Badische Neueste Nachrichten: zu SPD-Parteitag Baden-Württemberg Kommentar von Wolfgang Voigt

Jetzt geht es darum, zu retten, was vielleicht
noch zu retten ist. Neben der üblichen Rhetorik des Ärmelaufkrempelns
und des Kämpfens setzt Parteichef Schmid auch erkennbar auf
Korrekturen am bisherigen Kurs. Dazu zählen die stärkere Profilierung
der Partei als soziales Gewissen und der eine oder andere beherzte
Tritt in Richtung Koalitionspartner. Das geht in Ordnung und entbehrt
nicht eines gewissen Unterhaltungswerts. Wenn die Partei nun aber die
eigenen Kabinettsm

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Volkswagen

Je tiefer man wühlt, desto mehr Unrat kommt ans
Tageslicht. Diesen Eindruck vermitteln die Ermittlungen bei
Volkswagen. Wenn es stimmt, dass viel mehr Manager als bisher von
der Konzernspitze eingeräumt an den Abgas-Manipulationen beteiligt
waren oder zumindest davon wussten, sagt dies Erschreckendes über die
Führungsstruktur bei Europas größtem Autobauer aus. Eine ganze
Abteilung fühlte sich offenbar von den Vorgaben des VW-Vorstandes
derart unt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur schnelleren Terminvergabe beim Facharzt

Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die belegen,
dass gesetzlich Versicherte länger auf einen Arzttermin warten müssen
als Privatpatienten. Ein großes Ärgernis, keine Frage. Ob die neu
eingerichteten Terminvergabestellen da helfen können? Wunder sind
nicht zu erwarten. Trotzdem macht das Gesetz Sinn. Wenn sich
innerhalb von vier Wochen kein Termin bei einem niedergelassenen Arzt
findet, kann der Patient ersatzweise auf die Behandlung durch ein
Krankenhaus pochen.

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Julia Klöckners Flüchtlingspolitik

Julia Klöckner sagt Dinge, die Angela Merkel
nicht sagt oder nicht sagen will. Sie nimmt Deutschland und die
Deutschen in den Blick, während die Kanzlerin nur auf Europa
schaut. Sie bindet Kritiker in CDU und CSU ein, die Merkel mit
ihrem Kurs in immer größerer Zahl produziert. Es ist wie ein
Spiel mit verteilten Rollen, obgleich man einer tief
zerstrittenen Union so ein taktisches Kalkül kaum zutraut.
Wie ein »Thinktank&laqu

Rheinische Post: Kommentar / Mit Feinden verhandeln = Von Martin Kessler

In der Hölle von Syrien sind seit dem Beginn
des Bürgerkriegs mehr als 250.000 Menschen gestorben. Bislang hat die
Weltgemeinschaft versagt, den blutigen Konflikt zu lösen. Der dritte
Anlauf muss ein Ende dieses entsetzlichen Massakers bewirken, selbst
wenn die beteiligten Mächte für das zerrissene Land keine endgültige
Lösung finden. Deshalb müssen alle Gruppen – mit Ausnahme des
mörderischen Islamischen Staats – an den Verhandlungstisch. Denn

Rheinische Post: Kommentar / Klöckners Schachzug = Von Eva Quadbeck

Die CDU geht in der Flüchtlingspolitik zu
verteilten Rollen über. Kanzlerin Merkel bleibt bei ihrer Politik
ohne Obergrenze, während die in Rheinland-Pfalz wahlkämpfende Julia
Klöckner Stoppschilder für den Flüchtlingszustrom aufstellt.
Klöckners Forderungen können in der CDU erst Realität werden, wenn
Merkels Plan A nicht funktionieren sollte. Für den hat die Kanzlerin
noch bis Mitte März Zeit. Bis dahin wird sich die Regierung a

Rheinische Post: Kommentar / Die zerrissene Staatspartei SPD = Von Reinhard Kowalewsky

Was bedeutet es, wenn Ortsvereine der SPD im
Norden von Essen zuerst mit einer Demonstration gegen mehr
Flüchtlingsplätze in ihren Stadtteilen mobilisieren wollen – und dann
alles wieder absagen? Die Verteilung der Flüchtlinge in Deutschland
muss besser durchdacht werden. Es ist falsch, in das Ruhrgebiet mit
dem relativ zur Bevölkerung schon sehr hohen Anteil an Immigranten
genauso viele Flüchtlinge zu schicken wie in andere Regionen. Wenn
SPD-Chef Sigmar Gabriel v

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zur ISPO: Hauptsache draußen von Stefan Gruber

Die Winter-ISPO hat ihr Gesicht gewandelt.
Standen vor Jahren die klassischen Sportarten der kalten Jahreszeit
im Fokus, sind es heute die Ganzjahres-Themen Gesundheit und Fitness.
Elektronische Gimmicks wie Activity Trackers und Smart Watches laufen
Ski und Rodel den Rang ab. Kein Wunder: Zum einen hinterlassen die
schneearmen Winter der jüngsten Vergangenheit ihre Spuren, zum
anderen geizt speziell die Skiindustrie mit echten Innovationen.
Immerhin der Outdoor-Sektor boomt – und setz

Neue Westfälische (Bielefeld): Gesetzlich vorgeschriebene Auto-Testfahrten für Senioren Wenn, dann alle Viktoria Bartsch

Nur Senioren gesetzlich zu Testfahrten mit dem
Auto zu verpflichten ist Unsinn. Um die Straßen sicherer zu machen,
müssten, wenn überhaupt, alle Fahrer – egal ob mit dem Auto oder dem
Motorrad, regelmäßig überprüft werden. Laut der Unfallforschung der
Versicherer (UDV) haben zwar rund 75 Prozent der in Unfälle
verwickelten über 75-Jährigen selbst Schuld an dem Unfall – damit
liegen sie über der Quote der Fahranfänger, der 18- bi