Stuttgarter Nachrichten: Griechenlands Reparationsforderungen

Die griechische Rhetorik ist unklug und
ärgerlich, weil darin Dinge vermischt werden – die
Schuldenproblematik und die Frage von Reparationen -, die nichts
miteinander zu tun haben. Natürlich trifft es zu, dass Deutschland
nach dem Zweiten Weltkrieg den Aufschwung nicht aus eigener Kraft
schaffte, sondern ihn unter anderem einem Schuldenschnitt verdankte.
Doch auch Griechenland wurden bereits Schulden erlassen. Die aktuelle
Misere hat zudem andere Hintergründe: Sie wurzelt v

Lausitzer Rundschau: Zukunftsfonds statt Reparationen Zu den finanziellen Forderungen Griechenlands an Deutschland

70 Jahre nach Kriegsende erscheinen Forderungen
nach Reparationen absurd. Irgendwann muss mal Schluss sein mit der
Abrechnung, sonst würden wegen Napoleon noch heute in Europa
Schuldtitel hin- und hergeschickt. Aber Vorsicht. Zeit allein ist
kein Gegenargument im Fall Griechenland. Auch die Zwangsarbeiter
werden erst seit dem Jahr 2000 entschädigt. Berlins lakonisches Nein
zu den Forderungen aus Athen ist auf seine Art so schrill wie
Tsipras– Reden. Mag Deutschland auch rechtli

Allg. Zeitung Mainz: Dilettantisch / Kommentar zu Griechenland

Wut hilft nicht. Sich auf das Niveau derer zu
begeben, die Angela Merkel als Nazi-Karikatur durch Athener Gazetten
peitschen – das führt zu nichts. Sachlich, allerdings auch
unmissverständlich gilt es festzuhalten: Die Drohung der Athener
Linksaußen-Rechtsaußenregierung, deutsches Staatseigentum in
Griechenland zu pfänden, ist dreist, erpresserisch und politisch
bodenlos dumm. Die Truppe um Tsipras und Varoufakis offenbart ihren
geballten Dilettantismus. So spri

Märkische Oderzeitung: zu Merkel-Absage/Putin

Was würden die Ukrainer empfinden, wenn die
Kanzlerin neben dem von seiner Militärmacht beseelten Putin stünde
und in die Kameras lächelte? Ihre Absage ist kein Affront gegenüber
den Siegern über die Nazibarbarei. Denn erstens gedenken Merkel und
Putin ihrer an der Kremlmauer, und zweitens hat nicht Russland die
Menschheit von der Geißel befreit, sondern es waren Menschen aller
Völker der Sowjetunion. Darunter nicht wenige Ukrainer. Auch wenn man
in

WAZ: Tödliche Botschaft. Kommentar von Walter Bau

Die Spur im Mordfall des Putin-Kritikers Boris
Nemzow führt nach Tschetschenien – so jedenfalls lautet die
offizielle Version der kremlhörigen russischen Justiz. Doch die
Zweifel an der Täterschaft der inhaftierten Verdächtigen wachsen.
Sollen sie nur ihren Kopf hinhalten für einen Mord, den andere
begingen – oder der von höchster Stelle angeordnet wurde? Es darf
bezweifelt werden, dass die wahren Hintergründe der Tat jemals
aufgeklärt werden. Wahrs

WAZ: Die Griechen handeln kopflos. Kommentar von Miguel Sanches zu Griechenland

Wenn sie ihrem Bauchgefühl folgte, würde eine
Mehrheit im Bundestag die Griechen Bankrott gehen und aus dem
Euro-Raum abdriften lassen. Diese Stimmung greift umso mehr um sich,
als die Regierung in Athen immer wüster vorgeht. Mal will sie
Flüchtlinge gen Westeuropa ziehen lassen, mal deutsches Eigentum
pfänden. Man ahnt die Absicht, die Frage von Reparationen mit den
Finanzhilfen zu verrechnen, Schuld und Schulden. Die Ratlosigkeit ist
groß. Das Drama ist, da

neues deutschland: zur Griechenlandkrise

Unversehens haben sich die Vorzeichen verkehrt.
Eben noch Wortführerin eines Schmalspurfortschritts, der
wirtschaftliche Stärke und Finanzkraft zum alleinigen Kriterium von
Reformen in der EU macht, sieht sich die Bundesregierung plötzlich in
die Defensive gedrängt. Plötzlich haben die sozial Schwachen in
Griechenland und auch sonst in der Europäischen Union, die das von
Berlin dirigierte Reformverständnis als Bedrohung empfinden, eine
hörbare Lobby.

Kölnische Rundschau: Kommentar zu den Forderungen und Drohungen Griechenlands

Unverschämt

SANDRO SCHMIDT

zu den Forderungen und Drohungen Griechenlands

Wenn die neu gewählte Regierung in Griechenland bei der dringend
notwendigen Reform ihrer desaströsen Staatsverwaltung so erfinderisch
wäre wie bei dem befremdlichen Versuch, ihre EU-Partner abzuzocken,
wäre das Land bereits ein gutes Stück weiter. Im Zusammenhang mit den
Verhandlungen über Finanzhilfen EU-Staaten mit immer schärfer
vorgetragenen, unberechtigten Forder

Lucke: Frankreich und Italien müssen aus dem Euro ausscheiden

Zur aktuellen Griechenland-Krise erklärt der
Sprecher der Alternative für Deutschland, Bernd Lucke:

Die Eurokrise ist zurück. Zu Unrecht richtet sich die gesamte
Aufmerksamkeit derzeit auf Griechenland: Selbst das bisher scheinbar
stabile Finnland hat in den letzten Jahren drastisch an
Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt und bräuchte eigentlich eine Abwertung
von rund 20% um zu Wachstum und Beschäftigungsgewinnen
zurückzukehren. Noch bedrüc