Viel Brimborium, nichts gewesen, so wird bei den
meisten Bürgern auch in diesem Jahr der G7-Gipfel ankommen. Und in
der Tat wurde in Japan vieles beschlossen, was eigentlich
selbstverständlich ist. Dass man den Freihandel befürwortet, etwa.
Dass man die Fluchtbewegung als globales Problem ansieht. Dass man
die Sanktionen gegen Russland fortsetzen oder sogar verschärfen will,
wenn der Krieg im Donbass nicht aufhört. Dass das Klimaabkommen von
Paris umgesetzt werden
Kommt der nächste Zinsschritt in den USA nun im
Juni oder wird sich die US-Notenbank Fed ein weiteres Mal in
Zurückhaltung üben und erst mal nicht an der Zinsschraube drehen?
Diese Frage wird die Marktteilnehmer in den zwei Wochen bis zur
nächsten Zinssitzung des Fed-Offenmarktausschusses am 14. und 15.
Juni beschäftigen, und sie werden wie gewohnt die Konjunkturdaten aus
den USA, die Äußerungen der US-Notenbankvertreter, aber auch die
Entwicklung in Sac
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Deshalb
ist es zumindest verfrüht, jetzt anzunehmen, Adidas würde die
Produktion aus Asien abziehen und nach Deutschland zurückholen.
Angesichts von 300 Millionen Paar Schuhen, die der Hersteller im Jahr
produziert, sind eine halbe Million eben nur ein winziger Teil.
Dennoch ist die neue Fabrik in Ansbach eine Sensation: Das Projekt
ist wegweisend für die Zukunft der Industrie in Deutschland, weil es
zeigt, wie wettbewerbsfä
Auf große Symbolik versteht sich Barack Obama. Sein
Besuch in Hiroshima wird in die Geschichtsbücher eingehen – auch wenn
er keine Entschuldigung für den Nuklearangriff vor 71 Jahren
ausgesprochen hat. Dass er überhaupt gekommen ist, als erster
US-Präsident, kann man ihm schließlich gar nicht hoch genug
anrechnen. Und selbst in Japan hatte kaum jemand eine Entschuldigung
erwartet; vielmehr ging es beiden Seiten darum, ihre Verbundenheit zu
betonen.
Von der Linkspartei hat man länger nichts mehr
gehört, doch nun platzt der Streit zwischen Ex-Fraktionschef Gregor
Gysi und der amtierenden Linken-Spitze mitten in die Zeit vor dem
Parteitag. Und um es klar zu sagen: Gysi hat Recht.
Seine Diagnose, die Willkommenskultur sei grundsätzlich richtig,
aber fälschlicherweise nicht mit einem politischen Programm für die
unteren Bevölkerungsgruppen verbunden gewesen, trifft ins Schwarze.
Denn gewisse Teile der W&a
Gut 30000 der 23,9 Millionen deutschen
Katholiken haben sich auf den Weg nach Leipzig gemacht, um den
Katholikentag des Jahres 2016 mitzufeiern. Maliziöse Anmerkung: 30000
Besucher kann mitunter auch ein Fußballverein der 2.Bundesliga bei
seinen Heimspielen vorweisen. Die Vorbereitungen für das
"Großereignis" haben Monate gedauert, es ist viel Geld in die Hand
genommen worden. Der Papst hat extra zur 100. Auflage eine
Grußbotschaft übermittelt, de
Hiroshima ist das heilige Symbol für eine der
größten Todsünden der Menschheit. Das vor 71 Jahren entstandene Bild
vom Atompilz gehört zum Erinnerungsschatz von Generationen. Wer an
diesem Wallfahrtsort des Friedens die Stimme erhebt, muss mehr als
Worthülsen liefern. Oder den x-ten Aufguss der Debatte, ob der Abwurf
der Bombe militärisch notwendig oder moralisch verwerflich war. Bei
aller Wertschätzung für die Geste, die ihren entschuldigenden
Mehr als 50 Jahre lang hat der Steuerzahler die
Steinkohle gefördert, Milliarden flossen ins Ruhrgebiet. Doch
zukunftsfähig ist das Revier nicht geworden. Es zieht das Land
runter, NRW ist mit seinem Null-Wachstum Schlusslicht der Länder.
Auch die Perspektiven sehen düster aus. Duisburg, Oberhausen und
Gelsenkirchen stehen ähnlich schlecht da wie der Osten. Und das,
obwohl es Leuchttürme wie den Duisburger Hafen gibt. Gewiss: Bei den
Kohle-Subventionen spielte
In der Bekämpfung der Flüchtlingskrise ist es
beim G 7-Gipfel nicht gelungen, ein starkes Signal zu setzen. Das ist
beklagenswert. Denn wer auf der Welt soll bei der Linderung dieses
Dramas voranschreiten wenn nicht die wohlhabendsten Länder dieser
Erde? Dabei wäre es möglich gewesen, Selbstverpflichtungen zur
Aufnahme von Flüchtlingskontingenten einzugehen und damit ein Zeichen
der Solidarität zu setzen. Doch dazu war niemand bereit. Merkel will
nicht meh
Mit einem höchst ungewöhnlichen Schritt hat
Hannelore Kraft, die nach den Kölner Silvester-Ausschreitungen arg in
Bedrängnis geraten ist, jetzt zum Befreiungsschlag angesetzt: In
einer eidesstattlichen Versicherung bekräftigt die Regierungschefin,
bis zum 4. Januar keine irgendwie gearteten Kontakte zu ihrem engsten
Beraterkreis gehabt zu haben. Bislang waren ihre entsprechenden
Beteuerungen eher auf Skepsis gestoßen, zumal Krafts persönliche
Berater, zu