Die Jury für den Deutschen Buchpreis hat die
Fall Proporzfalle souverän gemieden. Mit drei Männern und drei Frauen
ist das Geschlechterverhältnis zwar ausgewogen, damit hat sich die
Ausgewogenheit aber schon. Auch von politischer Korrektheit ließ sich
die Jury nicht leiten: Feridun Zaimoglu, der in "Siebentürmeviertel"
die aktuell brisante Frage stellt, was Heimat bedeutet, wäre ein
wohlfeiler Kandidat gewesen – aber auch eine langweilige Wahl. D
Rund 140 Museen gibt es in der Oberpfalz. Ohne
das tatkräftige Engagement von Ehrenamtlichen würden die meisten von
ihnen so nicht existieren. Es sind viele kleinere, liebevoll
gestaltete Häuser darunter, die weder in Technik noch Ausstattung mit
den großen staatlichen Museen mithalten können. Dennoch erfüllen sie
ein wichtige Aufgabe: Sie bewahren ein Stück Heimatgeschichte und
bilden das Gedächtnis unserer Region. Es reicht nicht, diese
Einrichtun
"Die Entscheidung der Regierung, die Bundeswehr
in ein gewaltsames Vorgehen der EU gegen das Schlepperunwesen im
Mittelmeer einzubinden, steht für einen Wechsel der Vorzeichen: So
ganz in Samthandschuhen wird selbst Deutschland nicht mehr alle
Probleme angehen können, die zu Treibern der Flüchtlingskrise
geworden sind."
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Joachim Volk
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Die Entscheidung des Kreises Minden-Lübbecke,
eine Schule im laufenden Betrieb für die Unterbringung von
Flüchtlingen zu räumen, wird die aufgeheizte Diskussion um die
Aufnahme von Flüchtlingen weiter befeuern. Die Jahn-Realschule in
Lübbecke läuft zwar in zwei Jahren aus, doch die verbliebenen 150
Schüler der neunten und zehnten Klassen hatten bereits gestern ihren
letzten Schultag in ihrem gewohnten Umfeld. Nach zweitägigem
Unterrichtsausfall
Die Bundeskanzlerin steht. Das muss man ihr
lassen. Und sie steht richtig. Erst nach langem Zögern hat Angela
Merkel das Thema "Flüchtlinge" entdeckt, dann aber von ihrer
Richtlinienkompetenz konsequent Gebrauch gemacht. Der Impuls,
Menschen in Not zunächst zu helfen und erst dann zu prüfen, ob sie
tauglich sind, integrationswillig und -fähig, ist richtig. Nicht alle
Zuwanderer sind aus lauteren Gründen hier, nicht alle sind ehrlich.
Aber doch gilt z
Medial hart angeschossen war Kölns
Polizeipräsident Wolfgang Albers bereits im vorigen Jahr, nachdem
einige Neonazis bei der Krawallveranstaltung "HoGeSa" gesoffen und
randaliert hatten. Jetzt steht er in der Kritik, weil er den
Ergebnissen eines disziplinarrechtlichen Verfahrens vorgegriffen und
eine Einheit von Elitebeamten aufgelöst hat. Er schuf Fakten, statt
die Ermittlungen rechtlich sauber zu Ende zu führen. In seiner
Berufsauffassung gilt Albers als z
Papst Franziskus ist ein kluger Mann. Die
Kardinäle wählten ihn im Konklave 2013 auch aus dem Grund, weil er
als Erzbischof von Buenos Aires immer wieder mit der Zentralbehörde
in Rom aneinander geraten war. Die Verhältnisse in der Kurie glichen
spätestens zum Ende des Pontifikats Benedikt XVI. einem wild
gewordenen Hühnerhaufen. Franziskus sollte Saubermachen, die
Öffentlichkeit wusste durch Skandale wie "Vatileaks" Bescheid.
Franziskus rä
Ein nüchterner Blick zurück macht deutlich: Der
Westen hat sich so lange wie möglich in Syrien herausgehalten. Auf
den Einsatz der berüchtigten Fassbomben oder anderer Gemetzel folgten
diplomatische Einsprüche voller Zorn, die unfreiwillig politische
Ohnmacht bewiesen. Ein militärisches Eingreifen war verpönt, die
schlechten Erfahrungen aus Afghanistan oder nach zwei Irak-Kriegen
ließen kaum einen anderen Schluss zu. Doch das Nichtstun hatte
Folgen.
Wenn Facebook den Daumen senkt, dann schaut
die Welt hin. Ein neuer "Gefällt mir nicht"-Knopf soll dazu dienen,
Mitgefühl auszudrücken, etwa bei Unglücksfällen. Wenn das mal nicht
nach hinten losgeht: Denn in dem Moment, wo Facebook einen solchen
Button zur Verfügung stellt, wird er auch verwendet werden. Ob im
Sinne von Facebook-Chef Zuckerberg, interessiert die Nutzer nicht.
Diese Erfahrung haben andere Portale bereits gemacht. Als "Bild.de&quo
Mark Zuckerberg hat mit Facebook eine Plattform für mehr als eine
Milliarde Menschen geschaffen. Die Nutzer des digitalen Netzwerks
sollen fortwährend ihr Handeln, ihren Alltag, ihre Ansichten anderen
zugänglich machen. Facebook hat also unzweifelhaft den Anspruch an
sich selbst, die Lebenswirklichkeit eines wesentlichen Teils der
Erdbevölkerung abzubilden. Bei genauerem Hinsehen ist das Netzwerk
diesem Anspruch jedoch nie gerecht geword