses Zentrum in seiner Landeshauptstadt
angesiedelt wird und nicht in Berlin. Das hat einen ganz praktischen
Grund: Die gute Arbeit, die die Magdeburger Koordinierungsstelle mit
der Datenbank "Los

N24-Zitatmeldung: GKV zur geplanten Reform der Kassenleistungen: GKV begrüßt Gesetzentwurf zu erweiterten Kassenleistungen, warnt aber vor steigenden Beiträgen

GKV-Sprecher Florian Lanz hat den Gesetzentwurf von
Gesundheitsminister Hermann Gröhe zur Reform der gesetzlichen
Krankenkassenleistungen grundsätzlich begrüßt, warnte aber auch vor
steigenden Beiträgen. Dem Nachrichtensender N24 sagte Lanz:

"Im Moment ist es so, dass die Ausgaben der Krankenkassen
schneller stiegen als die Einnahmen. Im nächsten Jahr wird es
flächendeckend Zusatzbeiträge geben, faktisch für alle Versicherte.
Das ist ei

WAZ: Ein Anfang ist gemacht. Kommentar von Hannes Koch

Viele haben ihm wenig zugetraut. Nun kommt
CSU-Entwicklungsminister Gerd Müller allmählich in die Spur. Sein
Vorhaben, schärfere soziale und ökologische Regeln für die globale
Textilproduktion zu etablieren, könnte einen entscheidenden
Fortschritt bringen. Bisher arbeiten die Beschäftigten in den
Textilfabriken Bangladeschs, Pakistans und anderer Entwicklungsländer
oft unter erbärmlichen Bedingungen. Die Kleidung, die deutsche
Verbraucher kaufen

Südwest Presse: KOMMENTAR zu NOBELPREIS Ausgabe vom 11.10.2014

KOMMENTAR zu NOBELPREIS

Ausgabe vom 11.10.2014 Selten hat das Friedensnobelpreis-Komitee
eine symbolträchtigere und aktuellere Wahl getroffen als in diesem
Jahr. Den Kampf von Malala Yousafzai nach dem Attentat auf sie zurück
ins Leben verfolgte die halbe Welt, ihr Einsatz für die Rechte der
Kinder und vor allem der muslimischen Mädchen bewegt Millionen
Menschen. Während ihre Glaubensbrüder des IS eine ganze Region zurück
ins Mittelalter bomben wollen,

Der Tagesspiegel: Petersburger Dialog in der Krise: Deutsche Organisationen fahren nicht nach Sotschi

Der Petersburger Dialog ist in der größten Krise
seiner 13-jährigen Geschichte. Mehrere deutsche
Nichtregierungsorganisationen haben ihre Teilnahme an dem Treffen im
russischen Sotschi Ende Oktober nach Informationen des Berliner
"Tagesspiegels" (Samstagsausgabe) abgesagt. Zeitweise stand deshalb
die ganze Veranstaltung auf der Kippe. Sie könnten nicht "an der
Aufstellung einer Potemkinschen Fassade" in Sotschi mitwirken,
erklärten der Deutsch

neues deutschland: Vergabe des Friedensnobelpreises: Nur keine Kritik am Norden

Quantität ist nicht gleich Qualität. Die Liste der
potenziellen Friedensnobelpreisträger ist 2014 bei 278 Nominierten
angelangt. Die lange Liste ist indes ein Ausdruck der
Unübersichtlichkeit in einer immer kriegerischer anmutenden Welt, in
der Menschen oder Organisationen, die den ursprünglichen
Preiskriterien genügen, immer schwerer zu finden sind: Einsatz für
Abrüstung und Frieden. Immerhin verletzen die diesjährigen
Preisträger Malala