»Wir sind im Krieg.« So leicht geht der Satz
inzwischen von den Lippen. Die Bilder des Schreckens in Paris mögen
an Krieg erinnern. Weil sie denen in Irak, in Syrien, in Afghanistan
ähneln. Momentaufnahmen des Grauens. Auch die Angehörigen der Opfer
mögen der Definition zustimmen. Und sie haben das Recht dazu. Im
Angesicht des gewaltsamen Todes verliert jede Definitionssuche ihren
Sinn. Jeder gewaltsame Tod ist gleich tragisch, gleich inakzeptabel,
unausspr
Ihr kriegt uns nicht." Wir brauchen diese trotzige
Selbstvergewisserung, um uns vor dem monströsen Terror von Paris zu
schützen. Dazu passt der Wappenspruch der französischen Hauptstadt:
"Fluctuat nec mergitur – sie wankt, aber sie fällt nicht." Dieser
über 650 Jahre alte Leitspruch der alten Hansestadt – mit einem
Handelsschiff im Wappen – mag uns vor Augen führen, aus welcher
Geschichte Europa seine Kraft zieht. Und er mag uns vor Augen fü
Nach den Anschlägen von Paris werde in Europa
nichts so sein wie es war, heißt es allerorten. Es liegt wenig
Hoffnung in diesem Satz. Denn die bestimmenden Reaktionen auf die
Attentate der IS-Mörderbande sind altbekannt. Unter dem Ruf der
Verteidigung der Freiheit sammeln sich jetzt auch jene, die selbst
die Axt an Humanitas und Grundrechte legen oder auf irgendeine andere
Weise die Opfer politisch missbrauchen wollen. Ein großer Teil des
politisch-medialen Trosses fo
Anschlag auf Paris: Mehr als 120 Menschen wurden
bei der Terrorserie am Freitagabend brutal ermordet. Die Terroristen
schlugen an mehreren Orten gleichzeitig zu: nahe dem Fußballstadion,
beim Live-Konzert einer Rockband, in einem Restaurant. Frankreich
steht unter Schock, Präsident Hollande verhängte den Ausnahmezustand.
Günther Jauch berichtet am Sonntagabend aktuell über die Ereignisse
und spricht mit Politikern, Experten und Augenzeugen über die
Terroransc
Der Direktor des Deutsch-Französischen
Instituts, Frank Baasner, glaubt nicht, dass Deutschland in ähnlichem
Maße terrorgefährdet ist wie Frankreich. "Dort sind die meisten
Muslime Araber, bei uns sind es vor allem Türken. In Syrien und im
Irak findet aber ein arabischer Krieg statt. Wäre das Kriegsgeschehen
mit dem IS in der Türkei, hätten wir eine wesentlich schärfere
Gefahrenlage in Deutschland", sagte Baasner in einem Interview mit
Gökay Sofuoglu, Vorsitzender der Türkischen
Gemeinde in Deutschland, befürchtet, dass die Attentate von Paris in
Deutschland eine neue Welle der Islam-Feindlichkeit hervorrufen
werden. "Im Moment herrscht in Deutschland wegen der Flüchtlingskrise
sowieso eine sehr angespannte Situation und rechtspopulistische
Gruppen wie Pegida oder die AfD werden das für sich ausnutzen. Sie
werden sich in ihrer Anschauung und in ihren Argumenten bestärkt
fühlen und
Vom 16. bis 20. November // internationale
Kurzbeiträge über die Außenwirkung der Kanzlerin // Statement von
Wladimir Kaminer, Dienstag, 17. November
Am 20. November feiert Bundeskanzlerin Angela Merkel ihr
10-jähriges Amtsjubiläum. Aus diesem Anlass sendet SWRinfo von 16.
bis 20. November 2015 die Reihe "10 Jahre Merkel – der Blick von
außen". Jeden Tag "blickt" SWRinfo durch die Brille eines anderen
Staates auf die deutsche Kanzleri
Wir laden Sie hiermit herzlich ein zur
internationalen Mittelost-Konferenz, die am 21.-22. November in
Berlin stattfinden wird.
Öffnet der Atomdeal mit dem Iran ein "Fenster der Möglichkeiten"?
Oder trägt er zum weiteren Verfall der Region bei? Im Mittelpunkt der
Analysen und Diskussionen stehen die dramatische Lage in Syrien und
die Flüchtlingskrise, die westlichen Reaktionen auf ISIS und den
Islamismus, eine erste Bestandsaufnahme über die Rolle des
Statt 850 Soldatinnen und Soldaten will die
Bundesregierung nun bis zu 980 nach Afghanistan schicken. Und die
bringen es? Das einzig Nachvollziehbare an der Zahl ist das
krampfhafte Bemühen der Verantwortlichen, die Tausendermarke nicht zu
touchieren. Dabei sollten sie sich lieber davor fürchten, was gerade
in Afghanistan abgeht. Der nie beendete Bürgerkrieg kehrt mit alter
Wucht zurück. Die Volksgruppen bekämpfen einander härter denn je
entlang religiöse