Börsen-Zeitung: Deus ex machina, Kommentar zu Griechenland von Detlef Fechtner

Früher war alles einfacher. Wenn im fünften Akt
der antiken Tragödie alles fürchterlich vertrackt und die Katastrophe
scheinbar unabwendbar war, kam die Rettung eben "von oben" – durch
überraschende Intervention einer Gottheit.

Das aktuelle griechische Trauerspiel nähert sich zwar ebenfalls
dem Ende, aber ein Deus ex machina ist nicht in Sicht. Die Akteure
sind erschöpft von vielen ergebnislosen Versuchen der Verständigung.
Das Publikum

Frankfurter Rundschau: Geschlossene Gesellschaft

Am besten kauft die EU-Kommission einfach mal
ein paar Hundert Kilometer Zaun und ein großes Vorhängeschloss. Ein
Schild dran: Hier EU – geschlossene Gesellschaft. Dann hätte es sich
mit diesem Menschenzustrom, Europa bliebe unter sich und die
Flüchtlinge könnten sehen, wo sie bleiben. Sie wollen nicht im
syrischen Bürgerkrieg leben, im zerfallenden Somalia oder Libyen?
Tja, das Leben ist kein Wunschkonzert. Die Polemik zeigt, wie kurz
gedacht die reflexhaft

Gründungen größerer Betriebe im 1. Quartal 2015 auf Vorjahresniveau

Im ersten Quartal 2015 wurden rund 35 000
Betriebe neu gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf
eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das
Statistische Bundesamt (Destatis) nach Auswertung der
Gewerbemeldungen weiter mitteilt, waren das 0,2 % mehr als im ersten
Quartal 2014.

Die Zahl neu gegründeter Kleinunternehmen ging um 6,6 % auf rund
56 000 zurück. Auch die Zahl der Gründungen von Nebenerwerbsbetrieben
la

Börsen-Zeitung: Das Undenkbare denken, Kommentar zu den Sparkassen von Bernd Wittkowski

237 Jahre sind vergangen, seit in Hamburg die
"Ersparungsclasse der Allgemeinen Versorgungsanstalt" als erste
Sparkasse überhaupt gegründet wurde. Immerhin 40 Jahre ist es her,
dass die regionalen Sicherungseinrichtungen der Sparkassen,
Landesbanken und Landesbausparkassen einen Haftungsverbund bildeten.
Doch hat die Organisation nicht nur eine lange Tradition. Mit einem
Geschäftsvolumen nicht weit unter 3 Bill. Euro und fast 350.000
Beschäftigten ist sie nat

Frankfurter Rundschau: Verloren im G36-Dickicht

Es ist absurd. Ein Gewehr der Bundeswehr schießt
krumm und über den Versuch, herauszufinden, warum das keiner entdeckt
oder es niemanden früher interessiert hat, sind schon wieder Monate
vergangen. Es ist verständlich, das die Opposition ein
Untersuchungsausschuss fordert. Zum Teil hat das parteistrategische
Gründe – es ist eine der wenigen Möglichkeiten der
Parlamentsminderheit, sich Gehör zu verschaffen. Es ist auch eine
Möglichkeit, Minister in Be