Das Schicksal der SED-Opfer ist vergessen

Das Schicksal der SED-Opfer ist vergessen

Wer heute meint, die DDR sei doch gar nicht so schlimm gewesen, sollte sich mit ihren Opfern unterhalten. Zum Beispiel mit Frauen, die in "Tripperburgen" unter medizinischem Vorwand eingesperrt, misshandelt und gedemütigt wurden, um sie zu disziplinieren. Die zuständige Bundesbeauftragte geht von einer sechsstelligen Zahl an SED-Opfern aus. Viele leiden bis heute unter den Folgen. Anfang des Jahres wurden endlich bessere Entschädigungsleistungen beschlossen, die Rente f&

Volker Geyer zu Destatis-Zahlen / Personalzuwachs im öffentlichen Dienst: strukturelle Probleme ungelöst

Volker Geyer zu Destatis-Zahlen / Personalzuwachs im öffentlichen Dienst: strukturelle Probleme ungelöst

Mehr Menschen arbeiten im öffentlichen Dienst. Für dbb-Vize Volker Geyer ist das aber kein Grund für Entwarnung.

"Die prozentual höchsten Zuwächse sehen wir etwa im Bereich der Kitas. Die sind aber auch bitter nötig, weil durch politische Entscheidungen – wie die gesetzliche Verankerung des Anspruchs auf Ganztagsbetreuung – einfach mehr Aufgaben zu erledigen sind. Angesichts der ständig wachsenden Aufgaben ist das Plus nur ein Tropfen auf dem heißen

Der Koalitionsvertrag und das neue Arbeitgeberbild: Das soll sich jetzt verändern

Der Koalitionsvertrag und das neue Arbeitgeberbild: Das soll sich jetzt verändern

Arbeitgeber kämpfen um jede Fachkraft. Doch wer 2025 noch auf starre Arbeitszeiten, alte Strukturen und Mini-Benefits setzt, hat im Rennen um Talente längst verloren. Die neue Regierung will das ändern – und krempelt das Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern jetzt kräftig um. Mehr Flexibilität, neue Bonusmodelle, bessere Bezahlung: Der Koalitionsvertrag bringt Bewegung in den deutschen Arbeitsmarkt. Doch was heißt das konkret und wer profiti

DIVA-Sonderbefragung / Projekt Frühstart-Rente – gut, aber zu spät

DIVA-Sonderbefragung / Projekt Frühstart-Rente – gut, aber zu spät

– Kein Beitrag zur Lösung aktueller Herausforderungen
– Basis-Konzept mit hohen Zustimmungswerten
– Verpflichtende Zuzahlung sollte erwogen werden
– Mehrheit wünscht sich Flexibilität bei Anlageform

Seit über 20 Jahren gibt es keine nennenswerten politischen Impulse für die staatlich geförderte private Altersvorsorge. Nun soll mit einer so genannten "Frühstart-Rente" ein neuer Anlauf unternommen werden: Der Staat zahlt für jedes Kind zw

Krieg im Nahen Osten: Kein schnelles Ende in Sicht / Kommentar von Sebastian Kaiser

Krieg im Nahen Osten: Kein schnelles Ende in Sicht / Kommentar von Sebastian Kaiser

Die Ziele des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu gehen offenbar deutlich über die Zerstörung des iranischen Nuklear- und Raketenprogramms hinaus. Die Tötung ranghoher Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden und der Armeeführung, Angriffe auf die Energieinfrastruktur sowie die Bombardierung von Einrichtungen des Sicherheitsapparates zeigen deutlich, dass Israel das Regime in Teheran nachhaltig destabilisieren will. Die Mullahs werden daher wohl weiter an der

„nd.DerTag“: Der erste Schritt – Kommentar zum Krieg zwischen Israel und dem Iran

„nd.DerTag“: Der erste Schritt – Kommentar zum Krieg zwischen Israel und dem Iran

Es sieht nicht danach aus, als würden die Kriegshandlungen zwischen Israel und dem Iran bald eingestellt. Waffengewalt entwickelt eine Eigendynamik, die nur schwer zu stoppen ist. Die israelische Regierung sieht sich militärisch im Vorteil: Der Iran hat den israelischen Angriffen durch Kampfflugzeuge und Drohnen nicht viel entgegenzusetzen, außer Vergeltungsschlägen mit Raketen, die viel Schaden anrichten und viele Zivilisten treffen, ob nun gezielt oder aufgrund mangelnder

Konsequente Justiz

Konsequente Justiz

Folter gehört bestraft, überall. Dieses Prinzip gilt völkerrechtlich, und deswegen konnte der Arzt Alaa M. aus Syrien vom Oberlandesgericht Frankfurt zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt werden – obwohl der Täter und seine Opfer aus Syrien kommen und die Taten in dem damaligen Assad-Staat verübt wurden. Der Urteilsspruch gibt Opfern und Angehörigen wenigstens Genugtuung. Vor allem aber zeigt er den Folterern und ihren Auftrag

Integrationsbeauftragte Pawlik gibt Union kontra

Integrationsbeauftragte Pawlik gibt Union kontra

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Natalie Pawlik (SPD), hält das von der Regierung auf Betreiben der Union beschlossene Aussetzen des Familiennachzugs für falsch. Im Interview der Frankfurter Rundschau (Dienstagsausgabe, 17.6.2025) sagte Pawlik: "Aus integrationspolitischer Perspektive halte ich das Aussetzen der Familienzusammenführung für nachteilig. Menschen, die ihre Liebsten bei sich haben, die sich nicht Sorgen um ihre Kinder oder Angehörigen dr