Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Stuttgart 21.

Wie kann es passieren, dass der Bau eines
Regionalbahnhofs im beschaulichen Schwabenländle die ganze Republik
bewegt? Wie ist es möglich, dass Projektbefürworter wie -gegner,
Politiker wie Polizisten, Parteien wie Privatpersonen so sehr außer
Kontrolle geraten, dass man mittlerweile den Eindruck bekommen muss,
bei Stuttgart 21 gehe es um Leben oder Tod, um Krieg oder Frieden?
Stuttgart 21 hat eine Dimension erlangt, die uns, aber vor allem den
Politikern, Sorgen berei

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Friedensnobelpreis

Diese Ohrfeige hallt weltweit nach, sie kann
sogar Konsequenzen für Deutschland haben. Respekt vor dem
Nobelkomitee in Oslo, dass einem chinesischen Bürgerrechtler genau
den Preis zuerkannte, den er verdient. Liu Xiaobo ist der führende
Kopf einer nur kleinen Gruppe, deren Thesen das auf Knüppeln
gestützte Regime in Peking dennoch zittern lassen. Der Ruf nach
Freiheit, Entmachtung der kommunistischen Partei, Grundrechten für
das Milliarden-Heer an Arbeitsskla

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Islamunterricht an deutschen Schulen

Gehört der Islam nun zu Deutschland oder nicht?
Bei vier Millionen Muslimen im Land kann man diese Frage wohl kaum
mit Nein beantworten. Ebenso bleibt aber festzuhalten, dass der Islam
nicht am Fundament unserer Gesellschaft mitgebaut hat. Neben dem
vielzitierten christlich-jüdischen Erbe war es vor allem die
Aufklärung mit Errungenschaften wie Rechtsstaat, Gewaltenteilung und
Menschenrechten. Darf man deshalb den Islam aus den Schulen
verbannen? In der hochemotionalen Deba

Westdeutsche Zeitung: Friedensnobelpreis =
von Martin Vogler

Auch wenn Helmut Kohl wiederum leer ausging Hut
ab vor dem Mut zu dieser Wahl

Martin Vogler

Im Internet kursiert eine ironisch-bissige Frage: Wann war
eigentlich das letzte Jahr, in dem Helmut Kohl nicht für den
Friedensnobelpreis nominiert wurde? Angeblich richtige Antwort: 1988,
also das Jahr, bevor die Mauer fiel. Die Schmonzette zeigt das
Dilemma, in dem der geistig rege aber körperlich angeschlagene
Kanzler der Deutschen Einheit und Mitgestalter der europäischen

Südwest Presse: Kommentar zum Friedensnobelpreis

Ein Chinese bekommt den Friedensnobelpreis – und das
stiftet zunächst Unfrieden. Chinas Regierung zürnt und findet harte
Worte für die Auszeichnung von Liu Xiaobo. Für sie ist er ein
rechtmäßig verurteilter Verbrecher. Und doch gehen von seiner Ehrung
auch versöhnliche, vielleicht sogar konstruktive Signale aus – für
alle Beteiligten. Liu steht für eine prinzipienfeste, aber
dialogbereite Strömung unter Chinas politischen Aktivisten.

Rheinische Post: Würdiger Nobelpreisträger

Ein Kommentar von Martin Kessler:

Viele Deutsche werden wohl einem möglichen
Friedensnobelpreisträger Helmut Kohl nachtrauern. Aber der
chinesische Dissident Liu Xiaobo hat als Vorkämpfer für mehr
Demokratie die Auszeichnung zweifellos verdient. Die Preisverleiher,
das norwegische Parlament, zeigten sich sogar ausgesprochen mutig.
Denn seit die Supermacht China ihre Interessen in aller Welt
teilweise mit Brachialgewalt verfolgt, ist die Würdigung eines
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