Obwohl sich Griechenland und Europa am Freitag
im Schuldenstreit geeinigt haben, ist die Krise nicht vorbei. Das
ungebrochen selbstbewusste Auftreten des Duos Tsipras/Varoufakis
lässt Böses ahnen. Sie tönen, die Griechen würden das Drehbuch der
Reformen nun wieder selbst schreiben. Nein, werden sie nicht. Sie
wollen Milliarden von Europa, also wird Europa ihnen sagen, wofür sie
das Geld nutzen – und wofür nicht. Im günstigen Fall diente das
Triumph-Geheul
Es gibt diesen Satz, dass Menschen erst wissen,
was sie an einer Sache hatten, wenn sie diese verloren haben. Genau
so ist es mit den Impfungen. Das Gefährliche an der oft verharmlosten
Kinderkrankheit Masern sind Komplikationen und Spätfolgen wie Lungen-
und Gehirnentzündungen. Doch die sind in Vergessenheit geraten. Die
fatale Logik: Wirkt ein Impfschutz flächendeckend, kommt die
Krankheit kaum noch vor und wird nicht mehr ernst genommen. Prompt
wird der Sinn von Impfu
Einmal unachtsam zurückgesetzt, schon ist es
passiert. Wer regelmäßig Auto fährt, der wird irgendwann einmal
anecken – an der Mauer des Nachbarn, beim Einparken am Hintermann,
bei Glatteis an der Leitplanke. Das ist nicht schlimm. Schlimm ist
es, wenn sich unter Autofahrern eine Kultur des Sichwegschleichens
entwickelt und der Fluchtreflex, das Retten der eigenen Haut,
wichtiger wird als die Notwendigkeit, sich um einen Verletzten zu
kümmern. Ein Kratzer ist kein
Der große Knall ist wieder einmal verhindert
worden. Gelöst ist mit der Einigung vom Freitagabend aber nichts.
Griechenland ist überschuldet und reformbedürftig wie eh und je.
Zumindest gibt es nun eine Gesprächsbasis für die nächsten Monate
voller neuer Fristen. Diese Woche geht es los: Athens Regierung muss
mit einer Liste von Reformen die Partner überzeugen, dass sie es
ernst meint mit der Erneuerung des Landes – nur dann kann auch der
Bundestag
Wenn Eltern überlegen, ob sie ihre Kinder
tatsächlich impfen lassen sollen, dann liegt das auch daran, dass die
meisten Krankheiten, gegen die es einen Schutz gibt, ihren großen
Schrecken verloren haben. Nur ist die Realität eben eine andere, wie
die aktuelle Masern-Welle zeigt. Vermeintlich harmlose Krankheiten
können immer noch schlimme Folgen haben. Das war früher so, das ist
heute so. Zum Glück ticken die meisten Eltern vernünftig. Sie wissen,
wi
Die Überlegungen, die Starthilfe für
Kosovo-Rückkehrer zu kürzen, sind richtig. Das humanitäre
Hilfsprogramm ist dafür gedacht, Migranten die Wiedereingliederung
in ihrem Heimatland zu erleichtern, wenn schon der Traum in ihrem
Zielland geplatzt ist. Langfristig hilft den Kosovaren aber nur
eines: Arbeitsplätze. Und da ist die heimische Regierung gefragt.
Jobs von ausländischen Investoren kommen nur, wenn das Land
endlich seine Korruptions- und
Zwei Ereignisse bestimmten an diesem Wochenende die
Nachrichten aus der Ukraine: erstens die Gedenkfeier anlässlich der
Proteste auf dem Maidan vor einem Jahr, zweitens die Anzeichen einer
leichten Entspannung in der Ostukraine. Die Bilanz ein Jahr nach den
prowestlichen Protesten in Kiew mit rund 100 Toten ist bitter. Das
Land zwischen Polen und Russland ist instabiler denn je,
wirtschaftlich ruiniert, politisch gespalten. Die Krim gilt als
verloren, und im Osten wüten die Sepa
"Leider sind wir bankrott." Ausgesprochen hat diesen
Satz der griechische Premierminister. Er hieß Trikoupis, und man
schrieb den 10. Dezember 1893. Damals hatte es 14 Jahre gedauert, bis
Gläubiger und Schuldner feststellten, es gehe nicht mehr so weiter.
Zu einem Ende kam die Misere nicht, denn vier Jahre später fehlte
wieder Geld. Eine internationale Finanzkommission erhielt Zugriff auf
Staatseinnahmen wie Zölle und Steuern. Die scheinbar schnelle Lösung