Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zum Agentenaustausch Russland-USA

Weder Moskau noch Washington wollen das politische
Tauwetter durch zähe Gerichtsverhandlungen und peinliche Enthüllungen
gefährden. Beide haben Großes vor. Sie wollen gemeinsam ihr teures
Nuklearwaffen-Arsenal abrüsten und bei Terrorbekämpfung,
Energiesicherheit und Klimaschutz den Gleichschritt proben.
Washington drängt in Afghanistan und Nahost, beim Korea- und
Iran-Konflikt auf russische Schützenhilfe. Moskau wiederum ist auf
Amerikas Goodwill bei

WAZ: Aus den Fehlern gelernt
– Kommentar von Dietmar Seher

Deutschland ist nicht unschuldig, wenn es um
Versäumnisse bei der Bekämpfung des Terrorismus geht. Nie wurde in
einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss geklärt, welche
Behörden oder Politiker versagt haben, als Mohammed Atta in Hamburg
unter den Augen der Geheimdienste die Anschläge des 11. September
vorbereitete. Immer wieder gab es auch gefährliche Verbindungen ins
Ruhrgebiet, die übersehen wurden. Aber: Aus den Kardinalfehlern der
Anfangszeit h

WAZ: Stipendienprogramm –
Ein Herz für die Elite
– Leitartikel von Matthias Korfmann

Schwarz-Gelb hat ein seltenes Talent, die falschen
Signale zu geben. Als hätte sich die Koalition nicht schon eine
blutige Nase geholt, als sie der Hotelierbranche ein
Spezial-Steuergeschenk machen wollte. Nein, nun legen sie noch eins
drauf: "Schwarz-Gelb fördert Elite-Studenten" lautet heute so manche
Schlagzeile. Und schon ist es wieder da, das böse Wort von der
Klientelpolitik. Sie haben die studentischen Leistungsträger im
Blick, die Elite, die Spitze. D

WAZ: Agententausch in Wien –
Entspannung
– Leitartikel von Joachim Rogge

Der spektakulärste Agentenaustausch seit dem Ende
des Kalten Krieges ist über die Bühne gegangen. Weder Washington noch
Moskau hatten Interesse, dass sich die Agentenposse zu einer
dauerhaften Belastung der gegenseitigen Beziehungen entwickelt. Die
russischen Spione nach Enttarnung schnell abzuschieben, war für den
US-Präsidenten ein eleganter Weg, sich ein Problem vom Hals zu
schaffen, das für Obama vor allem innenpolitischen Sprengstoff barg.
In Kürze b

Neues Deutschland: zum Agentenaustausch USA-Russland

Orson Welles hat der Stadt mit seinem berühmten
Agententhriller »Der dritte Mann« einst ein ganz besonderes
filmisches Denkmal gesetzt. In kalten Kriegszeiten war Wien ein
regelrechter Magnet für Spione aus aller Herren Länder. Und auch 20
Jahre nach Ende des Ost-West-Konflikts soll Österreichs Hauptstadt
noch immer ein Tummelplatz für Schlapphüte aller Coleur sein. Die
müssen sich gestern wie in der Zeitmaschine gefühlt haben. Erstmals

Kölner Stadt-Anzeiger: Rosa von Praunheim hält nichts von Treue

Filmemacher Rosa von Praunheim hält nicht viel von
Treue: "Man muss auch lernen, dem Partner Freiheiten zu lassen. Das
gilt vor allem für Frauen. Dieser Treuewahn verführt doch zur Lüge:
Man kann doch nicht dreißig Jahre lang nur den Partner geil finden",
sagte von Praunheim dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe).
Dennoch lebt der 67-Jährige, der als einer der Wegbereiter der
Schwulenbewegung in Deutschland gilt, seit kurzem mo

Märkische Oderzeitung: Die Märkische Oderzeitung (Frankfurt/Oder) kommentiert den Beschluss zum Stipendienprogramm:

Dass nun Politiker der Linken und SPD
meinen, die Verabschiedung des nationalen Stipendienprogramms gegen
die gescheiterte Bafög-Reform ausspielen zu können, zeugt von
Verblendung.

Es gibt in dieser Gesellschaft nicht nur reiche und arme Kinder.
Zwischen arm und reich gibt es viele Studenten aus der so genannten
Mittelschicht. Die Eltern haben ein geregeltes Einkommen, finanzieren
die Sozialkassen, bekommen immer weniger Netto vom Brutto und sind
vor allem nicht reich. Studen

Dieter Lenzen: „Bologna riecht nach Truppenversorgung und Zwangsernährung“

Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg,
kritisierte bei der 2. ZEIT KONFERENZ "Hochschule & Bildung" am 9.
Juli in Frankfurt am Main die europäische Hochschulreform: "Bologna
riecht nach Truppenversorgung und Zwangsernährung", sagte Lenzen bei
der Veranstaltung der Wochenzeitung DIE ZEIT. Bei den neuen
Studiengängen handele es sich nicht um ein Angebot, sondern um eine
"Zumutung". Bildung könne in ihr nicht stattfind