Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will das steuerliche Ehegattensplitting zu einem Familiensplitting umbauen, von dem auch unverheiratete Eltern und homosexuelle Paare mit Kindern profitieren. "Alle Familien mit Kindern sollen den Splittingvorteil bekommen, egal ob sie in einer Ehe, einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft oder mit gleichgeschlechtlichen Eltern aufwachsen", sagte die CDU-Vize-Chefin der "Rheinischen Post". Langjährige Ehen sollen nicht schlecht
FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hält bei der Diskussion um Boni-Zahlungen eine Rückkehr zu angemesseneren Verhältnissen nötig und will Firmenlenker bei Misserfolgen stärker in die Pflicht nehmen. Das sagte der FDP-Spitzenkandidat in einem Interview der Zeitschrift "Superillu". "Grundsätzlich bleibt es das Recht eines Unternehmens zu entscheiden, wie es seine Mitarbeiter bezahlt – auch in Spitzenpositionen." Ausnahmen seien bei Aktiengesell
Die deutsche Wirtschaft befürchtet wegen der Entwicklungen in Italien und Frankreich eine Rückkehr der Euro-Krise. Es sei eine "Illusion zu glauben", dass die Krise "in ein oder zwei Jahren vom Tisch" sei, sagte BDI-Präsident Ulrich Grillo in einem Interview mit dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe). Im Falle der Wahlen in Italien "erleben wir doch, wie schnell die Krise wieder präsent ist". Auch sei für ihn die Entwicklung in Frank
Dass die Kosten für Bauvorhaben wie Stuttgart 21, die Elbphilharmonie oder den Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) exorbitant ausufern, liegt nach Einschätzung des Bundes der Steuerzahler insbesondere am Versagen der politisch Verantwortlichen. "All diese Projekte haben den Makel, dass sie anfangs politisch gewollt kleingerechnet wurden, um einen Goodwill in Politik und Öffentlichkeit zu erzeugen", sagte Verbandspräsident Reiner Holznagel "Handelsblatt-Online&qu
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hält die Mittelstandsstrategie von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück für nicht glaubwürdig: "Herr Steinbrück hat eine bemerkenswerte Rede gehalten, in der er die Unterstützung des wirtschaftlichen Mittelstandes betont hat. Wenn ich aber seine Ausführungen und die Beschlüsse der SPD-Bundestagsfraktion und des SPD-Parteivorstands genau betrachte, zeigt sich, dass eine massive Besteuerung des Betriebsvermögen
Der Direktor des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), Klaus F. Zimmermann, hat die Politik davor gewarnt, die Erfolge der Agenda 2010 aufs Spiel zu setzen und zugleich neue arbeitsmarktpolitische Reformen gefordert. "Die Dynamik des Wandels der Arbeitsmärkte stellt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft künftig vor noch viel größere Herausforderungen als vor zehn Jahren", schreibt Zimmermann in einem Gastbeitrag für "Handelsblatt-Online". &qu
Bei der gerichtlich angeordneten Betreuung kranker und behinderter Menschen setzt das Bundesjustizministerium künftig stärker auf alternative sozialen Hilfsangebote. Das ist das Ziel eines Gesetzentwurfs zur Reform des Betreuungsrechts, über den das Bundeskabinett an diesem Mittwoch entscheiden will. Der Entwurf aus dem Hause der Ministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, der der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt, will die Rolle der Betreuungsbehördenaufwerte
Die Bundesregierung will nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwochsausgabe) jetzt auch die abgeschwächte Initiative von EU-Justizkommissarin Viviane Reding für eine europäische Frauenquote in Aufsichtsräten stoppen. Ursula von der Leyens Arbeitsministerium hat auf Druck des Kanzleramts einen Vorbehalt gegen diesen Kurs zurückgezogen. Damit gibt es nun eine gemeinsame Haltung des Kabinetts. Die Ständige Vertretung Deutschlands bei der EU
Auf Druck von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) bleibt der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung in einigen entscheidenden Passagen geglättet. So ist die Aussage "Die Privatvermögen in Deutschland sind sehr ungleich verteilt" in der Endfassung der Analyse nicht mehr enthalten. Den Bericht, der der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwochs-Ausgabe) vorliegt, soll das Bundeskabinett an diesem Mittwoch billigen. Sechs Monate nach dem ersten En
Im Streit um die Zukunft des europäischen Emissionshandels fordert SPD-Chef Sigmar Gabriel eine Verschärfung der Auflagen. "Die Bundesregierung muss ihren Widerstand gegen die Wiederbelebung des Emissionshandels aufgeben", sagte Gabriel der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwochausgabe). Andernfalls hätten die Stromkunden das Nachsehen. "Ausgerechnet die Maßnahmen, die Menschen helfen können, Stromkosten zu sparen, werden sonst kaputt gemacht&quo