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Ist eine Autowäsche mehr wert als die Körperpflege eines pflegebedürftigen Menschen? / Landesweite bpa-Plakataktion weist auf mangelnde Wertschätzung für Pflegeleistungen hin

Die Pflege von pflegebedürftigen Menschen ist
der Gesellschaft zu wenig wert. Das unterstreicht der Bundesverband
privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) jetzt mit einer
hessenweiten Plakataktion in den Mitgliedseinrichtungen des bpa.
Anschaulich wird verglichen, was beispielsweise die Anfahrt eines
Handwerkers kostet und was der Pflegedienst für seine
Krankenschwester als Anfahrtspauschale von den Kranken- oder
Pflegekassen bekommt. Schnell wird das Missverhältnis anhand dieser
lebensnahen Vergleiche deutlich, erklärt der hessische
bpa-Landesvorsitzende Jochen-Rindfleisch-Jantzon. „Für die Fahrt
erhält ein ambulanter Pflegedienst weniger als sechs Euro, während
Handwerker ohne weiteres Anfahrtspauschalen von 35 EUR in Rechnung
stellen.“

Im Handwerk oder anderen Bereichen hätten sich Kunden an markt-
und aufwandsgerechte Preise längst gewöhnt, während in der ambulanten
Pflege die mit den Kranken- und Pflegekassen zu verhandelnden
Vergütungen seit Jahren gedeckelt und den kleinen Pflegediensten
leistungsgerechte Preise verweigert würden. „Da ringen wir um jeden
Cent. Manche Pflegeleistungen sind längst nicht mehr kostendeckend zu
erbringen“, erklärt Rindfleisch-Jantzon. Die Plakate sollen nun auf
die niedrigen Preise für viele Pflegeleistungen aufmerksam machen und
ein Bewusstsein in der Bevölkerung schaffen, wie wenig die Arbeit der
Pflegenden oftmals wertgeschätzt werde. „Wenn für eine Autowäsche
mehr gezahlt wird als für die morgendliche Körperpflege bei einem
Pflegebedürftigen, dann stimmt etwas nicht.“

Die Anregung zu dieser Plakataktion sei von vielen Pflegekräften
aus ganz Hessen und den verschiedenen Mitgliedsunternehmen gekommen,
berichtet der bpa-Landesvorsitzende. „In Sonntagsreden wird oft
darüber gesprochen, wie wichtig und unverzichtbar die Arbeit der
Pflegekräfte sei. Dies müsste sich dann aber auch in angemessenen
Preisen ausdrücken.“

Das Plakat finden Sie hier:
http://www.bpa.de/uploads/media/plakat_he_Ansicht.pdf

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon fast
1.100 in Hessen) die größte Interessenvertretung privater Anbieter
sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
305.000 Arbeitsplätze und circa 23.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 24,2 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Manfred Mauer, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle,
Tel.: 0611/341 07 90, www.bpa.de

Original-Content von: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell

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