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Pflegeberufereform: Zu viele Fragen offen / bpa kritisiert Gesetzgebungsverfahren / bpa-Präsident fordert eindringlich Anhörung zum Pflegeberufegesetz im Bundestag

Erst vor Kurzem hatte sich die Regierungskoalition
nach zähem Ringen auf einen Kompromiss zur Zukunft der Ausbildungen
in der Pflege geeinigt. Vorgesehen war, die Alten- und die
Kinderkrankenpflege nicht wie ursprünglich geplant abzuschaffen,
sondern den Auszubildenden eine Entscheidung zwischen diesen beiden
Berufen und der sogenannten Generalistik einzuräumen. Der
Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) hatte
dies als Chance für die Altenpflegeausbildung begrüßt, aber von
Anfang an auf diverse Unklarheiten hingewiesen und auf eine Anhörung
zu dem umfassend geänderten Gesetz gedrängt. Nun soll diese übliche
Anhörung offenbar nicht stattfinden, und auch die den
Bundestagsabgeordneten zugesagten Ausbildungs- und Prüfungsinhalte
liegen nicht vor. bpa-Präsident Bernd Meurer kann diese
Vorgehensweise nicht nachvollziehen: „Warum diese Eile? Wird Kritik
an der Verfassungskonformität der Finanzierung oder der Ausgestaltung
der Wahlmöglichkeiten der Auszubildenden für die Alten- oder
Kinderkrankenpflege befürchtet? Für alle Beteiligten ist ein
optimales Gesetz wichtig, welches unter anderem den Zugang für die
Hauptschüler erhält und auch die Existenz der kleinen
Altenpflegeschulen sichert. Statt Spekulationen und Intransparenz
brauchen wir umgehend einen Diskurs um den Gesetzesentwurf und eine
Anhörung im Bundesgesundheitsausschuss“, so Meurer, der zugleich
mahnt, dass mit diesem Gesetz die Pflege von morgen gesichert werden
muss.

Die ambulante Pflege als Ausbildungsort der Altenpflege im
Gegensatz zum Kompromiss von Karl Lauterbach (MdB) und Georg Nüßlein
(MdB) zu streichen, macht den Beruf nach Ansicht des bpa-Präsidenten
unattraktiv.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte
Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in
Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären
Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in
privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa
tragen die Verantwortung für rund 305.000 Arbeitsplätze und circa
23.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch
www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei
etwa 24,2 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Herbert Mauel, Bernd Tews, bpa-Geschäftsführer, Tel.:
030/30 87 88 60, www.bpa.de

Original-Content von: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell

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