Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar zu
EU und Nordafrika
Moralkeule ist nicht angebracht
MARTINA HERZOG, BRÜSSEL

Endlich will die Europäische Union eine neue
Richtung im Umgang mit den Nachbarn am Mittelmeer einschlagen. Viel
zu lange haben vor allem wirtschaftliche Interessen und Angst vor
Einwanderung das Verhalten Europas bestimmt. Öl aus den
Mittelmeerländern war willkommen, Menschen nicht. Darum, dass der
Rohstoff floss und Flüchtlinge zurückblieben, sorgten sich Leute wie
Libyens Muammar al-Gaddafi. Nun will die EU die Länder Nordafrikas
mit Geld zur politischen &

Mitteldeutsche Zeitung: zu Trainer und Fußball-Bundesliga

Eine Führungskraft, und nichts anderes ist ein
Trainer, braucht im Innenverhältnis zu seinem Team immer eine gewisse
Unantastbarkeit, die ihm Autorität und damit Handlungsfähigkeit
sichert. Doch ein Coach, der im Amt bleibt, obwohl seine Entlassung
beschlossen ist, wird genau dieser Autorität beraubt. Umso
erstaunlicher, dass Armin Veh beim Hamburger SV diese Form der
Entmachtung auch noch freiwillig gewählt hat. Natürlich mag man in
Einzelfällen –

Mitteldeutsche Zeitung: zu Krankenkassen

Eigentlich spricht alles für ein stärker über
Steuern finanziertes Gesundheitswesen. Höhere Gesundheitskosten über
steigende Beiträge für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu finanzieren,
wie dies jahrzehntelang praktiziert wurde, ist in einer alternden
Gesellschaft nicht durchzuhalten. Nur die Steuerfinanzierung kann
steigende Lohnnebenkosten für die Unternehmen und kräftige
Kaufkraftverluste der Beschäftigten und Rentner verhindern. Aus
welc

Libyen: EU-Chefs wollen Gaddafis Rücktritt

Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten wollen den sofortigen Rücktritt des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi fordern. Dies geht Medienberichten zufolge aus dem Entwurf für die Abschlusserklärung des Sondertreffens der EU-Chefs hervor, welches am Freitag in Brüssel stattfinden wird. Gaddafi müsse seine Macht sofort aufgeben, heißt es in dem Papier. Unterdessen haben die libyschen Behörden unter Gaddafi ein Kopfgeld auf die Ergreifung von Abdul Dsch

Südwest Presse: Kommentar: Lokführer

Einen merkwürdigen Streik zelebriert die
Lokführer-Gewerkschaft GDL. Als wolle sie insbesondere ihren
Mitgliedern wieder einmal demonstrieren, wie mächtig sie sind. In der
vierten Runde legen diese nicht nur im Nah- und Fernverkehr die
Arbeit nieder, wo sie um einen einheitlichen Tarifvertrag für alle
Bahngesellschaften kämpfen, sondern auch im Güterverkehr. So recht zu
verstehen ist das nicht. Es ist eine Banalität, dass Tarifkonflikte
immer am Verhandlun

Berlin: Senat kritisiert Streik bei der S-Bahn

Der Berliner Senat hat den für Donnerstag angekündigten Streik bei der Berliner S-Bahn kritisiert. "Im eigenen Anliegen ist der Streik der Lokführer bei der S-Bahn nicht besonders klug", sagte der Senatssprecher Richard Meng gegenüber "Berliner Morgenpost" (Donnerstagausgabe). Meng verwies auf die Probleme des Unternehmens in der Vergangenheit, welche die Geduld der Kunden bereits auf eine harte Probe gestellt hätten. Bei den Kunden gebe es das Gef&uu