Mitteldeutsche Zeitung: zu Hoeneß

"Ich bin kein Sozialschmarotzer." Das ist eine kühne
Behauptung. Einer, der 50 Millionen Euro Steuern zahlt und damit 18,5
Millionen weniger, als er zahlen müsste, einer, der fünf Millionen
Euro spendet und damit 13,5 Millionen Euro der Beute für sich behält,
darf durchaus als Sozialschmarotzer angesprochen werden. Es ist ein
Rätsel, warum dieses Wort vorzugsweise dann verwendet wird, wenn es
darum geht, die Schwarzarbeit eines Hartz-IV-Empfängers

Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Auftakt im Prozess gegen Hoeneß Staatsbürgerlich erbaulich BERNHARD HÄNEL

Auch böse Taten können Gutes bewirken. Der Fall
Uli Hoeneß beweist es. Seit sein Vergehen bekannt wurde, erreicht die
Zahl der Selbstanzeigen schwindelerregende Höhen. Inzwischen steht zu
befürchten, dass Finanzämter und Staatsanwaltschaften derart
ausgelastet sind, dass die Überprüfung des Wahrheitsgehalts der
Selbstbezichtigungen so viel Zeit in Anspruch nehmen kann, dass
häufig Verjährung eintreten dürfte. Gleichwie, der Steuers&uuml

Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Abbau der kalten Progression Dem DGB sei Dank ALExandra Jacobson, berlin

Es liegt an den sprudelnden Steuereinnahmen,
dass wieder von Steuererleichterungen gesprochen wird. Voraussetzung
wäre allerdings, sich aus den Schützengräben ideologischer Politik zu
befreien: Bisher haben sich die Sozialdemokraten gegen den Gedanken
einer Steuerentlastung mit Händen und Füßen gewehrt. Dem DGB sei
Dank, dass diese Mauern allmählich einstürzen. Der künftige DGB-Chef
Rainer Hoffmann will sich mit der kalten Progression nicht l&au

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zum Hoeneß-Prozess

Auch ohne anrüchige Deals ist es richtig, wenn
das Gericht außer erdrückendem Belastungsmaterial auch entlastende
Aspekte berücksichtigt: Etwa die Tatsache, dass die Ermittler
offenbar nur einen Bruchteil von Hoeneß– tatsächlichen Verfehlungen
entdeckt hatten und er gestern von sich aus offenlegte, über fünfmal
so viel hinterzogen zu haben wie ihm vorgeworfen wird. Auch die
Tatsache, dass er der Allgemeinheit nicht nur Millionen vorenthielt,
sond

Westdeutsche Zeitung: Das heikle Geständnis des Uli Hoeneß = von Peter Kurz

Die Mitglieder des FC Bayern haben ihren
Präsidenten längst freigesprochen – als sie ihn vielstimmig mit "Uli
Hoeneß, du bist der beste Mann" zu Tränen rührten. Doch die alte
Fußballerweisheit "Entscheidend ist auf–m Platz" gilt hier nicht.
Entscheidend ist im Gericht. Und da zählen viele Argumente nicht, die
dieser Tage zu hören sind: Ob Hoeneß ein grundguter Mensch ist, der
anderen aus der Patsche hilft. Oder ob er in se

WAZ: Lidl lässt es beim Lippenbekenntnis – Kommentar von Frank Meßing

Alle Welt klagt über den aggressiven Preiskampf im
deutschen Lebensmittelhandel. Doch niemand bringt diesen
vermeintlichen Automatismus zum Stoppen: Wenn Marktführer Aldi die
Preise senkt oder anhebt, ziehen alle Discounter, aber inzwischen
auch die Supermärkte mit ihren Eigenmarken nach.

Umso unverständlicher ist es, dass Lidl, immerhin die Nummer 2
unter den Discountern, die neuerliche Preissenkungsrunde bei Fleisch
und Butter geißelt, aber dennoch mitmacht.

WAZ: Diese Rechnung geht niemals auf – Kommentar von Stefan Schulte

Ob Versicherungskunden an virtuellen Gewinnen der
Konzerne beteiligt werden müssen, ließe sich hinterfragen. Außer
Frage steht dagegen, dass sich die Versicherungskonzerne selbst in
die Bredouille gebracht haben. Dass eine Hochzinsphase wie in den
90er-Jahren nicht ewig hält, wussten sie sehr wohl.

Doch ihre Zins-Versprechen waren viel zu lange eher Ausdruck
aggressiver Kundenwerbung denn langfristiger Finanzplanung. Diese
Fehlkalkulationen zu beheben, ist nicht A

WAZ: Wohnung und Daten schützen – Kommentar von Theo Schumacher

Nein, Nordrhein-Westfalen ist kein Paradies für
Kriminelle. Aus der Statistik lassen sich auch positive Trends
herauslesen: weniger Gewalttaten, weniger schwere Körperverletzung.
Die Zahl der Straftaten von Kindern und Jugendlichen sinkt, und das
ist erfreulich.

Überschattet wird die Bilanz erneut von steigenden
Einbruchszahlen. Nur jedes siebte Delikt wird aufgeklärt – eine
miserable Quote. Daran wird sich absehbar wenig ändern, trotz aller
Razzien, die der I

Südwest Presse: KOMMENTAR zu HOENESS-PROZESS Ausgabe vom 11.3.2014

KOMMENTAR zu HOENESS-PROZESS

Ausgabe vom 11.3.2014 Seit in Deutschland CDs mit umfangreichen
Daten von Steuersündern aufgetaucht sind, registrieren die
Finanzbehörden eine ständig steigende Zahl von Selbstanzeigen. Der
Prozess gegen Uli Hoeneß wird diese Zahl weiter in die Höhe treiben,
denn sein Fall zeigt nochmals öffentlich, klar und deutlich, wie
schnell man mittlerweile als Steuerhinterzieher Glaubwürdigkeit und
Reputation zu verlieren. Auch jen