Rheinische Post: Kommentar: Moskau als Partner

Wenn sich die Staats- und Regierungschefs aus
Deutschland, Frankreich und Russland treffen, ist das immer noch eine
heikle Angelegenheit. Spätestens, seit einst Kanzler Gerhard
Schröder, der französische Präsident Jacques Chirac und Russlands
Wladimir Putin gemeinsam ihren Widerstand gegen den Irak-Krieg
demonstrierten, klingeln bei solchen Gelegenheiten jenseits des
Atlantiks die Alarmglocken. Soll da in Europa etwa eine politische
Achse entstehen, unter Ausschluss der

Stuttgarter Nachrichten: Türkei-Besuch der Bundespräsidenten

Weder heisere Warnungen à la Trittin, Seehofers
Parolen bereiteten dem Rechtsextremismus den Boden, noch markige
Anti-Multikulti-Reden à la Merkel bringen diese Zukunftsdebatte
weiter. Wulff wird in der Türkei deshalb alles daransetzen, den Blick
nach vorne zu richten. Nicht auszugrenzen, sondern einzubinden. Die
Chancen einer gelungenen Integration für beide Länder zu
unterstreichen. Ohne Fortschritt zu heucheln, ohne Rückschläge zu
dramatisieren. Au

Weser-Kurier: Der „Weser-Kurier“ (Bremen) kommentiert in seiner Ausgabe vom 19. Oktober 2010 die politische Debatteüber Fachkräftemangel und Zuwanderung in Deutschland:

Die Richtung stimmt

von Joerg Helge Wagner Endlich! In der bisher eher emotional als
rational geführten Zuwanderungsdebatte übt die Regierung nun die
notwendige Differenzierung – dass sie das weitgehend unter Ausschluss
der CSU tut, ist keineswegs ein Nachteil. Nun muss sich bloß noch die
Kanzlerin entscheiden, wohin sie ihre Richtlinienkompetenz lenken
will. Die grobe Orientierung, eher von den reformbereiten
Kabinettsmitgliedern als vom Kanzleramt erarbeitet, stimmt ja.