Nun gehört es zum Wesen eines Streiks, dass er
der Gegenseite wehtut. Zum Wesen eines Streiks gehört aber auch, dass
alle Beteiligten aufpassen müssen, sich nicht zu verrennen, denn ein
überzogener Arbeitskampf kann ein Unternehmen langfristig schädigen.
Online-Versandhändler werden nicht lange zusehen, wie ihre Ware in
den Verteilzentren verstaubt, sondern sich der Konkurrenz zuwenden.
Deshalb ist es wichtig, dass beide Seiten nicht nur daran denken, wie
sie d
Sepp Blatter, Günther Jauch, Gregor Gysi – und
nun auch noch Anshu Jain und Jürgen Fitschen: Götter-, zumindest
Vorsitzendendämmerung. Ein wenig ist der Rücktritt jedenfalls eines
der beiden Co-Chefs eine Art Blatterisierung der Deutschen Bank.
Deren langjähriger oberster Investmentbanker rief zwar auf der
Hauptversammlung nicht: "Let–s go Deutsche!" Seine wiederholten
Beteuerungen, er, der einstige Anführer auch von Übeltätern, k&oum
Vor dem heutigen Aktionstag der IG Metall gegen die
geplanten Stellenstreichungen hat Siemens sein Vorgehen verteidigt.
Die Gewerkschaft kritisiert, dass trotz des jüngsten Rekordauftrags
aus Ägypten etwa im Werk Mülheim 950 Stellen gestrichen werden
sollen.
"Die Märkte sind umkämpft, deshalb sind die Preise für große
Gasturbinen in den letzten drei Jahren um ein Drittel gefallen. In
Deutschland hat die Energiewende dafür gesorgt, dass es k
Fast zehn Prozent Stimmen für eine
Pegida-Kandidatin, die auf ihren Kundgebungen Gift und Galle
verspritzte und durch peinliche Unkenntnis der lokalen Verhältnisse
auffiel. Ein Armutszeugnis. Rechnet man noch die fast fünf Prozent
dazu, die der AfD-Kandidat bekam, zeigt sich, wie groß der Frust ist,
der immer noch in Dresden steckt. Pegida mag zwar schrumpfen. Aber
die Wut, Unzufriedenheit, Fremdenangst, der Hass auf Politiker und
Medien, all das ist noch da.
Nur mal kurz die Welt retten – ist es das, was man
von einem solchen Gipfel erwartet? So naiv wird niemand ernsthaft
sein. Die Tage von Elmau waren der sehr ehrenwerte und ernsthaft
betriebene Versuch von sieben der weltweit wichtigsten
Führungspersönlichkeiten, sich ihrer selbst und der wechselseitigen
Loyalität zu versichern und die großen Linien festzuhalten. Ob das
Ritual so pompös ausfallen muss, darüber lässt sich trefflich
streiten. Dass es aber
Ministerpräsident Alexis Tsipras mutet den
europäischen Kreditgebern einiges zu. Der griechische Premier scheint
es darauf anzulegen, die letzten Fürsprecher auf europäischer Ebene
wie etwa Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zu verprellen. Doch
was soll der Zweck dieser Übung sein? Der Grexit, also der Austritt
aus der Eurozone? Das kann nicht im Interesse von Tsipras sein, denn
Hellas würde sich wohl in Windeseile zum Armenhaus Europas
entwickeln. U
Die deutsche Regierungschefin sollte aufpassen, dass
sie nicht so wird wie ihr Vor-Vorgänger Helmut Kohl. Der
interessierte sich in seiner späten Kanzlerschaft auch nur noch für
die große Bühne und ließ die Dinge zu Hause schleifen. Auch Merkel
neigt inzwischen dazu. Besonders deutlich wird das in der
Klimapolitik: In Elmau schaffte sie es gemeinsam mit Amerikanern und
Franzosen, die übrigen Teilnehmer auf ambitionierte Klimaschutz-Ziele
zu verpflichten.
Ja, der G-7-Gipfel in den bayerischen Alpen ist
ein Erfolg geworden. Wer die 23-seitige Abschlusserklärung liest,
findet dort viele richtige Ziele. So haben die sieben großen
marktwirtschaftlichen Industriestaaten bekräftigt, die Erwärmung der
Erdatmosphäre unter zwei Grad halten zu wollen, bis zum Ende dieses
Jahrhunderts den Übergang zu einer klimaneutralen Weltwirtschaft zu
unterstützen und ihren eigenen Treibhausgasausstoß bis 2050 in etwa
zu
Es muss auch an die Opposition appelliert werden,
aus dem Wahlergebnis die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Alle drei
Chefs der Oppositionsparteien beeilten sich zu versichern, sie würden
auf keinen Fall in eine Koalition mit der AKP eintreten. Das ist als
erste Reaktion nachvollziehbar, sollte aber nicht das letzte Wort
sein. Viel wird davon abhängen, wie Staatspräsident Erdogan agiert.
Das Wahlergebnis ist für ihn persönlich ein Rückschlag. Aber er
h&au
Sollte Wladimir Putins Verhalten irgend etwas
Gutes an sich haben, dann vielleicht das: Die G 7 sind näher
aneinandergerückt, sie haben sich ihrer eigenen Werte versichert. Die
reichen Industrieländer wollen sich nicht als Herren dieser Welt
aufspielen, wie Jean Claude Juncker auf Schloss Elmau sagte, sondern
sie wollen sich als die Verantwortlichen dieser Welt zeigen.
So haben sie sich verhalten. Sie haben eine solche Vielzahl von
Initiativen ergriffen, dass die einzelne