Allg. Zeitung Mainz: Der Abgang / Kommentar zu Kurt Beck

Nun ist es doch noch ein Abgang in Würde. Für Kurt
Beck gehört dazu vor allem, dass niemand diesen Schritt jetzt
erwartet hatte, dass er den Journalisten, die ihn in der
Nürburgring-Pleite monatelang vor sich hertreiben konnten, ein
Schnippchen geschlagen hat. Nichts verwindet dieser alte Stratege der
Macht weniger, als wenn er das Heft des Handelns aus der Hand geben
muss. So hilflos er am Ende seiner 18 Jahre währenden Amtszeit als
Ministerpräsident gewirkt

Clement-Gegenspieler Malzahn kritisiert Steinbrück

Rudolf Malzahn, Vorsitzender der SPD Bochum-Hamme und einst Mitinitiator des Partei-Ausschlussverfahrens gegen Wolfgang Clement, gefällt der Kandidat Steinbrück nicht. "Peer Steinbrück soll nicht denken, er könne wie Gerhard Schröder von oben nach unten regieren. Er muss sich an der Parteibasis orientieren", sagte Malzahn den NRW-Titeln der WAZ-Mediengruppe (Samstagausgaben). Steinbrück sei, so Malzahn, "eher einer, der die Mittelschicht anspricht und

WAZ: RAG-Stiftung mit Unterhaltungswert – Kommentar von Thomas Wels

Jetzt kommt ordentlich Bewegung ins
Personalkarussell um die RAG-Stiftung. Noch im Oktober ist das
politisch besetzte Kuratorium komplett. Wenn nicht alles täuscht,
dann bestimmen die Stiftungskontrolleure auf der nächsten Sitzung
ihre Spitzenpersonalien. Die Landtagswahl in NRW ist lange vorbei,
die Beteiligten aus den Landesregierungen NRW und Saarland, der
Bundesregierung und der IGBCE haben erkennbar keine Lust mehr am
Personalstreit. Also werden sie sich im Sinne des Propor

Mitteldeutsche Zeitung: zu Outlet-Center in Brehna

Noch ist schwer zu beziffern, wie hoch der Preis für
die umliegenden Städte Halle, Dessau-Roßlau und Leipzig ausfallen
wird. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass Einkaufszentren auf der
Grünen Wiese Kunden aus den Innenstädten locken. Doch Jammern hilft
nicht. Der Kunde ist König. Nicht nur der Preis, sondern auch das
Einkaufsumfeld sind entscheidend für den Erfolg. Die Macher des
Outlet-Centers investieren dafür Millionen. Die Städte mü

Börsen-Zeitung: Trendwende voraus, Börsenkommentar „Marktplatz“, von Thorsten Kramer.

An den Finanzmärkten braut sich etwas zusammen.
Die ausgeprägte Sorglosigkeit passt jedenfalls nicht in den
fundamentalen Rahmen, der nun wieder stärker von der
Staatsschuldenkrise im Euroraum sowie trüben Konjunkturdaten aus
Europa und den Vereinigten Staaten bestimmt wird. Das Risiko für eine
Trendwende bei risikobehafteten Assetklassen steigt. Dies gilt nicht
zuletzt für europäische Aktien.

Bis zuletzt dominierte die Überzeugung der Investoren

Mitteldeutsche Zeitung: zu SPD

Doch gewählt wird erst in genau einem Jahr. Und
Steinbrück ist nicht nur streitbar, sondern auch angreifbar. Die
spannendste Frage wird sein, ob es ihm und Gabriel gelingt, auch die
Parteilinke hinter dem Kandidaten zu versammeln. Weite Teile der SPD
halten die Zeit für gekommen, die Beschlüsse der Agenda 2010 mit all
ihren Härten für das eigene Klientel abzuräumen. Der Finanzfachmann
Steinbrück profiliert sich dieser Tage aber nicht nur mit dem Kamp

SPD-Linke fordert von Steinbrück Einlenken im Rentenstreit

Der Chef der SPD-Arbeitnehmer, Klaus Barthel, hat die Entscheidung der SPD bei der Kanzlerkandidatur begrüßt und fordert jetzt ein Entgegenkommen von Peer Steinbrück bei der Rentendiskussion. Barthel sagte der "Bild-Zeitung" (Samstagausgabe): "Wir freuen uns, dass nun feststeht, wer Kanzlerkandidat wird. Es ist dabei zwingend notwendig, dass Peer Steinbrück uns beim Rentenkonzept entgegen kommt. An einem Rentenniveau von 50 Prozent gibt es nichts zu rütte

Rheinische Post: Beck ist verbraucht = Von Reinhold Michels

Ein Sozialdemokrat vom Jahrgang 1947 (Peer
Steinbrück) steigt auf, will Kanzler werden. Ein Sozialdemokrat vom
Jahrgang 1949 (Kurt Beck) sortiert sich selbst zum alten Eisen. Das
ist nur vordergründig unlogisch. Kurt Beck, seit 18 Jahren
Ministerpräsident in Mainz, wirkt politisch verbraucht, er schadete
zuletzt seiner Landespartei mehr, als er ihr noch nutzen konnte.
Steinbrück, der Ältere, hingegen wird von seiner Partei noch
gebraucht. Der freiwillig-unfreiwill

Rheinische Post: Kiesel-Kandidat Steinbrück = Von Sven Gösmann

Über Wochen hat sich die SPD mit der
Bekanntgabe der längst gefallenen Entscheidung für Peer Steinbrück
als Kanzlerkandidat gequält. Nun wurde er überhastet der
Öffentlichkeit vorgestellt. Immerhin kann es sich SPD-Chef Sigmar
Gabriel als Erfolg anrechnen, den erfolgversprechendsten Kandidaten
seiner Partei präsentiert zu haben. Steinbrück ist das einzige
Troika-Mitglied, bei dem sich die Worte "Duell mit Angela Merkel"
nicht übe