Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Ingenieurmangel

Es ist paradox: Da bringt Bundesverkehrsminister
Alexander Dobrindt (CSU) ein milliardenschweres Programm zur
Sanierung des Straßennetzes auf den Weg – und zugleich haben die
Behörden immer größere Probleme, Ingenieure zur Umsetzung der
Projekte zu finden. Gewiss: Die deutsche Wirtschaft brummt, und
Ingenieure sind nicht nur bei den Straßenbaubehörden gefragte
Spezialisten. Dass die Behörden oft das Nachsehen haben, hat einen
einfachen Grund: Sie zah

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Türkei

»Cumhuriyet«, gesprochen: Tshumm-vur-i-hätt,
heißt auf Deutsch »Republik«. Dieser wunderbare 92 Jahre alte
Zeitungstitel ist der letzte Dorn im Auge des türkischen Präsidenten
Recep Tayyip Erdogan. Er will sich seine großtürkischen Visionen
durch nichts eintrüben lassen. Nach der Schließung von 165
Zeitungsredaktionen, Radio- und TV-Stationen erstickt der Pascha
jetzt auch das international beachtete Aushängeschild ein

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Gaucks Nachfolger

Auf den ersten Blick ist das Ergebnis der
Gesprächsrunde negativ. Die Große Koalition hat sich nicht geeinigt,
»wieder einmal«, wie es gern heißt. Doch auf den zweiten Blick
öffnet sich damit die Möglichkeit, Sigmar Gabriels parteitaktisch
motivierte Fehlleistung zu korrigieren. Schließlich war kaum zu
erwarten, dass der SPD-Vorsitzende »seinen« Kandidaten Frank-Walter
Steinmeier einfach so fallen lassen wird. Der Schaden – nicht

Rheinische Post: Ein Lob für den „Idiotentest“ Kommentar Von Reinhard Kowalewsky

Wenn sich im vergangenen Jahr mehr als 90.000
Bürger der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) stellen
mussten, dann ist dies erst einmal eine gute Nachricht: Der Staat
muss notorische Alkoholsünder, Rüpel am Steuer oder Konsumenten von
Drogen genau unter die Lupe nehmen. Den Führerschein sollten nach
schweren Vergehen nur diejenigen wiederbekommen, die glaubhaft
machen, dass sie sich gebessert haben. Sie müssen auch frühere Fehler
einsehen. Dabei ist

BERLINER MORGENPOST: Berliner Entschleunigung / Leitartikel von Christine Richter zu rot-rot-grüner Verkehrspolitik

Es geht um das Miteinander im Straßenverkehr, das
hopplahopp zugunsten der Radfahrer verschoben werden soll. In einer
wachsenden Stadt müssen die politisch Verantwortlichen reagieren –
mehr Straßenbahnzüge oder U-Bahnzüge einsetzen, auch gute Radwege
bauen, wenn immer mehr Menschen auf das Rad umsteigen. In einer
wachsenden Stadt sollten politisch Verantwortliche aber keine
einseitige Politik für eine Gruppe machen und die anderen – in diesem
Fall die Autofa

Allgemeine Zeitung Mainz: Ohne Ende / Kommentar von Christiane Stein zu VW und Audi

Die Abgasaffäre ist noch lange nicht ausgestanden.
Nicht nur, weil die Umrüstung betroffener Fahrzeuge Zeit braucht. Und
weil die Gerichte viel Mühe werden investieren müssen, um die Klagen
von Aktionären – am Landgericht Braunschweig liegen davon 1400 vor –
zu bearbeiten. Immerhin geht es dabei um Schadenersatzansprüche von
über 8 Milliarden Euro. Wirklich fatal ist allerdings, dass der Tag
Null noch immer nicht erreicht ist, wie das Wochenende einmal meh

Rheinische Post: Amerikanisches Trauma Kommentar Von Michael Bröcker

In der jüngeren Geschichte der
US-Präsidentschaftswahlen waren die Kandidaten noch nie so unbeliebt.
Wer eine Rede Donald Trumps in voller Länge schaut, erschreckt
angesichts der intellektuellen Inkompetenz. Wie ein Halbstarker
poltert Trump durch Ressentiments und Halbwahrheiten. Und Hillary
Clinton? Sie hat in der E-Mail-Affäre gelogen, die Verstrickungen mit
der Finanzelite sind tief und die politischen Methoden ihres Umfelds
unappetitlich. Die USA, dieser Sehnsuchtso

Rheinische Post: Präsidiale Aspekte Kommentar Von Gregor Mayntz

Keine Frage: Frank-Walter Steinmeier wäre ein
würdiger und guter Nachfolger Joachim Gaucks als Bundespräsident.
Wäre die Union Juniorpartner einer rot-schwarzen Koalition und ohne
eigene personelle Alternative, hielten ihn die meisten
Christdemokraten in der Bundesversammlung auch für wählbar. Aber die
Union bringt nun einmal über 150 Mandate mehr auf die Waagschale als
die SPD. Da ist es schwer zu vermitteln, ausgerechnet in einem
Wahljahr ohne Durchset