Weser-Kurier: Zur geplanten Fusion der Rüstungskonzerne EADS und BAE schreibt der Bremer „Weser-Kurier“ in seiner Ausgabe vom 14. September:

Durch einen Zusammenschluss würde der weltweit
größte Luftfahrt- und Rüstungskonzern entstehen. Dieser Deal wäre ein
Schachzug gegen Boeing, den Hauptkonkurrenten von EADS und dessen
Tochter Airbus. EADS könnte mit seinen Rüstungsprodukten direkt im
heimischen Markt von Boeing Fuß fassen. Unternehmerisch gesehen wäre
das aus Sicht von EADS als strategische Meisterleistung einzuordnen.
Fraglich ist allerdings, ob der Gigant auch flexibel genug s

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zum drohendenÄrztestreik

Die Ärzte wittern ihre Chance. Ein derartiger
Milliardenüberschuss kommt vielleicht nie wieder. Schon morgen kann
es wieder Defizite geben, das Gesundheitswesen wird schließlich immer
teurer. Also machen sie so viel Druck wie seit Jahren nicht und
drohen mit Streiks. Eigentlich verdienen Ärzte im Schnitt ziemlich
gut, schaffen es aber nicht, die Honorare gerechter zu verteilen.
Apparatemedizin und Apparatschiks dominieren das System.
Verbesserungen? Unerwünscht. S

Weser-Kurier: Der „Weser-Kurier“ (Bremen)kommentiert in seiner Ausgabe vom 14. September 2012 die anti-amerikanischen Ausschreitungen in der islamischen Welt:

Feuer und Freiheit

von Joerg Helge Wagner

Man stelle sich vor, im Jahre 1979 wären die britischen
Botschaften in Rom, Madrid, Rio de Janeiro von tausenden
fanatisierter Christen attackiert worden. In München wäre sogar der
Botschafter beim Sturm auf das Generalkonsulat getötet worden. Der
Papst und die Oberen der evangelischen Kirche hätten zwar zur
Mäßigung aufgerufen, den Aufruhr aber nicht in den Griff bekommen,
der sich am Film "Das Lebe

Börsen-Zeitung: Im Rahmen des Mandats, Kommentar zu den jüngsten Ankündigungen der US-Notenbank zum Aufkauf von Anleihen, von Stephan Balling.

Sehr einfallsreich ist es natürlich nicht, wie
die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) derzeit agiert. Ihr Motto
lautet: Der Wirtschaft geht es schlecht? Gut, dann drucken wir halt
Geld, wird schon helfen. Wir lassen die Zinsen noch bis mindestens
Mitte 2015 nahe null und kaufen kräftig neue Anleihen. Nur: Bisher
hat diese Medizin nicht so recht geholfen. Trotz der Käufe von
Staats- und Hypothekenanleihen bleibt die Konjunktur schwach, die
Arbeitslosigkeit hoch. Immerhin h&a

Rheinische Post:Ärzte kampfbereit

In der Auseinandersetzung zwischen den Kassen
und den Ärzten geht es nicht nur ums Geld. Freilich wollen die
Mediziner nun ihre Praxen schließen, weil sie deutlich höhere
Honorare fordern, als die Kassen anbieten. Doch die große Wut der
Ärzte resultiert auch aus dem Gebaren der Krankenkassen ihrem
Berufsstand gegenüber. Es vergeht kaum noch ein Monat, in dem nicht
eine Studie im Auftrag der Krankenkassen belegt, dass die Ärzte
wahlweise korrupt und gel

Rheinische Post: Unheimliche Gewaltwelle

Aus westlicher Sicht ist es nicht
nachvollziehbar, dass die Empörung über ein lächerliches Filmchen aus
den USA eine Gewaltwelle in den islamischen Staaten ausgelöst hat,
die heute mit den Freitagsgebeten sogar noch heftiger werden könnte.
Es ist unheimlich, wie schnell Menschen gegeneinander aufzuhetzen
sind. Doch die geistigen Brandstifter beider Seiten haben, verbunden
in gegenseitigem Hass, erfolgreich zusammengewirkt. Christliche und
jüdische Sektierer wi

Rheinische Post: Solide Niederlande

Die Niederlande stimmen für eine solide
Regierung und einen stabilen Euro: Sie erteilen den dumpfen
Anti-Brüssel-Parolen von Rechtspopulist Geert Wilders eine Abfuhr.
Der wollte die Parlamentswahl zum Votum für den Euro-Austritt der
Niederlande machen – und stürzte ab. Damit wählt Holland gegen den
Trend: In immer mehr EU-Ländern beschert die Schuldenkrise Populisten
und Nationalisten Gewinne, in fast einem Dutzend Staaten sind
Regierungen gefallen. Die Nieder

Grüne halten Betreuungsgeld weiter für „unsinnig“

Die Grünen sind weiterhin gegen das Betreuungsgeld. Alles "Herumdoktern" daran bringe nichts, sagte die grüne Fraktionsgeschäftsführerin Britta Haßelmann der "Neuen Westfälischen" (Freitagsausgabe). Die Vorschläge von CSU-Chef Horst Seehofer, das Betreuungsgeld mit einer Vorsorgeuntersuchung für Kleinkinder zu verknüpfen, lehnen die Grünen ab. "So sicher, wie CDU und FDP immer wieder betonen, scheint die Verabschiedung d

Mitteldeutsche Zeitung: zu Nahost

Längst zeigt die einst begrüßte "Arabellion" ihre
hässliche Kehrseite. Da wurden Diktaturen im Nahen Osten gestürzt.
Aber nun bekommen Terroristen freie Hand. Das ist kein Plädoyer für
die alten Regime. Doch wie der Entwicklung Einhalt zu gebieten ist,
weiß derzeit niemand im Westen. Sicher ist jedoch: Demonstrative
Filmvorführungen durch Rechtsradikale hierzulande können die Lage nur
verschlimmern.

Pressekontakt:
Mitteldeutsc