Mitteldeutsche Zeitung: zum Piraten-Prozess

Natürlich, es war ein teures Verfahren, das zwei
Jahre lang alle Beteiligten auf eine Geduldsprobe stellte. Natürlich
haben auch die Verteidiger recht, man sollte solche Täter besser zu
Hause aburteilen und nicht im fernen Hamburg. Aber leider sind die
Verhältnisse nicht so. Und deshalb war der Prozess so sinnvoll wie
notwendig. Es gibt kein UN-Gericht am Horn von Afrika, das sich um
Piraterie kümmert. Es gibt auch keine Nachbarstaaten Somalias, die
gefangene See

Mitteldeutsche Zeitung: zum EU-Gipfel

Die Gemeinschaft muss sich nicht nur an der Frage
messen lassen, wie viele Schritte sie bereits zurückgelegt hat,
sondern wie groß deren Wirkung ist. Dies lässt sich nicht nur an
ausgezahlten Milliardenhilfen oder Zinssätzen für Staatsanleihen
ablesen, sondern an der Lebenswirklichkeit der Menschen, die unter
der Schuldenkrise leiden. Und da fällt das Fazit eben immer noch
niederschmetternd aus. Die Perspektiven für Jobsuchende, Familien
mit vielen Kin

Mitteldeutsche Zeitung: zu Abitur

Die deutschen Kultusminister haben sich nun dazu
durchgerungen, das Abitur in ihren 16 Ländern zu vereinheitlichen.
Das wird endlich Zeit. Auch wenn es nicht um einheitliche Kuverts
geht, sondern lediglich darum, dass die Prüfungsanforderungen nicht
mehr ganz so weit auseinanderklaffen. Es muss Schluss sein mit dem
Gerede vom bayerischen Edelabitur, dem das norddeutsche
Wald-und-Wiesen-Abi gegenübersteht. Leider wird auch dieser erste
Schritt die Kluft zwischen den L&a

Rheinische Post: Solide Rente = Von Eva Quadbeck

Bei allen Debatten um Altersarmut und um das
sinkende Rentenniveau darf man nicht vergessen, dass die
Rentenversicherung solide organisiert ist. Sie baut auf ein fein
ausgeklügeltes System auf, das zur Berechnung der Rente in erster
Linie die früher gezahlten Beiträge, die aktuelle wirtschaftliche
Lage und die demografische Entwicklung der Bevölkerung
berücksichtigt. Dass nun der Rentenbeitragssatz noch deutlicher
sinken kann als bislang geplant, ist der guten Kon

Rheinische Post: Gefährlicher Salafist = Von Gregor Mayntz

Sechs Jahre – es klingt nach einem harten
Strafmaß, mit dem das Bonner Landgericht die Gewalttat eines
radikalen Islamisten gegen drei Polizeibeamte geahndet hat. Der
Salafist war im gesteuerten Aufruhr gegen die
Mohamed-Karikaturen-Provokation in Bonn in diesem Frühjahr mit dem
Messer auf die Beamten losgegangen. Zwei hatte er mit tiefen
Schnitten schwer verletzt. Nach der Feststellung des Gerichtes hätten
die Polizisten um ein Haar auch verbluten können. Sechs Jahre

Rheinische Post: Europa droht Zersplitterung = Von Anja Ingenrieth

Gründlichkeit vor Schnelligkeit: Angela Merkel
hat beim Startdatum für die Bankenaufsicht zu Recht auf die Bremse
getreten und die Begehrlichkeiten der Südeuropäer mit Frankreich
abgewehrt. Denn es darf nicht sein, dass deutsches Steuerzahlergeld
aus dem Euro-Rettungsfonds ESM im Hau-Ruck-Verfahren an halbherzig
kontrollierte Schrott-Banken in Krisenstaaten fließen kann, die am
Ende doch noch in die Pleite rutschen. Der Streit zeigt überdeutlich:
Die Schulden

WAZ: Keine Angst vor dem Monopol. Kommentar von Stefan Scholl

Sogenannte Jahrhundertgeschäfte sind oft bald wieder
vergessen. Aber wohl kaum jener russisch-britische Öldeal, bei dem
der Staatskonzern Rosneft der britischen BP und der Oligarchengruppe
AAR für 56 Milliarden Dollar ihre Hälften des
Gemeinschaftsunternehmens TNK-BP abkauft. Rosneft schluckt Russlands
produktivste Ölfirma, wird zum größten Mineralölproduzenten der Welt.
Mit anderen Worten: Gegen den Protest der auf mehr Konkurrenz
drängenden Li

WAZ: Europas Fortschritt im Trippeltempo. Kommentar von Sabine Brendel

Ein Bild beschreibt treffend den Ablauf von
EU-Gipfeln: Der Berg kreißte – und gebar ein Mäuschen. Das mögen
viele Bürger bedauern. Schließlich wecken Politiker vor den
Spitzentreffen Erwartungen, die sie nicht alle erfüllen. Doch Merkel
& Co. beschließen derzeit Dinge, die vor einigen Jahren noch
undenkbar gewesen wären. Das ist ein Erfolg. Zwar spaltet der
gemeinsame Krisenkampf Politiker und Bürger. Europaskeptiker gewinnen
Zulauf. Zug

Medienexperte Jo Groebel zu Newsroom.de: „Insolvenz von tv.berlin kein Managementfehler“

Jo Groebel, Direktor des Deutschen
Digital-Instituts in Berlin, bedauert die Pleite von tv.berlin. Im
Gespräch mit Newsroom.de, dem Branchendienst für Journalisten,
erklärt der Medienpsychologe, der auf tv.berlin eine eigene Sendung
moderiert, dass die Pleite nicht an Managementfehlern, sondern an der
generell schwierigen Situation von Lokalfernsehen liegt.

Im Gespräch mit Newsroom.de betont Jo Groebel zudem, dass in
Deutschland Lokaljournalismus mehr Beachtung bedar

Sachsen-Anhalts Kultusminister begrüßt einheitliche Abiturstandards

Der Kultusminister von Sachsen-Anhalt, Stephan Dorgerloh (SPD), hat die Einführung der bundesweit einheitlichen Abiturstandards begrüßt. "Die Angleichung bringt eine Vergleichbarkeit der Abschlüsse", sagte er der "Mitteldeutschen Zeitung" (Samstagausgabe). "Künftig wird es weniger wichtig sein, wo einer das Abitur geschrieben hat. Dadurch wird auch die Mobilität erhöht – von Lehrern wie Schülern." Auch bei der Qualität d