Die Warnung stieß auf taube Ohren. Rund 50
Politiker und Intellektuelle hatten vor Argentiniens Stichwahl ein
Manifest unterzeichnet, in dem sie einen Sieg von Mauricio Macri zum
Vormarsch der »konservativen Restauration« in Lateinamerika
erklärten. Zu den illustren Unterzeichnern zählen der brasilianische
Befreiungstheologe Frei Betto und der bolivianische Präsident Evo
Morales. Kein Zweifel: Mauricio Macri steht nach zwölf Jahren des
Kirchnerismus f
Drei Jahre nach dem Brand in der Textilfabrik Ali
Enterprises in Pakistan, bei dem 254 Menschen ums Leben kamen,
weigert sich der deutsche Textildiscounter KiK weiter, die Opfer auch
langfristig zu entschädigen. "KiK muss zur Rechenschaft gezogen
werden", forderte jetzt Shahida Parveen gegenüber der in Berlin
erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Dienstagausgabe). Die
dreifache Mutter verlor bei der Katastrophe ihren Mann und hat die
online-Petition #
Eine Allianz der Vernunft: Nach den Anschlägen von
Paris rücken die internationalen Partner zusammen und reichen auch
Moskau wieder die Hand. Noch im Frühsommer hatte die G7 Russland die
kalte Schulter gezeigt. Am Rande des G20-Gipfels fand nun ein
intensives Gespräch mit US-Präsident Barack Obama statt. In dieser
Woche fliegt der französische Präsident Francois Hollande nach
Moskau. Zuvor trifft er den britischen Premier David Cameron und
Bundeskanzleri
Auch Frankreichs Regierung ordnete die Auslieferung
des kasachischen Oligarchen Muchtar Albjasow nach Russland an. Paris
bestätigte damit ein Gerichtsurteil, das zuvor die Ausweisung
entschieden hatte. Nach den jüngsten Terrorakten in Paris lässt die
französische Regierung keine Bereitschaft erkennen, dem inhaftierten
Milliardär ein Bleiberecht zu gewähren.
Ein französisches Gericht hatte sich für die Abschiebung Abljasows
ausgeprochen. Weder in Ru
Der Islamwissenschaftler und Nahostexperte Michael
Lüders hat angesichts der Terroranschläge in Paris nachdrücklich vor
einem verstärkten militärischen Eingreifen des Westens gegen den
sogenannten islamischen Staat (IS) in Syrien und dem Irak gewarnt.
"Der IS hat eine klare Strategie, sucht den Showdown mit den
westlichen Gesellschaften und will, dass wir Geiseln der Angst
werden. Der IS will die Europäer in einen Bodenkrieg zwingen und
hofft, dass die N
In Krisenzeiten sei es für den ehrenhaften
Menschen nicht am schwersten, seine Pflicht zu tun, sondern sie
überhaupt zu kennen, schrieb einst der heute weithin vergessene
französische Staatsphilosoph und Gegner der Revolution von 1789 Louis
Gabriel Ambroise Vicomte de Bonald. Nach den blutigen Anschlägen von
Paris erfasste eine Welle der Anteilnahme und der Solidarität auch
Deutschland. Doch darüber, was genau jetzt die Pflicht der
verantwortlichen Politiker i
Spätestens seit den Terroranschlägen am
vergangenen Wochenende ist klar: Der Westen hat seinen Teil dazu
beigetragen, dass dieses blutrünstige Monster überhaupt erst
entstand, das nach der halben Welt greifen will. Es zu vernichten
erfordert mehr als die rhetorischen Taschenspielertricks, die der
deutsche Chefdiplomat aufführt. Wer das Monster Islamischer Staat
besiegen will, muss vor allem glaubwürdig sein – keine Mission mehr
für Frank-Walter Steinmeie
Eine Schweigeminute am Mittag, Blumen vor dem
Institut Français, Gedenken in der Bürgerschaft, das Kondolenzbuch im
Rathaus – Bremen findet viele Wege der öffentlichen Anteilnahme nach
den jüngsten Terroranschlägen in Paris. Die Trauer um die Opfer
findet so ihren angemessenen Ausdruck und nichts, aber auch gar
nichts, was daran auszusetzen wäre. Es ist verständlich, dass viele
Menschen die Eindrücke vom Wochenende nicht mit sich alleine
ausmachen
Frankreich befindet sich nach den Worten von
Präsident François Hollande im "Krieg" gegen die Terroristen des
Islamischen Staates. Die erste Reaktion des europäischen Nachbarn
erinnert an die der USA nach dem Angriff auf das World Trade Center
am 11. September 2001. Neben all der Trauer um die vielen Opfer
herrschte damals und heute ungeheure Wut auf die, die diese
furchtbaren Verbrechen begangen haben. Dieser Ruf nach Rache ist
menschlich nur zu verständli