Der Fall Asse zeigt, dass die Endlagersuche
pragmatisch und nicht aus parteipolitischem Kalkül heraus angegangen
werden muss. Dass niemand ein Endlager für Atommüll vor seiner
Haustür haben möchte und sich Politiker deshalb scheuen, in ihrem
Zuständigkeitsbereich radioaktive Abfälle einlagern zu lassen, ist
klar. Allein: Der strahlende Müll ist nun einmal da, und er lässt
sich auch nicht wegdiskutieren.
Wladimir Putin bedient alle Klischees. Er
gefällt sich dabei, den Kriegsherrn zu geben, den Gebieter über ein
riesiges Reich, den gestrengen Wahrer russischer Interessen. Mit
zusammengebissenen Lippen verwahrt er sich gegen westliche Kritik, er
schaltet auf stur oder schmollt. Mancher Beobachter, der noch die
Sowjetunion erlebte, fragt sich, wer eigentlich undurchschaubarer
war: Leonid Breschnew oder Wladimir Putin.
Niemand will einen Krieg. Vermutlich auch Putin nicht. Aber s
Der Kreml-Chef versteht nur eine deutliche
Sprache. Der Westen muss ihm daher klare Grenzen aufzeigen.
Barack Obama steht in der Ukraine vor der größten außenpolitischen
Herausforderung seiner Amtszeit. Auf dem Spiel steht dabei nicht nur
die Bewahrung des Friedens im Herzen Europas. Von der Antwort des
US-Präsidenten auf die Provokation Russlands hängt vor allem die
Glaubwürdigkeit der westlichen Allianz ab. Für Obama ist das eine
Gratwanderung, wei
Die Reisebranche kann nicht länger so tun, als
ob es sie nicht gäbe – die vielen Blogger, die sich im
Tourismus-Bereich tummeln. Auf der ITB greift man diesen Trend aktiv
auf. Am Samstag gewähren Reiseblogger Besuchern Einblick in ihre
Arbeit. Im Rahmenprogramm finden rund 40 Veranstaltungen für, von,
mit und über Blogger statt. Sie geben Tipps, bieten Schnäppchen an
und offerieren bisweilen auch individuelle Beratungen. Doch die
virtuellen Touristiker sind b
Es sind erschreckende Zahlen, die wenige Tage
vor dem Weltfrauentag veröffentlicht werden. Die in der EU größte
Studie zur Gewalt gegen Frauen deckt nicht nur das Ausmaß
körperlicher Übergriffe auf. Sie belegt auch, wie oft Frauen sexuell
belästigt werden. Sie zeigt, dass Sexismus in unserer Gesellschaft
strukturell verwurzelt bleibt. Beispiele dafür gibt es viele. Im
vergangenen Jahr debattierten deutsche Politiker
öffentlichkeitswirksam &uu
Da läuft also etwas gewaltig schief in unseren
offenen, liberalen Gesellschaften – und die enorme Zahl von Opfern
zeigt, dass nicht nur die prekären Randbereiche betroffen sind.
Besonders schrecklich für viele Opfer ist, dass sie den Terror einsam
erdulden müssen: Da ist niemand, dem sie sich anvertrauen können.
Vereinzelung, Bindungslosigkeit, Desinteresse haben die Mechanismen
der sozialen Kontrolle ruiniert. Das regelmäßige Geschrei in der
Wohnung neb
So lammfromm kann eine militärische Drohung
klingen. Natürlich wolle er keinen Krieg in der Ukraine, säuselt
Wladimir Putin. Deshalb hat er sich ja für die Invasion, die er nicht
will und die er nicht für notwendig hält – "bislang", wohlgemerkt –
schon einen Freibrief vom Parlament abgeholt. Dass aus Putins Sicht
der Umsturz in Kiew illegal war, kann dafür nicht als Rechtfertigung
herhalten. Und auch die angebliche Lebensgefahr für russische
Frühlingsgefühle auch in der Autoindustrie: Die
Branche drückt wieder stärker aufs Gaspedal – allerdings nicht
unbedingt, was die PS-Zahlen angeht. Es sind die gestiegenen
Verkaufszahlen in den beiden ersten Monaten in Deutschland um plus
sechs Prozent und die leichte Erholung in Europa generell, die Anlass
zum vorsichtigen Optimismus geben und sich beim Genfer Autosalon
positiv auf die Stimmung auswirken. Dabei sind es diesmal eben nicht
die PS-Boliden, die ansonsten d
In der Ukraine-Krise hat Wladimir Putin ein für
ihn wichtiges Ziel erreicht, ohne einen gezielten Schuss abgegeben zu
haben: Er wird ernst genommen. Nach Jahren der empfundenen
Demütigungen kann der Kreml-Herrscher derzeit aus dem Westen zwar
keinen Beifall für sein Säbelrasseln erwarten, aber von Barack Obama
über Angela Merkel bis hin zur EU und NATO heißt es wie aus einem
Mund: Eine Lösung der Krise kann nicht gegen, sondern nur mit
Russland erfolgen.
Große Konzerne jammern besonders laut. So jetzt
auch RWE. Natürlich ist der tiefe Sturz des Essener Energieriesen,
der im Vorjahr noch einen Gewinn von 1,3 Milliarden Euro
erwirtschaftet hat und den Aktionären jetzt einen Verlust von 2,8
Milliarden erklären muss, beängstigend. Doch Hauptursache sind nicht
zu niedrige Strompreise, das Erneuerbare-Energien-Gesetz oder andere
dunkle Mächte, sondern Abschreibungen auf alte Großkraftwerke. Sie
hat RWE noch