Rheinische Post: Londons Wahl

Ein Kommentar von Birgit Marschall:

Deutsche und Briten sind nicht gut aufeinander zu sprechen. Die
Deutschen ärgern sich, weil sie von den Briten ständig kluge
Ratschläge erhalten, wie sie die Schuldenkrise zu meistern hätten.
Die Briten wiederum haben eine Höllenangst vor einer deutschen
Vormachtstellung in Europa. Mit der von Angela Merkel neuerdings
beanspruchten Führungsrolle in Europa kann sich das Inselvolk schon
aus historischen Gründen schwer

Zeitung: Bayern will kostenloses letztes Kindergartenjahr einführen

Eltern in Bayern dürfen ihre Vorschulkinder aller Voraussicht nach vom nächsten Jahr an kostenlos in das letzte Kindergartenjahr schicken. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe) haben sich die beiden Koalitionspartner CSU und FDP in der Frage mittlerweile so weit angenähert, dass das Kabinett den Plan an diesem Samstag bei einer Kabinettsklausur am Tegernsee beschließen dürfte. Dann würde vom 1. September 2012 an der Freistaat

WAZ: Städte müssen wachsam sein – Kommentar von Kai Wiedermann

Radiohörer oder Zeitungsleser könnten eine Ahnung
haben vom Gerangel in der Möbelbranche: Die Händler werben, werben,
werben. Wettbewerb gehört zum Geschäft. Er belebt es sogar. Der Kunde
profitiert, weil sich kaum ein Händler erlauben kann, die Preise zu
erhöhen. Hört sich gut an, oder? Die Bilanz für den Kunden, der auch
Bürger ist, würde genau in dem Moment kippen, in dem tatsächlich
Anbieter pleite gehen. Die neuen Mega-Ge

WAZ: Finger weg von der EZB – Kommentar von Thomas Wels

Zur Debatte um die ultimative Retterrolle der
Europäischen Zentralbank (EZB) ist zunächst festzuhalten: Der letzte
Rettungsplan mit dem sagenhaften Volumen von zwei Billionen Euro hat
keine vier Wochen gehalten. Verdampft in einer Suppe aus
Vertrauensverlust und Handlungsunfähigkeit der Euro-Regierungen. Und
nun blasen Spanien, Frankreich oder Großbritannien zum Generalangriff
auf die unabhängige Notenbank: Die soll die Notenpresse anwerfen,
unbegrenzt Staatsanlei

Westerwelle begrüßt IAEO-Resolution zum iranischen Atomprogramm

Außenminister Guido Westerwelle hat die IAEO-Resolution zum iranischen Atomprogramm begrüßt. "Es ist besonders erfreulich, dass die erstmals von Deutschland, den USA, Frankreich, Großbritannien, Russland und China gemeinsam eingebrachte Resolution mit überwältigender Mehrheit angenommen wurde", erklärte der Außenminister in Berlin. Die Resolution unterstreiche die große Sorge der internationalen Gemeinschaft über eine mögliche

Olaf Koch wird neuer Vorstandschef von Metro

Finanzvorstand Olaf Koch wird neuer Vorstandschef des deutschen Handelskonzerns Metro. Das teilte der Aufsichtsrat in einer Sondersitzung am Freitag mit. Der Manager tritt damit die Nachfolge von Eckhard Cordes an, der sein Amt zum 1. Januar niederlegt. Zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates wählte der Konzern erwartungsgemäß Franz Markus Haniel. Der Entscheidung ging ein wochenlanges Ringen um die Führungsnachfolge voraus. Bis zuletzt war unklar, ob man sich auf Haniel a

Westdeutsche Zeitung: Weniger Staat – dafür aber effektiver = von Wolfgang Radau

Wenn es eines Beweises bedurft hätte, dass das
Zusammenspiel der deutschen Verfassungsschutzbehörden neu justiert
werden muss – das Land Thüringen hat ihn am vergangenen Dienstag
erbracht. Da tagte in Berlin der Parlamentarische Kontrollausschuss
des Bundestages, und im Mittelpunkt des Interesses stand die Frage,
was die Verfassungsschützer über die "Zwickauer Terrorzelle" wussten.
Thüringens Verfassungsschutz glänzte durch Abwesenheit und begr&u

tz München: Werfen wir die Gelddruckmaschinen an? Die einzige Hoffnung

Der Chef der Europäischen Zentralbank, Mario
Draghi, wehrt sich, die Bundesbank wehrt sich, die Kanzlerin wehrt
sich. Aber der Druck der unter immer höheren Zinsen stöhnenden
Schuldenstaaten wird nicht nachlassen, das Euro-Problem mit der
Gelddruckmaschine zu lösen. Leider haben wir in dieser Euro-Krise
schon allzu oft klare Neins gehört, die bald nebulöser wurden und
sich am Ende völlig auflösten. Deshalb bleibt die Befürchtung, dass
am Ende d

Bundeswehr entfernt Video bei YouTube

Die Bundeswehr hat ein umstrittenes Werbevideo vom Youtube-Kanal der Bundesregierung kurz nach seiner Veröffentlichung wieder entfernt. Der draufgängerische-97-Sekunden-Clip zeigte realistische Szenen aus dem Leben der Soldaten unterlegt mit harter Heavy-Metal-Musik, was Kritiker an sogenannte Ego-Shooter erinnerte. Die Opposition bezeichnete das Video als "Gewaltverherrlichend und geschmacklos". Die Bundesregierung lehnte politische Gründe für den Löschauftrag