Rheinische Post: Die alberne SPD-Troika Kommentar Von Sven Gösmann

Die Idee klang bestechend intelligent: Die SPD
hat gleich drei Männer, die der Kanzlerin Paroli bieten können.
Kanzlerkandidat wird im Wahljahr 2013 derjenige, der das dann
entscheidende Wahlkampfthema am besten beherrscht: im Falle eines
Finanzkrisen-Wahlkampfs Steinbrück, bei einer außenpolitischen Krise
Steinmeier, in einem Sozialwahlkampf um Rente und Gerechtigkeit
Gabriel. Doch die Idee der SPD-Troika hat sich als allenfalls albern
erwiesen. Die Kandidaten belaue

Gabriel dementiert Verzicht auf SPD-Kanzlerkandidatur

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat Berichte dementiert, er wolle sich aus dem Rennen um die Kanzlerkandidatur der Sozialdemokraten zurückziehen. "Die SPD wird zuallererst alle programmatischen Fragen klären. Die letzte große Debatte ist die um die Rente. Und dann kommen die Personalfragen", betonte Gabriel am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Der SPD-Chef verteidigte zudem Ex-Finanzminister Peer Steinbrück gegen Vorwürfe, er habe w

WAZ: Sparen allein ist kein Konzept – Kommentar von Gerd Heidecke

Die Dauerkrise der Euro-Länder treibt auf einen
neuen Höhepunkt zu. 90 Prozent der Griechen lehnen die Einsparungen
als ungerecht ab. Die Regierung bittet fast täglich um neue
Gnadenfristen, die Europa in Form der Troika dem Land kaum gewähren
kann. Zypern steht unmittelbar vor dem Staatsbankrott. Spanien zögert
den Eintritt unter den Rettungsschirm wegen der damit verbundenen
harten Einschnitte heraus. Demonstranten vor dem Präsidentenpalast
ließen die

Westdeutsche Zeitung: Es gibt keine Alternative zum Team Merkel/Hollande = von Anja Clemens-Smicek

Die Geschichte der deutsch-französischen
Freundschaft ist voller Symbolik und wuchtiger Bilder. Nehmen wir
Valery Giscard d–Estaing und Helmut Schmidt, François Mitterrand und
Helmut Kohl, Jacques Chirac und Gerhard Schröder oder auch Nicolas
Sarkozy und Angela Merkel – heimliche Spannungen, politische
Gegensätze und unterdrückte Antipathien werden seit jeher
vorzugsweise weggeküsst und weggelächelt. Kritiker mögen das
Heuchelei nennen. Geschulde

Mitteldeutsche Zeitung: zu Steinbrück/Banken

Peer Steinbrück will die Banken aufspalten. Sie
sollen sich entscheiden: Zocken oder Kundenbetreuung. Vor einer
Pleite werden dann nur die Kundenbanken gerettet. Die Forderung
trifft den Zeitgeist. Sie ist leicht verständlich und keilt gegen die
Banken. Auch andere Politiker und Manager wie Munich-Re-Chef Nikolaus
von Bomhard fordern ein Trennbankensystem. Das ist aber nicht
sinnvoll. Erstens hat die Krise gezeigt, dass gerade spezialisierte
Institute wie die Hypo Real Estate o

Mitteldeutsche Zeitung: zu Wein an Saale und Unstrut

Stimmt, nicht die Menge entscheidet, sondern die
Qualität. Es gibt keinen Grund, an den Worten des Kellermeisters zu
zweifeln. Gewiss, die Herausforderung ist groß: aus wenig viel
machen. Aber in dieser Kunst sind die Weinbauern in vielerlei
Hinsicht nicht nur geübt, sondern wahre Meister. Wer durch die
Region an Saale und Unstrut streift, sieht allenthalben, was
gemeint ist. Private Weingüter, am Anfang belächelt, haben sich
etabliert. Andere si

Mitteldeutsche Zeitung: zu ostdeutscher Wirtschaft

Auch die Milliarden Euro an Fördermitteln, die seit
zwei Jahrzehnten in die neuen Länder fließen, konnten diesen
Missstand nicht beheben. Die Subventionen sind in einigen Fällen –
siehe Solarbranche und Werften – sogar zu einer Art Droge geworden.
Ohne neuen Stoff droht der Zusammenbruch. Bevor der Ruf nach neuen
Fördermitteln ertönt, müssen sich die ostdeutschen Länder selbst
kritisch hinterfragen, was schief läuft. Im Schnitt besteht ein

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu SPD/Kanzlerkandidatur

Die SPD macht sich das Kandidatenleben wieder
einmal mit Genuss schwer. Dass sie ihren Parteichef lädiert, ist sie
gewohnt und irritiert sie nicht. Schwerer wiegt, dass das Rennen
zwischen dem schneidigen Steinbrück und dem staatstragenden
Steinmeier der Partei Anstrengungen abverlangen dürfte, die im Kampf
gegen den politischen Gegner am Ende fehlen dürften. Schon jetzt gibt
es einen Verlierer: Sigmar Gabriel. Genau das aber hatte man
vermeiden wollen. Ob Steinmeier o

Wiesenhof-Chef kritisiert die Medien und die Grünen

Der Vorstand des größten deutschen Geflügelerzeugers PHW ("Wiesenhof") hat deutliche Kritik an der Wahrnehmung seines Unternehmens durch die Öffentlichkeit geübt: Seit etwa zwei Jahren werde fast nur noch massiv negativ über das Unternehmen berichtet. "Teile der Medien wollen alle Missstände an uns festmachen", sagte Peter Wesjohann der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagsausgabe). Dazu eigne sich der bekannte Marktführ

Allg. Zeitung Mainz: Luxusproblem / Kommentar zu Krankenkassen

In Zeiten allerorts leerer Finanztöpfe haben die
gesetzlichen Krankenkassen derzeit ein wahres Luxusproblem. Auf der
Guthabenseite stehen 22 Milliarden Euro – eine Summe, die
Begehrlichkeiten weckt. Doch wohin mit dem Geld? In Form von Prämien
zurück zu den Versicherten? Oder vielleicht auf die Konten der Ärzte,
die deutlich höhere Honorare fordern? Oder doch lieber horten, falls
die Zeiten wieder schlechter werden? Egal, wie die Entscheidung
ausfällt, die Dis