Lausitzer Rundschau: Wie lange noch?

Die Verkürzung der Wehrpflicht

Der Beschluss des Bundestages vom Donnerstag zur
Reduzierung des Wehrdienstes von neun auf sechs Monate könnte bald
das Papier nicht mehr wert sein, auf dem er steht. Denn Minister
Guttenberg soll und will die Bundeswehr wegen der Sparzwänge
grundlegend reformieren, die Wehrpflicht als solches steht dabei zur
Disposition. Demzufolge wäre es zweifellos klüger gewesen, die
Verkürzung noch einmal von der parlamentarischen Tagesordnung zu
nehmen, bis Klarheit herrscht

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT zu Luc Jochimsen/17. Juni

Gut gebrüllt Löwe! Da spricht die
Linken-Präsidentschaftskandidatin manchem Ostalgiker aus der
stalinistischen Seele: Die DDR sei kein Unrechtsstaat gewesen.
Mauertote, Totalüberwachung, ein eingesperrtes Volk hinter
Stacheldraht – war da was? Aber so ganz einfach macht es Luc
Jochimsen ihren Kritikern nicht. Schließlich habe der Arbeiter- und
Bauernstaat »unverzeihliches Unrecht an seinen Bürgern begangen«,
billigt sie zu. Will sagen: Die DDR wa

Westdeutsche Zeitung: Ohne Linkspartei funktioniert die Minderheitsregierung nicht
Achillesferse statt Ypsilanti-Falle
Von Martin Vogler =

Hannelore Kraft ist unerwartet schnell
eingeknickt. Wobei ihr die Version, eine Interview-Äußerung von
FDP-Chef Andreas Pinkwart habe sie zum Handeln getrieben, kaum jemand
abnimmt. Ihre Motive sind anders: Sie will an die Macht – was ja in
der Politik nicht ehrenrührig ist. Zudem hielt sie dem wachsenden
Druck nicht mehr stand. Die Grünen lockten. Und ständig mehr
SPD-Parteifreunde drängten sie, eine Minderheitsregierung zu wagen.
Vor allem Berliner Sozialde

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Kurswechsel von Hannelore Kraft (SPD)

Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln:
SPD-Landesvorsitzende Hannelore Kraft weiß nicht, wie sie den
Beinahe-Wahlsieg vom 9. Mai umsetzen soll. »Wir agieren aus dem
Parlament heraus«, erklärte Kraft tagelang in den Medien und vor
ihren Genossen. Eilig waren Hunderte Parteibuchinhaber zu
Regionalkonferenzen zusammengetrommelt worden, um den Kraftkurs
contra jede Koalition abzusegnen. 100 Prozent Zustimmung habe sie
erhalten, sagte Kraft voller Stolz im WESTF

Rheinische Post: Gabrielanti will es in NRW wissen

Kommentar Von Sven Gösmann

Hü und hott, Umfaller, Ampelgehampel, Wortbruch
– nach 40 Tagen Regierungssuche in Nordrhein-Westfalen gehen einem
die Beschreibungen für das traurige Schauspiel aus, das die Parteien
dem verdrossenen Wahlvolk bieten. Wie also soll man die Volte
bewerten, die SPD-Chefin Hannelore Kraft nun geschlagen hat, um doch
noch in die Staatskanzlei zu gelangen? Vor Tagen erst lehnte sie eine
rot-grüne Minderheitsregierung ab. Plötzlich soll ein solches
Regierungsbündnis doch