Westfalenpost: Frankfurter Buchmesse

Das Buch ist seit Jahrhunderten ein Leitmedium
unserer Gesellschaft. Ob das so bleibt, wird ein großes Thema der
Buchmesse sein. Noch kann man sich gar nicht vorstellen, dass
Information und Enthüllung, Diskussion und Meinungsbildung anders als
über das Trägermedium des gedruckten Wortes funktionieren könnten.
Das Gedruckte hat Gewicht und ist aus gutem Grund bei Diktatoren
gefürchtet. Doch das alte Geschäftsmodell funktioniert
nicht mehr gut. Viel zu la

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur aktuellen DAK-Umfrage zur Stressbelastung

Eines ist unstrittig: An den meisten
Arbeitsplätzen steigt die Belastung der Menschen durch
Stressfaktoren. Strittig ist indes, ob eine gesetzliche Regelung zur
Verbesserung der Bedingungen beitragen könnte. Dass Zweifel an dieser
Annahme berechtigt sind, verdeutlicht die Umfrage im Auftrag der
Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK). Die Ergebnisse scheinen
Klischees und Vorurteile als Tatsachen zu bestätigen. 59 Prozent der
Befragten im Osten sind für eine Anti-Stre

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur EU-Haushaltspolitik

Weil es politisch bequemer ist, Schulden zu
machen statt Reformen einzuleiten, droht in Europa neuer Krach. Die
ersten dunklen Wolken sind zwischen Berlin, Paris und Rom schon
aufgezogen. Dabei könnten eigentlich alle wissen: Nur wer seine
Staatsfinanzen wenigstens einigermaßen saniert, ist gegen künftige
konjunkturelle Abstürze gefeit. Dass in Brüssel deshalb erste
Absichtserklärungen auftauchen, solche Sündenfälle, wie sie Paris und
Rom planen, ni

Rheinische Post: Kein Notopfer Energie

Die Energiewende hat die Versorger hart
getroffen. Erst werden ihre Meiler abgeschaltet, dann führt das
Überangebot an Ökostrom dazu, dass die Börsenpreise sich halbieren.
Doch dies ist kein Grund, von Industrie und Haushalten ein Notopfer
Energie zu verlangen, wie Stadtwerke und Konzerne wünschen. Sie
wollen, dass Stromkunden allein für die Bereitstellung von
Kraftwerks-Kapazität zahlen. Ökonomisch ist das unsinnig; besser wäre
es, Kraftwerke a

Rheinische Post: Der starke Staat

Für die Abwehr terrorbereiter Islamisten in
Deutschland bedarf es eines starken Staates. Stärke zeigt sich
allerdings nicht zwingend darin, dass der Staat seine Gesetze immer
weiter verschärft. Vielmehr zeigt sich Stärke in Konsequenz gegen
diejenigen, die den inneren Frieden und die demokratische Freiheit
bedrohen. Solche Konsequenz können Behörden nur walten lassen, wenn
sie gut informiert sind und einheitlich handeln. Diese
Voraussetzungen lassen sich in e

Rheinische Post: Asyl – die Kommunen sind die Dummen

Die schlimmen Bilder von Misshandlungen in
Burbach haben aufgewühlt: So darf man nicht mit Menschen umgehen.
Nachdem nun die ersten Sofortmaßnahmen eingeleitet worden sind, gerät
zunehmend eine andere Frage in den Mittelpunkt: Wie können die stetig
steigenden Kosten der Flüchtlingsbetreuung gerecht aufgeteilt werden?
Gerecht ist es nicht, dass das Land den Kommunen einen Großteil
aufbürdet. Die Regelung, dass die Höhe der jährlichen Zuweisungen v

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Neue Vorwürfe gegen Betreiber von Flüchtlingsheimen Verantwortung übernehmen MATTHIAS BUNGEROTH

Mit den Vorwürfen gegen European Homecare, den
Betreiber von Flüchtlingsheimen, hat der Skandal um gewaltsame
Übergriffe gegen Flüchtlinge in Nordrhein-West-falen eine Steigerung
erfahren, die die Öffentlichkeit vor kurzem noch für völlig undenkbar
gehalten hätte. Hier muss durch die Politik konsequent gehandelt
werden. Unabhängig davon, in welchem Umfang sich die Anschuldigungen
als richtig erweisen sollten: Die Landesregierung ist jetzt in
h&

Weser-Kurier: Kommentar von Joerg Helge Wagner zum Zustand der Bundeswehr

Was haben Werder Bremen und die Bundeswehr
gemeinsam? Wenn man ganz unten ist, gehen einem langsam die
Entschuldigungen für Fehlleistungen aus. Etwa dafür, warum eine
"Belastungsgrenze" erreicht ist, wenn von gut 180000 Soldatinnen
und Soldaten keine 4000 in irgendwelchen Auslandseinsätzen sind. Die
Bundeswehr ist damit ganz unten, nämlich kaum noch einsatzfähig. Das
ist sicher nicht dem Gros der Truppe anzulasten, wohl aber jenen, die
sie führen – G

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Internationale Buchmesse in Frankfurt Wider das Monopol Stefan Brams

Die internationale Buchbranche ist ab morgen zum
66. Mal zu Gast in Frankfurt. Und natürlich werden wieder jede Menge
spannende Bücher und Autoren zu entdecken sein. Aber es wird auch
wieder um das seit Jahren die Messe beherrschende Thema, die
Zusammenführung von gedruckten und elektronischen Büchern, gehen. Vor
allem jedoch dürfte sich erneut Amazon wie ein Schatten über die
Bücherschau legen, scheint sich doch Jeff Bazos weiterhin in der
Position des J&