– 2014 fielen 32.658 Menschen dem Terrorismus zum Opfer. Im Jahr 2013
waren es hingegen nur 18.211 Tote. Damit wurde der bisher größte
Anstieg verzeichnet
– Boko Haram und der IS sind gemeinsam für 51 % aller weltweit in
diesem Zusammenhang geforderten Todesopfer verantwortlich
– Die Zahl der Länder mit mehr als 500 Toten stieg um 120 % auf 11
Länder an
– 78 % aller Todesfälle und 57 % aller Angriffe wurden in nur fünf
Ländern verzeic
Nach Einschätzung des stellvertretenden
Vorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, ist die
deutsche Polizei schon vor den jüngsten Terroranschlägen in Paris an
ihre Belastungsgrenze gekommen. "Das hat weniger mit dem aktuellen
Migrationsdruck zu tun, sondern vor allem mit den
Personaleinsparungen der letzten Jahre", sagte Radek der "Lausitzer
Rundschau" (Dienstag-Ausgabe).
So seien bei der Bundespolizei und den Landespolizeien i
Der Islamwissenschaftler und Nahostexperte Michael
Lüders hat angesichts der Terroranschläge in Paris nachdrücklich vor
einem verstärkten militärischen Eingreifen des Westens gegen den
sogenannten islamischen Staat (IS) in Syrien und dem Irak gewarnt.
"Der IS hat eine klare Strategie, sucht den Showdown mit den
westlichen Gesellschaften und will, dass wir Geiseln der Angst
werden. Der IS will die Europäer in einen Bodenkrieg zwingen und
hofft, dass die N
In Krisenzeiten sei es für den ehrenhaften
Menschen nicht am schwersten, seine Pflicht zu tun, sondern sie
überhaupt zu kennen, schrieb einst der heute weithin vergessene
französische Staatsphilosoph und Gegner der Revolution von 1789 Louis
Gabriel Ambroise Vicomte de Bonald. Nach den blutigen Anschlägen von
Paris erfasste eine Welle der Anteilnahme und der Solidarität auch
Deutschland. Doch darüber, was genau jetzt die Pflicht der
verantwortlichen Politiker i
In vielen Unternehmen gibt es einen Kanon der
Firmenethik. Er wurde irgendwann einmal formuliert und postuliert und
ruht seither in irgendwelchen Schubladen oder Computerdateien
friedlich vor sich hin. Manchmal erinnern sich
Personalverantwortliche vielleicht noch daran, wenn sie Interviews
mit Medienvertretern führen. Beim Autozulieferer Continental bemüht
man sich hingegen aktiv um die Unternehmenswerte und gibt durchaus
zu, dass es bei der Umsetzung in den Arbeitsalltag noch
Spätestens seit den Terroranschlägen am
vergangenen Wochenende ist klar: Der Westen hat seinen Teil dazu
beigetragen, dass dieses blutrünstige Monster überhaupt erst
entstand, das nach der halben Welt greifen will. Es zu vernichten
erfordert mehr als die rhetorischen Taschenspielertricks, die der
deutsche Chefdiplomat aufführt. Wer das Monster Islamischer Staat
besiegen will, muss vor allem glaubwürdig sein – keine Mission mehr
für Frank-Walter Steinmeie
Im Schloss Versailles und vor beiden
Parlamentskammern hat Präsident François Hollande seine Landsleute
auf entschlossene Zuversicht eingeschworen. Die Republik befinde
sich im Krieg, werde den Terror aber besiegen. Gut gebrüllt, Kater.
Denn mit der Einheit der Nation, die es bräuchte, um das Land gegen
das einsickernde Gift des IS-Terrors zu immunisieren, ist es
nicht weit her. Die Polizei tritt zwar entschlossen auf, aber die
politischen Lager versuchen Kapi
In ein paar Tagen wird die Trauer über die
schrecklichen Attentate von Paris verblasst sein. Das ist menschlich;
nach Charlie Hebdo, nach dem Absturz des russischen Ferienfliegers,
nach der Attacke auf das Touristenhotel in Tunesien war das nicht
anders. Gefühle sind wichtig, doch sie ändern nichts: Wir müssen
Konsequenzen aus den Anschlägen ziehen – und zwar sofort. Denn dass
Deutschland und andere Länder Europas wahrscheinlich schon in Kürze
in das Fade
Auch für die internationale Politik gilt, dass die
Hoffnung zuletzt stirbt. Wann, wenn nicht jetzt, sind die
Weltenlenker in Nord und Süd, in West und Ost, allen voran die in
Amerika, Europa und im Nahen Osten, aufgerufen, gemeinsam über alle
ideologischen Gräben hinweg dem "Islamischen Staat" (IS) die Stirn zu
bieten? Der IS kämpft gegen uns alle. Konsequenz daraus kann nur
gemeinsames Handeln sein. Das zwingt, da der IS keinen Verhandlungen
zugängl
Ihren Ursprung haben sowohl die Flüchtlingskrise
als auch der IS-Terrorismus vor allem im Irak und in Syrien – und in
einer verfehlten Politik Washingtons im Nahen Osten. Nach der
US-Intervention und dem Sturz Saddam Husseins haben die Amerikaner
die irakische Armee in die Arbeitslosigkeit entlassen. Saddams
ehemalige Offiziere bilden heute den Kern des militärischen Arms des
IS. Derselbe Fehler droht nun in Syrien wiederholt zu werden. Der
Ruf, Diktator Assad müsse weg, ha