Börsen-Zeitung: Schluss mit lustig, Kommentar zu RWE von Andreas Heitker

Eigentlich hätte der heutige Aschermittwoch
besser zur Bilanzvorlage von RWE gepasst als der Karnevalsdienstag.
Die ersten roten Zahlen der Nachkriegszeit musste Vorstandschef Peter
Terium gestern verkünden. Und der Nettoverlust ist mit 2,8 Mrd. Euro
auch durchaus deftig ausgefallen. Die Feierlaune ist Terium gründlich
vergangen: "Für uns ist schon seit längerem Schluss mit lustig." RWE
verdient mit Kohle- und Gaskraftwerken, also im eigentlichen Kern des
U

Rheinische Post: Kommentar / RWE ohne Vision = Von Antje Höning

Einst war RWE der Stolz des Ruhrgebietes und
sein Zahlmeister dazu. Nun steckt der Konzern in einer tiefen Krise.
Daran ist die Politik schuld, die das Geschäftsmodell einer Branche
mit der planlosen Energiewende handstreichartig vernichtet hat. Doch
auch der Konzern selbst machte Fehler. Zu spät stieg er in
erneuerbare Energien ein. Zu lange ging er unter Jürgen Großmann auf
schuldenfinanzierte Einkaufstouren, weshalb er jetzt keinen Spielraum
für Investitionen h

Rheinische Post: Kommentar / Ehrlichkeit bei der Pflege = Von Eva Quadbeck

Wenn nahe Angehörige von einem Tag auf den
anderen zum Pflegefall werden, beginnt für die Verwandtschaft ein
mühsamer Weg. Wer leistet gute Pflege? Was kostet sie? Wo gibt es
Hilfe? Antworten auf diese Fragen zu finden, ist selbst für jene
Bürger schwierig, die andere Herausforderungen des Alltags souverän
regeln. Nun kann der Staat den Bürgern nicht jede Sorge abnehmen.
Doch offizielle Benotungen von Pflegeleistungen sollten auch
aussagekräftig sei

Rheinische Post: Kommentar / Die Putin-Doktrin der Einschüchterung = Von Martin Kessler

Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine
ziemlich genaue Vorstellung davon, wie weit er gehen kann. Wenn seine
Interessen berührt sind, schlägt er schnell und kaltblütig zu. Eine
begrenzte Regelverletzung, sei es das Völkerrecht oder die UN-Charta,
nimmt er billigend in Kauf. Da er weiß, dass der Westen auf solche
Attacken nicht militärisch reagiert und gleichzeitig wirtschaftlich
abhängig ist, besitzt er einen gefährlichen Spielraum, den e

Stuttgarter Nachrichten: Stuttgart ist die deutsche Stau-Hauptstadt

"Stau bedeutet auch vertane Zeit. Verärgerte
Autofahrer. Verstopfte Straßen. Güter, die nicht rechtzeitig ans Ziel
gelangen. Und dicke Luft. Gerade im engen Stuttgarter Talkessel, wo
allein schon die Topografie die Einfallstraßen vorgibt. Es bleibt
also nichts anderes übrig, als Verkehr aus der Stadt draußen zu
halten. 20 Prozent weniger Autos sollen bis 2030 nach Stuttgart
rollen. So steht es im neuen Verkehrsentwicklungskonzept der
Landeshauptstadt.

Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Obama/Russland

Über die Haltung Amerikas machte sich der
russische Präsident Wladimir Putin keine Sorgen, als er nach der Krim
griff, zumal nicht einmal die republikanischen Scharfmacher in den
USA ernsthaft eine militärische Antwort auf die Provokation aus
Moskau verlangen. Außer einigen Wirtschaftssanktionen, die im Zweifel
den Europäern größere Sorgen bereiten müssen, wird aus Washington
wenig kommen.

Barack Obama will mit seiner Außenpolitik an sich d

Lausitzer Rundschau: Ein neues Joch – Zur Lage in der Ukraine und den Interessen des Westens

Der Besuch von US-Außenminister Kerry in Kiew und
die Pressekonferenz des russischen Präsidenten Putin in Moskau werfen
ein Schlaglicht auf die finsterste Seite des Ukraine-Dramas. Längst
geht es nicht mehr darum, was die Menschen in Europas zweitgrößtem
Flächenstaat wollen, sich wünschen oder gar erträumen. Die Ukraine
ist zum Spielball eines globalen Kräftemessens geworden. Putin
schickt Soldaten und streicht Gaspreisrabatte. Der Westen entse

Allg. Zeitung Mainz: Ein Schutzbefohlener

Von Stefan Schröder

Thema verfehlt. Wie das Kaninchen auf die Schlange schaut alles
auf den Kommissionsbericht, der die Bausünden des Limburger Bischofs
Tebartz-van Elst untersuchen sollte. Schon brüsten sich seine
Verteidiger, da stehe kaum Belastendes drin. Aber darum geht es nicht
mehr. Die Rückkehr des beurlaubten Oberhirten in seine Diözese würde
einen Aufstand auslösen, Massenaustritte der weniger Gefestigten,
Exodus der Standhaften in Nachbardi&

Märkische Oderzeitung: schreibt zu Putin:

Auch jetzt steht vor allem die Frage im
Raum, wie weit der Kreml-Chef notfalls gehen würde, um dem Westen zu
zeigen, dass er die Ukraine für sein Einflussgebiet hält, in dem die
Nato ganz gewiss nichts zu suchen habe und für das die Europäische
Union höchstens eingeschränkt als Partner in Frage kommt. Die Sorge,
dass nach wie vor ein möglicher Krieg im Raum steht, bringt vor allem
der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier zum Ausdruck.

Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Internationale Tourismusbörse Reisen verbindet Wolfgang Mulke, berlin

Reisen und Gutes tun. Das passt zusammen. Denn
die Bundesbürger geben auch in diesem Jahr im Ausland wieder viele
Milliarden Euro aus. Und ein großer Teil dieser Art von Kapitalexport
landet in Krisenländern wie Griechenland, Spanien und Portugal. Das
hilft mehr als gute Worte und Ratschläge aus Deutschland. Denn es
bringt Einkommen in Gebiete, die wirtschaftlich sonst nicht viel
bieten können, außer vielleicht etwas Landwirtschaft. Die Wirkung der
touristisc